Kino-Tipp

"Schwarze Schafe"

published: 02.08.2007

Von Typen und Themen aus Berlin handelt Oliver Rihs′ Episodenfilm "Schwarze Schafe"  (BBQ Distribution) Von Typen und Themen aus Berlin handelt Oliver Rihs′ Episodenfilm "Schwarze Schafe" (BBQ Distribution)

Auch Satanisten haben es schwer (Foto: Chris Hirschhaeuser)Auch Satanisten haben es schwer (Foto: Chris Hirschhaeuser)

Fred (Kirk Kirchberger) und Arnold (Daniel Zillmann) merken, dass es gar nicht so einfach ist, ein richtiger Satanist zu werden. Wo zum Teufel sollen die beiden angehenden Satansanbeter etwa eine geeignete Jungfrau für ihre Schwarze Messe finden? Mit Problemen zu kämpfen hat auch Handmodel Boris (Marc Hosemann): Er geht beim ersten Date mit seiner Angebetenen, einer Yuppie-haften "Vogue"-Redakteurin, aufs Ganze - und bei dem Versuch, eine Auster zu verspeisen, fast drauf.

Ob Ali, Birol und Halil bei der Schönen landen können? (Foto: Chris Hirschhaeuser)Ob Ali, Birol und Halil bei der Schönen landen können? (Foto: Chris Hirschhaeuser)

Ali, Birol und Halil wollen nur das Eine: Sex. Doch die natürlichste Sache der Welt fällt den drei Chaoten nicht unbedingt in den Schoß. Nicht leicht haben es auch die städtischen Kleinkämpfer Breslin (Robert Stadlober) und Julian (Tom Schilling), die zu Revoluzzer-Zwecken Marihuana im Stadtpark anbauen.

"Schwarze Schafe" ist ein punkiger Episodenfilm mit einer gehörigen Portion Anarchismus. Regisseur Oliver Rihs ließ sich von Typen und Themen in seiner Wahlheimat Berlin zu dieser schwarz-weißen Komödie inspirieren. Liebevoll malt Rihs ein bitter-süßes Potrait einer der schönsten Städte Deutschlands, Berlin, dem "Las Vegas der Subkulturen".

Julian (Tom Schilling) und Breslin (Robert Stadlober) (v.l.) sind pleite (Foto: Chris Hirschhaeuser)Julian (Tom Schilling) und Breslin (Robert Stadlober) (v.l.) sind pleite (Foto: Chris Hirschhaeuser)

Alle Mitglieder dieses tragisch-komischen Randfigurenkabinetts haben eine Gemeinsamkeit: kein Geld. Diesen Notstand zu ändern, egal mit welchen noch so geschmacklosen Mitteln, ist eines der Ziele der neurotischen Protagonisten - Ziele, die verfolgt werden und auf dem Weg verloren gehen.

Seit dem 2. August ist "Schwarze Schafe" in Berlin, Hamburg und München zu sehen. Bundesweit läuft der Film ab dem 30. August in den Kinos. Unikosmos wünscht viel Spaß.

[Jan van Hamme]

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