Game-Tipp

"Eye Toy: Play 3"

published: 17.01.2006

"Eye Toy: Play 3"  (Foto: Sony CEE) "Eye Toy: Play 3" (Foto: Sony CEE)

Die PlayStation 2, ebenso wie andere Spielekonsolen, galt lange Zeit als Technik verliebtes Spielzeug für junge Männer, deren Sozialleben eher wegen Geringfügigkeit zu vernachlässigen war. Dank der Erfindungskraft und der Experimentierfreudigkeit der Sony-Entwickler, konnte sich die Konsole zu einem echten Party-Powerpaket mausern. Man kann mit Mikrofonen seine Lieblingssongs nachsingen, mit Buzzern seine eigene Quizshow organisieren oder mit einer Tanzmatte den John Travolta markieren. Doch das Urgestein der Party-Accessoires ist immer noch die Eye Toy-Kamera, mit deren Hilfe man sich selbst in die Spiele projizieren kann, um dann als menschlicher Controller zu agieren. Mit dem Konzept der körperlichen Interaktion konnte die PlayStation 2 zum Renner unter den Party-Spielen werden.

Mit „Play 3“ kommt jetzt die dritte Auflage einer Spielesammlung für die Eye Toy-Kamera heraus. Die hiermit verbundenen Mitmach-Spiele richtig nutzen zu können, sind viel Platz im Wohnzimmer und eine gewisse Agilität nötig. Die Spiele auf „Play 3“ sind dabei nicht gerade neu, sondern oftmals von den beiden Vorgängern übernommen und bieten daher für den Kenner nur wenig Abwechslung zu „Play 1 & 2“. Es geht um das geschickte Ausweichen, gezielte Treffen und hektische Hin- und Herbewegen. Dabei sind die Spiele auf „Play 3“ lange nicht so körperlich fordernd wie das Trainingsprogramm von „Kinetic“ - aber ein wenig Bewegung kommt schon in die Sache.

"Eye Toy: Play 3" gibt es nur für PlayStation 2. (Foto: Sony CEE)"Eye Toy: Play 3" gibt es nur für PlayStation 2. (Foto: Sony CEE)

Zusätzlich zu den in drei Kategorien (Musik, Sport und Auswahl) eingeteilten Spielen, bei denen es meist um das richtige Timing der Bewegungen geht, bietet „Play 3“ noch die Möglichkeit ein wenig Kameraspaß zu haben und beispielsweise seinen Kopf digital auf den Körper eines Freundes zu verschieben oder zwei Gesichter miteinander zu vermischen, Stichwort: Morphing.

Der eigentliche Spaß an der Eye Toy-Kamera und an „Play 3“ entsteht aber in dem Moment, wo man mit seinen Freunden zusammen im Wohnzimmer steht und Luftlöcher schlägt, die auf dem Bildschirm dann Dinge auslösen. Dabei hat man sich als Verbesserung zu „Play 1 & 2“ insbesondere auf die Gleichzeitigkeit der Spiele konzentriert. Wo man bislang meistens nacheinander spielen musste, wird jetzt gemeinsam rumgezappelt. Natürlich ist dazu viel Platz notwendig, sonst könnte Muttis Lieblingsvase stark in Mitleidenschaft gezogen werden…
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Play 3“ die aus den Vorgängern bekannten Spiele und Konzepte aufgreift, hier und da ein wenig verbessert und somit insbesondere für Eye Toy-Neueinsteiger gut geeignet ist. Wer sich allerdings alleine vor die Konsole stellt, der wird schnell die Lust verlieren, denn „Play 3“ macht einfach gemeinsam am meisten Spaß. Hinzu kommt, dass die Innovationsfreude der Entwickler ein wenig eingestaubt ist und man sich für „Play 4“ dringend ein paar gute Ideen aus den Fingern saugen sollte, sonst ist das tolle Spielzeug auf einmal furchtbar langweilig und die Konsole gehört doch wieder den Sesselhockern.

[PA]

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www.de.playstation.com

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