Game-Tipp

„Tortuga – Two Treasures“

published: 28.02.2007

„Tortuga“ ist exklusiv für den PC erhältlich. (Foto: Ascaron)„Tortuga“ ist exklusiv für den PC erhältlich. (Foto: Ascaron)

Tortuga ist eine Insel in der Karibik, malerisch gelegen vor der Küste Haitis, gleich nördlich von Port-De-Paix. Palmen, paradiesische Strände und eine nicht ganz so paradiesische Vergangenheit zeichnen diesen Ort aus, denn die Insel galt zu Zeiten der Kolonisation Amerikas als Piratennest. Fürchterliche Freibeuter wie Henry Morgan nannten dieses Eiland ihre Heimat. Der Kerl, der im 17.Jahrhundert erst die Freibeuterei legendär machte – mit 1200 Mann und 36 Schiffen zum Beutezug gegen Panama blies – und dann von der britischen Krone begnadigt, in den Adelsstand gehoben und zum Gouverneur von Jamaika befördert wurde, ist auch der Ausgangspunkt des neuesten Piraten-Abenteuers für den PC. Sein Schatz beflügelt 40 Jahre später, im Mai 1721, den Jungen Thomas „Hawk“ Blythe dazu, sich Blackbeard (noch so ein Pirat!) anzuschließen. Leider wird er verraten und soll gehängt werden, welch ein unschönes Ende.

Da dies jedoch erst der Anfang des PC-Action-Adventures „Tortuga – Two Treasures“ ist, müssen wir nun Hawk steuern und ihm helfen, sein Leben zu retten, den Schatz zu finden und dabei so ziemlich jede Handlung zu vollführen, die man von einem waschechten Bukanier zu erwarten hat. Das Spiel ist dabei sehr gut auf Gelegenheitsspieler ausgerichtet, es erwartet wenig Erfahrung und bietet eine stringente und spannende Storyline. Diese wird ohne große Umschweife direkt durchgespielt, immer mal wieder unterbrochen von Zwischensequenzen. Grafisch kann man sich dabei genussvoll in die Karibik versetzen lassen, denn insbesondere Wasser- und Lichteffekte sind klasse anzuschauen.
Natürlich sollte man aber nicht allzu viel Forderndes erwarten, da insbesondere die Kämpfe recht einfach gehalten sind, trotz neu zu erlernender Moves bietet das Spiel fast ausschließlich simple Klick-Action. Die Steuerung ist denkbar einfach gehalten, was Anfänger freut, Profis aber schnell ermüdet. Schön ist, dass sich Wassergefechte, Enter-Arien, Schwertkämpfe und Landspektakel abwechseln. Nicht so schön ist, dass diese Dinge alle recht schnell an Innovation verlieren.

Ok, man sollte vielleicht dazu sagen, dass die Entwickler von Ascaron hier ihren ersten Gehversuch in Sachen Action unternommen haben, da sich die Erfolge des deutschen Teams bislang eher auf Wirtschaftssimulationen im Piratengenre konzentrierten. Von denen gibt es dann auf der DVD auch gleich drei (3 !!!) Spiele quasi geschenkt als Bonus mitgeliefert, was den Fan freuen wird. Wer also nicht nur die Action liebt, sondern obendrauf noch wissen will, woher die Ascaron-Jungs ihre Fähigkeiten haben, der kann sich bei „Patrizier II“, „Port Royale“ und „Piraten: Herrscher der Karibik“ sozusagen die wirtschaftliche Seite des Piratenhandels aneignen. Ein Rundumpaket also; mal eine neue Idee.

[Lars]

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www.ascaron.com

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