Game-Tipp

"Micro Machines V4"

published: 17.08.2006

„Micro Machines V4“ ist für PC, PS2, PSP und Nintendo DS erhältlich.  (Foto: Codemasters) „Micro Machines V4“ ist für PC, PS2, PSP und Nintendo DS erhältlich. (Foto: Codemasters)

Als Kind habe ich total gerne mit Matchbox-Autos gespielt. Ich habe mir Bauklötze geschnappt und ganze Landschaften aus Garagen, Gebäuden, Autobahnen, Sprungschanzen und Parkplätzen erschaffen, in denen meine 5cm-Rennflitzer agieren konnten. Und wie das so ist mit dem „Kind im Manne“, ich spiele noch immer gerne mit Matchbox-Autos. Nur das ich jetzt nicht mehr auf dem Boden rumkrabbele und sie per Hand anschiebe. Nein, ich greife einfach auf die virtuelle Version zurück, die Spiele-Serie „Micro Machines“, die mittlerweile in die vierte Runde geht.

„V4“ bietet dabei alle bekannten Features der Serie und ein paar neue noch dazu. Mit knapp 100 Fahrzeugen und 50 verschiedenen Kursen kann man im Karrieremodus in drei verschiedenen Pokal-Serien sein Können beweisen. Da gibt es die klassischen Rennen, bei denen man einfach als schnellster durchs Ziel brettern muss. Dann sind da die Jeder-gegen-Jeden-Kämpfe, bei denen man Punkte gewinnt, wenn man die Gegner aus dem Rennen katapultiert, was mit Hilfe von Upgrades geschieht, die am Wegesrand liegen. Da kann dann schon mal ein großer Hammer auf dem Dach montiert werden oder eine Batterie, die sich nähernden Gegnern einen Stromschlag verpasst. Und zu guter Letzt sind da noch so genannte Checkpoint-Rennen, bei denen man innerhalb eines Zeitlimits durch Tore fahren muss, immer schön behindert von heißen Herdplatten, Billardkugeln oder fahrenden Märklin-Zügen.

Insgesamt besteht der Witz der Serie wie immer in der Vielzahl der mit Liebe und Humor erstellten Parcours. Da fährt man über Muttis Küchenzeile, über den Klassiker des Billardtisches, über Dächer, durch Regenrinnen, über die Reling einer Luxusjacht oder auf der Modelleisenbahn in Papas Hobbyraum. Leider fehlt jedoch sowohl den Strecken als auch den Autos der letzte technische Schliff und so sind die Designs zwar gut gewählt, aber nicht gänzlich überzeugend. Schade, denn die Konsolen verfügen durchaus über eine stärkere Leistung.
Der eigentliche Clou des Spieles ist aber, wie schon bei den Vorgängern, nicht der Karrieremodus, sondern die Multiplayer-Variation. Das letzte Mal, dass ein Rennspiel so viel Spaß machte, wenn man mit drei Freunden auf der Couch hockte, war noch zu Dreamcast-Zeiten bei „Revolt“. Denn mit den witzigen kleinen Autos, den lustigen und gar nicht böswilligen Waffen und den obskuren Strecken hat man in der Gruppe viel zu lachen, und vergisst dabei hartnäckiges Konkurrenzdenken anderer Rennspiele. Hier macht es mehr Spaß auch mal über die Kante zu schliddern und dabei einen Gegner mitzunehmen, statt verbissen seine Runden zu ziehen. Lustig ist es allemal.

[Lars]

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