Game-Tipp

"Project Gotham Racing 4"

published: 08.01.2008

"Project Gotham Racing 4" ist für die Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft)"Project Gotham Racing 4" ist für die Xbox 360 erhältlich (Foto: Microsoft)

Die ewige Dualität von Rennspielen - die Gradwanderung zwischen realistischer Simulation und spaßtreibender Spielbarkeit - ist schon häufiger ein Thema dieser Rezensionen gewesen. Dabei sind die extreme Fun ("Need For Speed") und Realismus ("Gran Tourismo") nur eine Möglichkeit. Eine weitere wäre der goldene Mittelweg.

Das Paradebeispiel dieser Gattung ist eindeutig "Project Gotham Racing", dessen vierter Teil exklusiv für die Xbox 360 erschienen ist. Das Spiel ist wie bereits sein Vorgänger eines der besten, um das Potenzial der Konsole voll auszureizen. Hier wird mit brillanter Grafik ein riesiger Aufwand betrieben, um die Wagen über die virtuellen Strecken zu jagen. Es sieht so realistisch aus, dass man sich in Momenten an ein Fernsehbild erinnert fühlt (die TV-Werbung zum Spiel beweist es eindringlich).

Mit der Grafik hört der Simulationsaspekt nicht auf. Die Realität findet auch in Sachen Lizenzen Einzug. Es gibt 130 geniale Fahrzeuge im Fuhrpark: von Ferrari bis Porsche ist alles dabei. Neu an "PGR4" ist, dass jetzt nicht nur Autos um die Kurven brettern, sondern auch Zweiräder dem Spiel eingefügt wurden. Jetzt dürfen auch endlich die Fans der Bikes aus dem Vollen schöpfen und über die ebenfalls originalen Stadtkurse in Tokio, Shanghai, London oder New York brettern.

Ein Screenshot aus Ein Screenshot aus "Project Gotham Racing 4" (Foto: Microsoft)

Doch was sag ich? "Brettern" ist das falsche Wort, denn jetzt kommt der Fun-Faktor ins Spiel. Neben einem im vergleich mit "Forza" oder "GT" einfacheren Fahrgefühl der Fahrzeuge, das aber dennoch genial die einzelnen Fahrzeuge und ihre Handhabung einfängt, gibt es noch einen Teil des Spiels, der nicht so ganz die Realität einfängt. Es geht nämlich bei den Rennen nicht mehr nur um die schnellsten Runden, sondern vielmehr um den richtigen Style beim Fahren.

Wer coole Autos designen will, halte sich an "Need For Speed" oder "Juiced". Wer jedoch seinen Fahrstil an das Outfit des Autos anpassen möchte, der braucht Kudos. Das sind Stilpunkte, die es bei "PGR" für ultracooles Fahren gibt. Das bedeutet, wer im Windschatten seiner Gegner hängt, um Kurven driftet, als gäbe es keine Schwerkraft, oder lange Sprünge macht, die Colt Seavers alt aussehen lassen, der hat Kudos.

Wer das möglichst lange macht, möglichst schwierige Manöver bringt, also ganze Kudos-Kombos abräumt und dabei auch noch als erster durchs Ziel fährt, der fährt Kudos-Sterne ein. Das ist ein zusätzliches (und neues) Bewertungssystem, für das man sich dann Bonus-Features - neue Designs, Autos etc. - freischalten kann. Und das ist der Fun-Teil des Spiels, für den sich "PGR4" am meisten lohnt. Rennen fahren kann jeder, aber mit derben Kudos durch Tokio driften und dabei cool aussehen, das ist wirklich eine Kunst. Beweist doch, dass ihr cooler seid.

[Lars]

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www.pgrnations.com

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