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Game-Tipp

„Okami“

published: 23.02.2007

„Okami“ ist exklusiv für die PS2 erhältlich.  (Foto: Capcom) „Okami“ ist exklusiv für die PS2 erhältlich. (Foto: Capcom)

Japanische Geschichtenerzähler sind meist weitaus vielseitiger als wir es aus westlicher Sicht gewohnt sind, die Ebenen aus Metaphern, direkter Aussage und spiritueller Tiefe verwischen und man kann in poetischen Bildern mit ganz eigener Ästhetik nur so schwelgen. Ein wunderschönes Beispiel dafür sind die Filme von Hayao Miyazaki, wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“.

Ein für den Spiele-Fan neues Konzept stellt jetzt das Spiel „Okami“ dar, das auf eine ebenso magische, inspirierende und ganz und gar japanische Geschichte zurückgreift: Der Dämon Orochi ist in die Welt zurückgekehrt und droht nun mit seiner aus Fäulnis und Schwärze bestehenden Macht, ganz Japan zu zerstören. Da bedarf es dringend einer Göttin, der mächtigen Sonnengöttin Amaterasu, die im Shinto-Glauben als Erschafferin des Kaiserhauses und damit auch Japans gilt. Doch die Menschen glauben kaum noch an Amaterasu und so kann sie nicht einfach den Dämon hinwegfegen, sondern muss in Form eines weißen Wolfes (Okami – jap.: Wolf) durch das Land streifen und ihre Macht erst wieder ansammeln. Dies tut sie dadurch, dass sie ihr Licht über die Erde gleiten lässt und sich im Einklang mit der Natur bewegt. Sie füttert Tiere, heilt kranke Bäume und lässt die Blumen sprießen. Egal wo sie auch geht, sie zieht ein Blumenmeer hinter sich her. Natürlich aber zaubert sie nicht mal eben mit ihrem Zauberstab und alles ist schick, nein, sie malt ihr Licht in die Welt hinein.


Und da das ganze Spiel in der Tradition japanischer Erzähl- und auch Zeichenkunst steht, macht man dies als Spieler, indem man seinen Kalligrafie-Pinsel über die Welt fahren lässt und sie sich zurecht malt. Das ganze Spiel ist in diesem klassischen Tuschestil gezeichnet, was bedeutet, dass man die mit Pinseln gemalten Figuren schwarzumrandet mit wässrigen, verlaufenen Farben ausgemalt vor sich sieht. Dies wirkt wunderschön und total ungewöhnlich, bietet aber eben spieltechnisch auch eine ganz neue Art der Interaktion. Denn ganz gottgleich stoppt man die Erzählung, verwandelt die Welt in ein dreidimensionales Papyrus und beginnt, mit Tusche die Welt umzugestalten. Ein Kreis um die Wunde des Baumes und er heilt, ein Strich zur unerreichbaren Blüte im Wipfel und man hat eine Art Liane, die einen nach oben bringt. Ein Gegner schießt mit Feuerbällen auf uns: Einfach ein paar Striche gezogen und die Bälle werden wie von Spiegeln reflektiert und auf ihn zurückgeworfen.
Derartig innovativ war ein Action-Adventure schon lange nicht mehr im Umgang mit dem Spieler, so dass Okami einen riesigen Spaß macht und man gar nicht mehr aufhören möchte diese schöne neue (oder doch alte?) Welt zu erkunden. Und das braucht man auch nicht, denn das Spiel ist sehr großzügig, bietet enorm viel und über 30 Stunden Spielspaß. Genial.

[Lars]

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Links

www.capcom.com/okami

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