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Kino-Tipp

"Where To Invade Next"

published: 25.02.2016

Filmemacher Michael Moore reist um die Welt und lernt neue Kulturen kennen (Foto: Falcom Media) Filmemacher Michael Moore reist um die Welt und lernt neue Kulturen kennen (Foto: Falcom Media)

Als Oscar-Preisträger Michael Moore 19 Jahre alt war, brach er sich bei einem Besuch in Schweden einen Zeh. Nachdem er in einem örtlichen Krankenhaus verarztet worden war, wollte er die Rechnung bezahlen. Doch es gab keine. Der US-Amerikaner war erstaunt: Das kannte er so nicht aus seinem Heimatland. Und er dachte sich: "Das ist eine gute Idee - wieso haben wir das nicht in den USA?"


Laut dem jetzt 61-jährigen Moore war diese persönliche Geschichte der Antrieb für seine neue Dokumentation "Where To Invade Next". Der Kinofilm zeigt Moore, wie er durch Europa und Asien reist. Er will dort neue Ideen und Konzepte entdecken, denn die US-amerikanische Gesellschaft hält er im internationalen Vergleich oft für rückständig.

Michael Moore WHERE TO INVADE NEXT Trailer deutsch German trailer Kinostart in Deutschland und Österreich am 25. Februar 2016, in der Schweiz ab dem 18. Februar 2016 Offizieller Beitrag Berlinale 2016 Special Presentation Gala von und mit Oscar Preisträger Michae Michael Moore WHERE TO INVADE NEXT Trailer deutsch German trailer

Trailer zu "Where To Invade Next"


In den USA müssen Studenten hohe Kredite zur Studienfinanzierung aufnehmen, in Slowenien hingegen ist das Studium fast umsonst. Auf seiner Reise durch Europa bleibt Moore immer wieder an solchen Fällen hängen. In Frankreich ist das Kantinenessen in der Schule beispielsweise viel gesünder als in den USA. Moore legt den Finger in die Wunden solcher gesellschaftlichen Probleme der Amerikaner und zeigt durch seine Gespräche und Erfahrungen in anderen Ländern Lösungsmöglichkeiten auf, die erwiesenermaßen in dem jeweiligen Staat funktionieren.


Dabei polarisiert der US-Regisseur auch gerne mit Übertreibungen. In Deutschland besucht er beispielsweise eine Bleistiftfabrik, wo die Angestellten nur einige Stunden arbeiten und ansonsten entspannt Bier trinken. Dieses Stilmittel ist sicherlich bewusst gewählt, um die angesprochenen Probleme dem Zuschauer deutlicher und drastischer zu vermitteln.


"Where To Invade Next" ist ein weiterer Dokumentarfilm Moores, der mit seinem Heimatland hart ins Gericht geht. In "Sicko" thematisierte er das Gesundheitssystem der USA und setzte sich für eine Reform ein. In "Bowling for Columbine" problematisierte er die Waffengesetzte in seinem Herkunftsland. Der neue Film spricht nun eine klare Kritik an der Gesellschaftsordnung der USA aus und zeigt, wie es laut Moore sein sollte.



[Jonas Bickel]

Links

"Where To Invade Next" im Web

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