Game-Tipp

„Bomberman"

published: 16.03.2007

"Bomberman" ist für die PSP erhältlich. (Fotos: Konami)"Bomberman" ist für die PSP erhältlich. (Fotos: Konami)

Der gute Bomberman ist ein Verwandter des Pac-Man - sozusagen, denn er ist mittlerweile 24 Jahre alt (also zwei Jahre jünger als der Gelbling) und ebenso umtriebig. Seit seinem ersten Auftreten 1983 hat der kleine Roboter mit dem TV-Kopf nichts Besseres zu tun gehabt, als in mehr als 20 verschiedenen Spielumsetzungen aufzutauchen und seine kleinen Bomben zu legen. Es gibt Foren im Internet, die die Herkunft des Kleinen diskutieren, den Bomberman als eine eigenständige Rasse bezeichnen und ihm eine Hintergrundgeschichte andichten, doch als dies fällt aufgrund der simplen Spielmechanik schwer zu glauben. Das ist mit anderen Helden der ersten Stunde wie Pac-Man ähnlich – oder ist etwa der gelbe Kreis Teil einer Rasse super-intelligenter Außerirdischer?

Naja, ist auch egal, denn Bombermans neuestes Abenteuer erscheint jetzt als Umsetzung für die PSP und bietet wieder eine Menge klassischen Spielspaß. Und eine abstruse Story um die Rettung des Universums vor fiesen Aliens (oder waren es Roboter? Ach, egal!), die die ganze Galaxis einer Art Schatten-Hirnwäsche unterzogen haben. Klar, der TV-Kopf muss los und die Schatten wegbomben. Hä? Story hin oder her: Das Prinzip der Spiele ist immer dasselbe – sieht man von einigen obskuren Ablegern wie „Bomberman: Act Zero“ ab. Wiederum hat man ein Labyrinth (oder besser: mehr als 100) vor sich, ein paar Aliens (mehr süß als fies) und muss sich mit Hilfe kleiner explosiver Geschenke den Weg freiräumen. Dabei sammelt man hilfreiche Gegenstände ein, wie etwa Explosionsverstärker, schnelle Laufschuhe oder Zeitzünder. So kann man anfangen, sich eine Taktik für die schwereren Level zurechtzulegen.

Und da wird „Bomberman“ für die PSP dann doch dem Ruf eines neuen Spiels gerecht, denn die Boni, die man sammelt, kann man quasi einlagern anstatt sie sofort zu verbrauchen, was allerdings auch den Nachteil hat, dass man sie im Spiel mit Extra-Knöpfen erstmal auslösen muss, was ein lästiges Rumgetippe zur Folge hat. Aber ansonsten ist das Spiel wie die anderen Teile zuvor auch ein schönes Geschicklichkeitsspiel, das viel Taktik und einiges an Fingerspitzengespür erfordert. Keine lange Story, keine Abschnitte, sondern einfach einhundert Level voller Freude.

Die kann man am besten in kleinen Dosen in der Bahn oder auf dem Schulhof spielen, denn nach längerer Zeit ist das Spiel nicht mehr ganz so reizvoll – dann fehlt die Innovation. Der wirkliche Ausgleich dazu kommt ins Spiel, wenn man mit Hilfe des Game-Sharing (keine weitere UMD nötig), seine Freunde auf eine Partie einlädt und sich fröhlich gemeinsam durch die Level bombt. Da wird die PSP dann zum Wunderwerk gemeinschaftlichen Spaßes und macht ihrem Ruf als Multiplayer-Tool alle Ehre. Sehr lustig.

[Lars]

Links

Weitere Infos

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung