Game-Tipp

"Skate 2"

published: 20.03.2009

"Skate 2" ist für PS3 und Xbox 360 erhältlich (Foto: EA Games)"Skate 2" ist für PS3 und Xbox 360 erhältlich (Foto: EA Games)

Wenn es einen Skate-Gott gibt, dann heißt sein Vertreter auf Erden Tony Hawk. Und ganz wie in der Kirche dauerte es auch beim Skaten gefühlte Jahrzehnte, bis endlich jemand die Reformation einleitete und einen anderen als den hawkschen Weg ins Skaterparadies verkündete. Als EA Games letztes Jahr "Skate" auf den Markt brachte, war der Jubelschrei groß und dreiviertel der Gläubigen konvertierte zum neuen Glauben. Und wie könnte es da in der Gameswelt anders sein, als dass gleich im frisch gebackenen 2009 ein Nachfolger auf den Markt sollte.

Mit "Skate 2" geht man konsequent den Weg des realistischen Skatespiels weiter, den der Vorgänger eingeschlagen hat. Da sind zum einen die großartigen Animationen der Tricks und Kniffe auf dem Board, da ist zum anderen die geniale aber auch sehr schwer zu beherrschende Physik der Tricks. Nicht so wie bei Hawks Spielen, wo für Showeffekte der Realismus komplett über Bord gehen musste. Nein, bei "Skate 2" ist es eine Glanzleistung, wenn man die Tricks durchzieht und ohne Schrammen und Schürfwunden auf dem Board statt dem Asphalt landet. Verwundungen gehören im übrigen auch zu den Neuerungen des Spiels – also, die realistische Darstellung vom Kampf Haut gegen Straße, den unweigerlich die Straße gewinnt.

Darüber hinaus ist es jetzt möglich, sich durch das neu designte San Vanelano zu Fuß zu bewegen, also auch mal Treppen zu erklettern und Hindernisse zu überwinden. Wie üblich ist die Welt frei erkundbar. Da auch die Grafik und die Soundeffekte wieder sehr schön gelungen sind – mal abgesehen vom eher mickrigen Skater-Designer – ist das Spiel in vielen Punkten sein Geld wert.

Aber es gibt dann doch noch einen Kommentar, den ich hier loswerden muss. Mir ist ja klar, dass bei einer Trendsportart wie Skateboardfahren die Begrifflichkeiten vielmals keine Übersetzung zulassen. Ollies sind nunmal Ollies und Liptricks mit Lippenkunststück zu übersetzen wäre wohl auch sinnlos, aber was dieses Spiel im sprachlichen verbricht, oh je! Die Lokalisation des Spiels hat es sich nämlich nicht nehmen lassen, den coolen Skater-Slang der Subkultur in ein deutschsprachiges Pendant zu verwandeln. Oder eben in das, was man für ein solches hält. Da wird dann schon mal ein "angefreshter Move" abgelassen oder eine Skatesession als "sicke Nummer" bezeichnet. Das bringt jeden Deutschlehrer auf die Palme, versprochen.

[Lars]

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http://skate.ea.com

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