Game-Tipp

"X-Men: The Official Game"

published: 23.06.2006

„X-Men: The Official Game“ ist für GameCube, PC, PS2, Xbox und Xbox 360 erhältlich.  (Foto: Activision) „X-Men: The Official Game“ ist für GameCube, PC, PS2, Xbox und Xbox 360 erhältlich. (Foto: Activision)

Comic-Helden sind derzeit eine der angesagtesten Zielgruppen für Filmumsetzungen und mit „X-Men III“ ist aktuell eine der interessantesten Gruppen der Marvel Comics im Kino in Aktion. Die Story um den Krieg der Mutanten ist ein optisches Feuerwerk und schreit natürlich nach einer Umsetzung für die Konsole. Da greift man doch gerne auf das mit offiziellem „X-Men III“-Logo und Gütesiegel versehene „X-Men: The Official Game“ und legt los mit dem Mutanten-Spiel.

Doch halt, was ist denn das? Keine Filmsequenzen, keine Storyeinbindung wie bei „Enter The Matrix“ oder „Spider-Man“, statt dessen Comic-Animationen. Ok, die Originalstimmen sind da, wenn man sie auch nur auf Englisch bekommt, was das ganze Spiel für jüngere Fans schwierig zu spielen macht, aber wo ist die Story hin? „X-Men: The Official Game“ ist nicht etwa die Spielumsetzung des Films, sondern glänzt mit einer Story, die gleich nach Teil 2 des Kinoabenteuers spielt, nämlich mit Wolverine und Cyclops als Trauerklößen und dem geliebten Weib Jane. Also, storytechnisch noch vor dem aktuellen Kinohit.
Macht ja nichts, hat sich bei „Enter The Matrix“ ja auch schon bewährt, wenn man alternative Handlungsstränge erklärt bekommt, sich zusätzlich produziertes Filmmaterial erspielt und überhaupt voll in die Welt der Filme eintauchen kann. Doch davon ist hier nur minimal die Rede, denn die Umsetzung kann mit denen anderer Filme nicht wirklich mithalten. Neue Szenen gibt es nicht und auch der Handlungsstrang ist für die Story der Filme nicht relevant. Darüber hinaus ist das Spiel recht begrenzt. Man spielt mit drei unterschiedlichen Charakteren und deren speziellen Fähigkeiten. Da wäre zum einen Wolverine, dessen Kraft und Regenerationsfähigkeit ihn zur „lean, mean, fighting machine“ machen, der aber ansonsten nicht viel zu bieten hat. Dann wäre da Iceman, der auf seinem Eisstrahl durch die Luft gleitet, mit einer Eiskanone und Eisschild ausgestattet ist und somit den Fernkämpfer mimt. Und letztlich wäre da der Nightcrawler, der eindeutig am meisten Spaß verbreitet, da er mit Akrobatik, Teleportfähigkeit und Kampfaktionen einen richtig animierenden Kampfstil an den Tag legt. Die anderen X-Men wie Storm, Cyclops oder Rogue bleiben unspielbar.

Spieltechnisch ist das ganze zwar unterhaltsam, doch auf lange Sicht fehlt einfach die Variation. Die unterschiedlichen Charaktere können zwar noch durch Mutationspunkte ein wenig entwickelt werden und ein paar alternative Handlungsrouten gibt es auch, aber alles in allem ist das zu wenig. Und ein Kooperationsmodus - oder wenigsten eine Arena für Multiplayer-Kämpfe - fehlt auch. Nur weil Hugh Jackman vom Cover grinst und ein „X-Men III“-Logo auf der Packung prangt, ist dieses Spiel noch lange nicht mit der Qualität der Filme zu vergleichen und Spiele wie „Batman Begins“ oder „Enter The Matrix“ zeigen, dass es auch anders geht. Schade eigentlich, wo der Film doch so klasse ist.

[Lars]

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