Game-Tipp

"Top Spin 3"

published: 09.08.2008

"Top Spin 3"  ist für PS3, Wii und Xbox 360 erhältlich. (Foto: Take 2)"Top Spin 3" ist für PS3, Wii und Xbox 360 erhältlich. (Foto: Take 2)

Es ist ein Hin und Her mit Sportspielen. Da geht es hin mit dem Spielspaß und her mit der Authentizität. Da sagen die Einen, man muss möglichst einfach und toll steuern können, die Anderen behaupten, dass alles möglichst echt und voller Optionen sein soll. Und im Tennis, als dem virtuellen Ableger versteht sich, geht es hin zu "Virtual Tennis" oder doch her zu "Top Spin"?

Mit "Top Spin 3" jedenfalls hat Take 2 einen neuen Versuch auf dem Markt gebracht, dem weißen Sport seine Authentizität wiederzugeben. Denn bislang war es doch eher so, dass man nur im richtigen Moment auf das Knöpfchen drücken musste und alles war paletti im Lob-, Stop- oder Slice-Himmel. Das ist bei "Top Spin 3" nicht mehr der Fall, denn hier kommt einfach alles auf Positionierung, Timing und jede Menge Glück an. Damit sieht das Spielgeschehen zwar genial echt aus, schon alleine, weil Federer und Co. nicht mehr wie die Duracell-Hasen durch die Gegend heizen, aber Spielfreude kommt nicht immer auf. Teilweise sind Steuerung und Timing so kompliziert geworden, dass man als Anfänger keinen einzigen harten Ball gespielt bekommt. Immer wenn man zu früh die Taste drückt oder nicht am rechten Fleck steht, geht entweder gar nichts, oder der Ball flauscht über das Netz, so dass der Return einen vom Platz fegt. Gerade die Positionierung verzeiht nicht mal Millimeter, was angesichts der Darstellung der Flugbahn schwierig zu rechtfertigen ist.

Auch sonst ist das Hin und Her zu deutlich. Das Hin: verbesserte Realität durch Tagesform, Motivationslöcher durch schlechtes Spiel oder grafische Umsetzung von anstrengenden Spielen (Schweißränder!). Das Her: kaum spürbare Veränderungen durch diese Form, Motivationslöcher und Co. Wenn dann auch noch meine Spielfiguren einerseits teilweise eigenmächtig ideale Positionen einnehmen, aber im Gegenzug nicht mal hechten, strecken oder reagieren, dann ist das irritierend. Dass der Computergegner lange nicht so viele Fehler macht wie das Original auf dem Platz ist da schon fast zu verzeihen.

Highlight des Spiels ist dagegen sicherlich die Erstellung eines eigenen Spielers, der dann einen Karrieremodus durchlaufen kann, bei dem man sich durch Turniere kämpft, auf den mehr als 40 verschiedenen Plätzen des Spiels aufschlägt und schließlich auf die großen Namen wie Federer, Nadal oder Monfils trifft. Und natürlich die Begegnung mit den Helden der Tennis-Hochzeit wie Björn Borg oder Boris Becker.

Wer also ein Fingerakrobat ist, eine hohe Toleranzgrenze für Frustration hat und möglichst real-authentisches Tennis spielen möchte, der ist hier bestens bedient. Anfängern oder Cholerikern sei jedoch empfohlen, sich lieber an die Spiel-, Spaß- und Arcade-Klassiker zu halten: "Virtual Tennis" oder gleich "Everybody's Tennis". Da ist wenigstens alles so einfach, dass man selbst als Anfänger ne echte Chance hat nach Wimbledon zu kommen.

[Lars]

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www.topspin3thegame

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