Game-Tipp

"The Elder Scrolls IV - Oblivion"

published: 20.04.2006

„The Elder Scrolls IV – Oblivion“ ist für PC und Xbox 360 erhältlich. (Fotos: Take 2)„The Elder Scrolls IV – Oblivion“ ist für PC und Xbox 360 erhältlich. (Fotos: Take 2)

Der Beginn des Computerspieles, wie wir es kennen, liegt im Jahre 1972 und heißt „Colossal Cave Adventure“. Das Spiel besteht einzig aus Textausgaben und bietet dem Spieler die Möglichkeit, ein riesiges Höhlensystem zu erforschen. Seit diesem Tag besteht die Urform der heutigen Action-Adventure und Rollenspiele. Natürlich hat sich viel verändert, aus dem schwarzen Text auf weißem Grund ist eine grafisch polierte 3D-Umgebung geworden und die Interaktivität hat sich schnell von Befehlen wie „gehe links“ wegentwickelt. Wie weit sich ein Genre entfalten kann, beweist zurzeit der vierte Teil der mittlerweile auch schon zwölf Jahre alten „The Elder Scrolls“-Serie: „Oblivion“.

In „The Elder Scrolls IV – Oblivion“ findet man sich von Anfang an in eine fantastische Welt integriert, die zwar stark an Herr Der Ringe erinnert, aber voll ausgestaltet ist und eine Vielzahl an Optionen bietet. So kann man seinen Charakter selbst entwerfen, hunderte verschiedenster optischer Veränderungen vornehmen, seine Fertigkeiten differenziert ausgestalten oder seine speziellen Talente fördern. Doch nicht nur der Charakter ist vielseitig gestaltbar, auch die Umwelt ist vollends interaktiv, wofür über 9000 Gegenstände, hunderte Nichtspielercharaktere und zahlreiche Monster und Gegner sorgen. Voller Detail und mit einem Auge für klassische Fantasy-Epik wartet „Oblivion“ mit anspruchsvoller Grafik, tollen Texturen und Animationen sowie grandiosen Szenerien auf. Hier kann man sich über Stunden, Tage und gar Wochen in der Welt aufhalten und sich durch die endlosen Szenarien und unterschiedlichen Wege schlagen. Dabei kommt kaum Wiederholung auf, denn durch ein ausgewogenes Moral-System kann jede Handlung auf den weiteren Pfad des Charakters einwirken und beeinflusst somit die Story. Es entsteht eine Welt, die sich die Entwickler von „Colossal Cave Adventure“ in ihren größten Träumen nicht in einem Spiel hätten vorstellen können.

Allerdings hat diese Vielfalt und unübersichtliche Menge an Informationen auch ein paar Nachteile. Zum einen braucht man als Spieler eine Menge Geduld, denn bis ein Charakter zur vollsten Zufriedenheit erstellt ist, dauert es schon ein wenig, und auch die Ladezeit (auf der Xbox 360) ist ganz schön lang. Aber viel wichtiger und das wohl massivste Manko des Spiels ist die Lokalisation. Bei der Vielzahl an Texten scheint den Entwicklern der Atem ausgegangen zu sein, und so ist die Textausgabe des Spiels eine Art Mosaik aus Deutsch und Englisch. Da kann es schon mal sein, dass man „Gebratene Ratte öffnen“ oder „Press Bumper, um Aktion zu führen“ auf dem Bildschirm zu lesen bekommt. Orthografische und grammatische Probleme in dieser Form dürfen bei einem derartig textintensiven Spiel nicht vorkommen. So wird einem auf Gutdeutsch jegliche Atmosphäre versaut und man ärgert sich ständig, weil man Dinge nicht versteht oder sie durch „Versuch macht Klug“-Taktik herausfinden muss. So etwas darf einem renommierten Spiel einfach nicht passieren und da wird selbst ein kleiner Patch nicht helfen. Zum Fazit bleibt also zu sagen: Im Gameplay eine glatte Eins, aber in Deutsch: „Sechs, setzen!“

[Lars]

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www.elderscrolls.com

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