Game-Tipp

"Tales of Eternia"

published: 22.02.2006

"Tales of Eternia" ist für PlayStation Portable PSP erhältlich. (Foto: Ubi Soft)"Tales of Eternia" ist für PlayStation Portable PSP erhältlich. (Foto: Ubi Soft)

Die Zwillingswelten Inferia und Celestia sind durch einen großen Nebel voneinander getrennt, den Orbus Barrier. Durch diesen Nebel kommt die junge Meredy mit ihrem Schoßtierchen Quickie per Raumschiff angeflogen und bringt eine wichtige Botschaft: Die beiden Welten werden in einem apokalyptischen Zusammenstoß aufeinanderprallen und alles Leben zerstören. Das muss dringend verhindert werden, nur leider hat keiner daran gedacht, dem Mädchen ein Wörterbuch mitzugeben. Als die bezaubernde Außer-Inferianische von Reid und Farah gefunden wird, brabbelt sie wirres Zeug und wird sogleich als Gefahr für den Dorffrieden abgestempelt. Also bleibt den drei Recken nichts anderes übrig, als sich selber um die Kommunikationsschwierigkeiten zu kümmern und ganz nebenbei die Welt zu retten.

Soweit zur wundervollen Story des japanischen Anime-Klassikers, der im Jahre 2000 in Japan und den USA bereits auf PlayStation erschien. In Deutschland konnte man bislang nur die 13-teilige TV-Serie kennen, die 2001 in Japan erstmals ausgestrahlt wurde. Und auch mit der jetzt auf PlayStation Portable erschienen Version des Spieles wird sich der Fankreis wohl nicht gerade stark erweitern lassen. Das Spiel ist nämlich leider nur auf Englisch erhältlich, was es gerade für die junge Zielgruppe unheimlich schwer zu spielen macht. Zwar kann man alles per (Englischem) Untertitel nachlesen, doch muss man schon recht gut in der Fremdsprache sein, um die Story nachzuvollziehen.

Und die ist bei „Tales of Eternia“ nun mal das Wichtigste. Mit klassischer Manga-Animation und witzigen, personalisierten Dialogen werden hier eine Reihe liebenswerter Charaktere gezeichnet, deren Lebensweg man gerne verfolgt. Hinzu kommt eine bunte Mischung aus Adventure, Rollenspiel, 2D-Action und Geschicklichkeit-erfordernden Mini-Games. So kann man die Charaktere individuell mit Fähigkeiten versehen, seiner Truppe Taktik im Kampf verpassen, Rätsel lösen oder einfach nur mit richtigem Knöpfchendrücken Gegner überwältigen oder Floßfahrten meistern.

Sowohl das Gameplay, als auch die Grafik und ein furchtbar anstrengender Soundtrack (zum Glück abstellbar) sind in „Tales of Eternia“ ganz klassisch Manga und eben typisch japanisch: Sehr bunt, sehr grell und ab und zu kreischend - ganz wie es der Fan des Genres mag und ganz wie es den Kritiker schon immer angenervt hat. Dieses Spiel wartet mit jedem Manga-Klischee auf, das es gibt. Und ist dabei so wunderschön kitschig, dass Disney neidisch werden könnte. Gerade der jüngeren Klientel würde „Tales of Eternia“ bestimmt gefallen, wenn es da nicht die Kontaktschwierigkeiten aufgrund der fremden Sprache gebe. So bleibt den meisten nur der Griff zum Langenscheidt oder dem gemeinsamen Spiel mit den Eltern. Naja, vielleicht überlegen es sich deutsche Firmen angesichts steigender Fan-Zahlen in Zukunft, ob sich eine Übersetzung der Titel ins Deutsche nicht doch lohnt. Mangas und Animes jedenfalls hätten es verdient.

[Lars]

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http:talesofeterniagame.uk

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