Game-Tipp

"Spore"

published: 18.09.2008

"Spore"  ist für Apple Mac und PC erhältlich (Foto: EA)"Spore" ist für Apple Mac und PC erhältlich (Foto: EA)

Die Idee ist simple und doch genial. Am Anfang der großen Erfolgsstory von "Spore" stand eine Stadt, die erste virtuelle Stadt: "SimCity". Als das Spiel 1989 auf den Markt kam, war das ein genialer Coup, denn plötzlich konnte man sich kreativ im Städtebau auslassen und sich fast wie ein Gott fühlen. Es folgten in den nächsten Jahren "SimEarth", "SimLife", "SimPark" und viele weitere bis im Jahre 2000 mit "Die Sims" der nächste Kracher vor der Tür stand. Ein Spiel, in dem man seine eigenen Menschen lenken konnte, und zwar ganz alltäglich, vom Job bis zum Schlafengehen. Wow, das gab es noch nie. Und nun, 2008, folgt der dritte Streich mit "SimEverything". Nur ein Scherz. Was für ein Glück, dass Maxis diesen Titel nicht gewählt hat, obwohl er passen würden – das Spiel heißt natürlich "Spore". Aber das mit dem "alles simulieren", das stimmt schon.

Wer "Spore" spielt, der spielt die ultimative Simulation. Der Spieler beginnt mit einem Mikroorganismus und arbeitet sich – und seine Kreatur – von dort durch die gesamte Evolution, bis endlich ein raumfahrendes Völkchen aus dem Viech geworden ist. Selbst dann ist noch lange nicht Schluss.

Aber von Anfang an: Zunächst ist man eine Mikrobe, ganz zweidimensional und verwundbar. Daher muss man sich entwickeln und DNA-Punkte sammeln. Dazu frißt man alles, was kleiner ist, und weicht allem aus, was größer ist. Ganz simpel, oder? Hat man erstmal genug DNA zusammen, wächst die Mikrobe Stück für Stück zum Wesen heran, dem man in jeder Entwicklungsphase – nun dreidimensional – neue Fähigkeiten schenken kann. Diese erhält die Kreatur in Form von Körperteilen, ganz wie wir es aus dem "Spore Labor" schon kennen.

Auch in diesem Teil des Spieles gilt es, den großen Viechern auszuweichen und sich Nahrung zu besorgen, die sowohl aus Pflanzen oder Tieren bestehen kann, je nach Nahrungspräferenz. Wenn dann die Kreatur zu voller Intelligenz gereift ist, folgt im evolutionären Prozess die Stammesphase, in der es gilt, eine Art Dominanz aufzubauen. Hier steht an, die Kultur zu fördern, für Nahrung zu sorgen und sich zu verteidigen – schließlich gibt es überall Konkurrenz. Hätten die Dinos besser gelernt, nach oben zu gucken, wer weiß, ob wir jetzt alle Homo Sapiens wären oder doch was anderes? Jedenfalls muss der Spieler es schaffen, seine Kreaturen als dominante Spezies eines jeweiligen Landes zu behaupten. Dann folgt der nächste Evolutionsschritt.

Nun ist man beim klassischen Zivilisationsspiel angekommen. Letztlich gilt es hier, Waffen zu fertigen sowie Fortbewegungsmittel, Kulturgüter usw. Wer am Ende dieser Phase sein Volk zum Sieg führt, den ganzen Planeten beherrscht und ein Raumfahrzeug entwickelt hat, der darf sich die Galaxis zu eigen machen. Denn im letzten und quasi unendlichen Spielabschnitt geht es darum, die eigene Spezies in das Universum zu befördern und dort zu verbreiten: mit Terraforming, Questen, Diplomatie und sonstige Schnick-Schnack. Wer sich hier nach zig Stunden Spielspaß langweilt, der kann sich dank Internet mit den Spezies anderer Nutzer anlegen, Artefakte der Internet-Gemeinde nutzen oder die Flora und Fauna seiner Freunde downloaden.

Für alle Fans des Spiels sind wie bei "Die Sims" noch diverse Upgrades, Add-Ons und Bonusmöglichkeiten geplant, die dann auch im Internet gespielt werden können. Mit "Spore" ist einfach alles möglich, von der Mikrobe bis zum Herrscher des Universums. Auf geht’s: Das hier ist das genialste Spiel des Jahres, versprochen!

[Lars]

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www.spore.com

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