Game-Tipp

"Mario Kart Wii"

published: 08.06.2008

Mario Kart Wii ist exklusiv für die Wii erhältlich (Foto: Nintendo)Mario Kart Wii ist exklusiv für die Wii erhältlich (Foto: Nintendo)

Bereits seit 25 Jahren sind die Brüder Mario und Luigi, zwei italienische Handwerker, kontinuierlich damit beschäftigt, die arme Prinzessin Peach aus den Klauen des monströsen Schurken Dowser zu befreien. Durch diverse Spiele, TV-Serien und einen Film (mit Bob Hoskins als Mario) ist der kleine wuselige Mann zu Nintendos Parade-Maskottchen geworden. Und natürlich gibt es neben den klassischen Plattform-Spielchen auch schon diverse Ableger, wie Partyspiele, Sportspiele sowie eben auch die Rennspiele "Mario Kart", dessen neuster Teil nun für Wii erscheint.

Dabei geht es wie immer im Nintendo-Universum weniger um Innovation in Sachen Game-Konzept, denn mehr um die Spielbarkeit und das Handling. So ist "Mario Kart Wii" bestimmt kein Vorzeigespiel, wenn es um photorealistische Grafik, Simulationsfeeling oder innovative Spielideen geht. Zu sehr schockieren immer noch die pixelige Grafik (für eine Next-Gen Konsole), die nur um einige neue Sprenkel erneuerten Spielsysteme und das grottenschlechte Online-System. Aber der Reihe nach: Die Grafik ist solide, spaßig und bietet die bekannten Figuren aus der Mario-Welt, kann aber selbst mit anderen Wii-Titeln nicht wirklich mithalten. Mal ganz davon zu schweigen, dass Wii ja längst nicht mit PS3 oder Xbox 360 konkurrieren kann.

Die Spielsysteme von "Mario Kart Wii" sind größtenteils dieselben, wie in allen Teilen vorher. Kritiker nennen das Langeweile, andere nennen es Beständigkeit. Mit "Mario"-Titeln erlebt man keine großen (unangenehmen) Überraschungen. Alle Mario-Freunde sind dabei, einige neue Charaktere dazu gekommen. Bekannte Lieblingsstrecken wie die skurrile Rainbow Road sind wieder zu finden, aber auch ein paar neue sind addiert worden – insgesamt 32 sind für das Spiel schon recht üppig. Man fährt in drei Klassen (50 cc, 100 cc und 150 cc) und kann entweder Karts fahren – oder, und das ist neu, auch auf Motorrädern Platz nehmen. Für jeden Charakter stehen vier Bikes und vier Karts zur Auswahl, alle mit Vor- und Nachteilen, teils speziell für die einzelnen Charaktere abgestimmt. Das ist klasse und tatsächlich wichtig für die Steuerung und die Renntaktik. Überhaupt liegt darin ein echtes Plus des Spiels, denn die Steuerung ist genial einfach zu lernen, intuitiv und flüssig. Mit dem neuen Wii-Lenkrad, das dem Spiel beiliegt, bringt es gleich noch mehr Spaß. Da sitzt man schon mal vor dem Fernseher und kippt den Kurven entsprechend nach rechts oder links auf die Couch, um noch den Slide hinzubekommen.

Wie immer besticht das Wii-Spiel durch die neue Steuerungsmechanik und dadurch, dass es einen mitreißt anstatt nur zu unterhalten. Das ist genial und bringt echt Spaß – vor allem mit ein paar Mitspielern, die alle um die Kurven schlittern wollen. Dann kommt auch der echte Ehrgeiz durch, wenn die roten oder blauen Schildkrötenpanzer über die Strecke verteilt werden. Im Gegensatz zum Online-Modus, der leider völlig mies geraten ist. Hier zeigt Nintendo einfach keine Lernfähigkeit – keine Freundeslisten, simple Zwölfer-Rennen und keine Möglichkeit der Kommentierung. Was nützt es, wenn man vor dem Fernseher sitzt und in Stille gegen andere Leute spielt, die genau so gut auch NPCs sein könnten. Schade, denn gerade das sonst so witzige Gameplay von "Mario Kart" lädt zum gemeinsamen Spiel ein. Nur zu Viert auf der Couch wird die Grafik auf dem Split-Screen noch schlechter und pixelt brutal. Spaß bringt das Spiel trotzdem, nur über die Mankos muss man halt hinwegsehen. So ist das manchmal mit den Kult-Klassikern.

[Lars]

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Links

www.mariokart.com/wii

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