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Game-Tipp

"Deadly Creatures"

published: 15.03.2009

"Deadly Creatures" ist für Wii erhältlich (Foto: Microsoft)"Deadly Creatures" ist für Wii erhältlich (Foto: Microsoft)

Die Wüste lebt! Das wissen wir nicht erst seit Disneys wohl verrücktesten Film und den Arbeiten von Bernhard Grzimek. Obwohl die Tierchen im Spiel "Deadly Creatures" alles andere sind als possierlich und man schon von Anfang an eher an Gruselfilme und Horrorshows denken muss. Die Helden des Spiels sind nämlich zwei der tödlichsten Kreaturen (deswegen der Titel) des Nordamerikanischen Kontinents und bevölkern die Sonoran Wüste im Süden der USA. Dort jedenfalls sind die zwei Tankstellenwärter Struggs und Wade gerade dabei einen alten Goldschatz aus den Zeiten des Bürgerkrieges zu heben, als sie von unseren Spielhelden beobachtet werden. Hä? Ja! Denn die Perspektive dieses Spiels ist nicht etwa die der Menschen, sondern vielmehr die der kleinen Tierchen, die unter Steinen, in Abwasserrohren und Tunnel hausen. Ihr spielt abwechselnd einen Skorpion mit seinen brutalen Stachelangriffen und eine Tarantel mit unglaublicher Beweglichkeit und schnellen Sprüngen.

Die innovative Idee ein Action-Abenteuer mal aus Sicht der sonst reihenweise niederzumähenden Tiere zu gestalten ist wunderbar gelungen. Nicht umsonst sahnte das Spiel den "Best of E3 2008"-Preis ab. Aus dem Blickwinkel knapp über dem Boden wird die bekannte dreckige Wüstenwelt zum bizarren Schauspiel und einem kommt schon nach wenigen Minuten die wundersame Erkenntnis, dass die Welt um einen herum völlig fremd, riesig, bedrohlich und weitaus gefährlicher ist, als man denkt. Als Spinne mit acht Beinen auch Wände und Decken zu erklimmen und in Winkel und Ecken zu kriechen, die man für unmöglich gehalten hat, ist eine Erfahrung, die man sonst nie machen könnte. Hier muss man den Hut vor den Ideen der Entwickler ziehen und Dankesagen: "Danke, dass ich mal ein Sofa von Innen erkunden konnte und wie im schlechten Horrorfilm mit der Tarantel aus der Kloschüssel auftauchen durfte."

Ja, für sanfte Gemüter und zarte Seelen ist dieses Spiel nichts. Denn die Natur ist brutal und die Frage nach Gut und Böse stellt sich hier nicht (mal abgesehen von Struggs und Wade), denn hier geht es einzig um das Gesetz des Stärkeren. Fressen oder gefressen werden. Richtig? Falsch? Egal, hier gilt natürliche Auslese und bei Gegnern wie der Klapperschlange, der Schwarzen Witwe, dem Gila Monster oder der Gottesanbeterin wird man schnell selbst zum Futter. Dafür wartet am Ende, nach viel Suchen und Kämpfen, die Gelegenheit auf die man eigentlich schon das ganze Spiel wartet: Der Kampf gegen den brutalsten aller Gegner, das Raubtier schlechthin – den Menschen. Und lasst es mich so sagen ... nein, ich verrate nichts. Versetzt euch doch mal in die Lage einer Tarantel. Na, Interesse? Dann los, denn das Spiel hat zwar auch Längen und einige Freiheiten sind nicht so groß wie ursprünglich angekündigt, aber die Idee und die Bewegungen mit der Wii Remote und den NunChucks ist genial. Das muss man einfach mal ausprobieren.

[Lars]

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Links

www.deadlycreatures game.com

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