Game-Tipp

"Gran Turismo 5: Prologue"

published: 26.04.2008

"Gran Turismo 5: Prologue" ist exklusiv für PS3 erhältlich (Foto: Sony)"Gran Turismo 5: Prologue" ist exklusiv für PS3 erhältlich (Foto: Sony)

Unter allen Rennspielen, die es seit Jahren auf dem Markt gibt, ist die "Gran Turismo"-Reihe der Klassenprimus. Hier wurde seit Beginn mit extremem Realismus gearbeitet und alle Fans sind schon gespannt, wie sich die Reihe denn nun auf der PlayStation 3 so machen wird. Mit "Gran Turismo 5: Prologue" wird dieser Wunsch nun wahr, aber irgendwie auch nicht ganz, denn "Prologue" bedeutet so etwas wie Vorspiel, Einleitung oder Auftakt. Im Klartext, ihr kauft hier nicht das neueste Spiel, sondern nur einen Vorgeschmack auf das neue Spiel, das dann hoffentlich zu Weihnachten in den Läden steht.

Und mit dem "Prologue" hat es dann auch so seine Tücken. Da wäre zum einen die Auswahl der Strecken, die sich nur auf sechs (in Variationen) beschränkt. Die Auswahl der Wagen mit knapp 70 von allen wichtigen (und teilweise exotischen) Herstellern ist da schon deutlich besser. Leider kann man jedoch auf die wenigsten davon zugreifen bis man sich durch das Spiel gekämpft hat, denn jedes dieser Autos kosten kräftig Credit Points, die man in den Events erstmal erfahren muss. Und bis dann zwei Millionen für den F1-Boliden eingefahren sind, vergehen schon mal ein paar mehr Stunden – vor allem mit Wiederholungen, denn diverse Events benötigen bestimmte Fahrzeuge. Und wenn dann nur sechs Strecken zur Verfügung stehen, wird es schnell langweilig. Aber das war ja bereits in den anderen Teilen das Problem. Viele Runden dreht man geradezu mechanisch, um die Kohle einzufahren. Und da am Anfang auch nur die C-Klasse frei ist, die B- und die A-Klasse freigeschaltet werden können, sind auch die Events beschränkt. Man kann dann zwar noch die versteckte S-Klasse freischalten, aber das reißt es auch nicht heraus. Denn bis zur S-Klasse ist auch kein Tuning erlaubt, was gerade die Herausforderungen, wie Zeitrennen, nahezu unmöglich hart abzuschließen macht. Und neue Teile darf ich auch nicht kaufen, was sonst den Witz an GT ausgemacht hat. Bleibt zu hoffen, dass man nur den Prolog derartig gekürzt hat und das offizielle GT5 dann besser wird.

Schon im Prolog besser geworden ist dafür die KI des Spiels, die es jetzt wunderbar realistisch macht, wenn auch eure Gegner in Überholmanövern Unfälle bauen und das Spiel unvorhersehbar wird. Das ist klasse. Ebenso wie auch die Fahrphysik, die euch wiederum direkt ans Steuer der unterschiedlichen Boliden holt. Ein solches Gefühl hat man sonst nirgendwo. Nur da, und zwar genau da, endet wie schon bei allen anderen Teilen von GT der Realismus. Bis heute hat man es in dieser "Real Driving Simulation" nicht geschafft, ein Schadensmodell einzubauen. Das bedeutet, man kann ohne Strafe oder Beulen seine Gegner in den Kurven anrempeln. Schade, ohne Schaden! Aber bei so schicken Boliden kann man das fast noch verstehen, denn die Grafik ist geradezu traumhaft. Vo bildschönen Hintergründen gleiten die perfekt designten Fahrzeugen durch einzeln animierte Zuschauerkulissen. Wow, was für eine Optik! Aber eben nur eine Optik.

Als Vorgeschmack auf das große Spiel ist "Prologue" gut - aber eben nur als Vorgeschmack. Zu wenig vom Original-GT-Feeling bleibt hier erhalten, als dass man sich lange damit beschäftigen möchte. Wer großer Fan der Serie ist, der kann den Sommer natürlich damit überbrücken. Wer Abwechslung und Herausforderung braucht, der sollte bis zum Winter warten oder aber "Forza 2" spielen.

[Lars]

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