Game-Tipp

„Ys – The Ark Of Napishtim“

published: 09.10.2006

„Ys“ ist für die PSP erhältlich (Foto: Konami)„Ys“ ist für die PSP erhältlich (Foto: Konami)

Klassische japanische Rollenspiele mit Action-Einlagen sind seid „Zelda“ bekannt und werden von vielen Gamern heiß und innig geliebt. Nur leider entwickelt kaum noch ein Gamestudio die eher antiquierten Games, da man sich ja mittlerweile mit 3D-Grafik, Ego-Perspektive und MMOs durch diverse Fantasy-Landschaften schlagen kann. In Japan jedoch gibt es noch immer ein paar aufregende Spielserien, die dem alten „Zelda“-Stil huldigen und alle paar Jahre ein Game rausbringen - so auch letztes Jahr die PS2-Version des neuesten Teils, der eigentlich nur in Japan bekannten „Ys“-Saga. Das Spiel war dort 2003 als PC-Version erschienen und begeisterte die Spieler. Nun, also noch einmal ein Jahr später, erscheint die Handheld-Umsetzung von „Ys – The Ark Of Napishtim“. Die PSP erscheint angesichts der etwas antiquiert wirkenden Grafik, der nicht auf eher minimalistischen Soundkulisse und des Retro-Feelings sowieso als ideale Plattform für derartige Spiele, da ist es kein Wunder, dass sich auch „Ys“ dort einfach gut macht. Zumindest, wenn man sich an „Zelda“ erinnert und im Nostalgiekästchen kramen möchte - denn mit „Neverwinter“, "Oblivion" oder „World Of Warcraft“ hat das Spiel so rein gar nichts zu tun.

Der Charme – oder aber die Krux – von „Ys“ sind nämlich das klassische Setting und die typische Handlung. Adol, der Held des Epos, wird kraft- und sprachlos auf einer Insel angespült und von entzückenden Schwestern gefunden, die sich gerade am Strand vergnügten. Natürlich wird der Fremdling erst von allen mit viel Argwohn überschüttet, um sich dann gegen alle Hindernisse durchzusetzen, die Insel vor dem drohenden Untergang zu bewahren, viele Freundschaften zu schließen und somit zu beweisen, dass Fremdenfeindlichkeit nur ein Klischee ist und sich nicht auszahlt.

Apropos Klischee, davon gibt es hier so reichlich, dass man eigentlich schon im Voraus weiß, wer böse und wer nett ist, wen man hauen sollte und wo man einen gesuchten Gegenstand findet. Das ist erst noch witzig, aber meistens doch eher langweilig. Diese Geschichte hätte definitiv ein wenig mehr Einfallsreichtum vertragen können. Aber nun gut, wer sich dennoch mit dem Spiel beschäftigt, der wird ganz retro-mäßig auch belohnt, denn es gibt ein gutes Erfahrungssystem, das einen den Charakter schnell entwickeln lässt, umfangreiche Elementarmagie und einige gute Bossgegner sowie ein einfaches aber gut funktionierendes Kampfsystem.

Als Fazit kann man sagen, dass Fans des Japano-Stils und insbesondere Menschen, die „Zelda“ vermissen, sich hier voll in Nostalgie baden können. Das hat nichts mit Innovation und technisch neuestem Stand zu tun, macht aber über einige Stunden echt Spaß. Nur über die extreme Klischeehaftigkeit des Ganzen muss man eben getrost hinwegsehen können.

[Lars]

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