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Kino-Tipp

"Julieta"

published: 04.08.2016

Julieta (Emma Suárez) fängt an, ihre Geschichte aufzuschreiben (Foto: Tobis) Julieta (Emma Suárez) fängt an, ihre Geschichte aufzuschreiben (Foto: Tobis)

Das Leben einer Frau gerät aus den Fugen, als sie mit ihrer Tochter konfrontiert wird, die sie vor Jahren verlassen hat. Das Melodrama "Julieta" zeigt eine Mutter-Tochter-Beziehung, geprägt von Schicksalsschlägen und Entfremdung.

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Zwölf Jahre hat Julieta (Emma Suárez) ihre Tochter Antía nicht gesehen, als sie Antías beste Freundin auf der Straße trifft. Am Comer See haben sie sich durch Zufall getroffen, erzählt sie ihr. Für Julieta ein Wendepunkt. Hals über Kopf sagt sie ihren geplanten Umzug mit ihrem Partner Lorenzo (Darío Grandinetti) ab und mietet eine Wohnung in dem alten Haus, in dem sie schon mit Antía lebte - damit die vermisste Tochter eine Adresse hat, bei der sie sich melden kann. Und sie beginnt, ihre Geschichte aufzuschreiben. Sie erinnert sich an eine schicksalshafte Zugfahrt, auf der Xoan (Daniel Grao), Antía Vater, in ihr Leben trat. Das gemeinsame Leben, geprägt von Leidenschaft und Eifersucht, sowie den Verlust des geliebten Ehemannes, arbeitet sie langsam auf. Und allmählich erkennt Julieta auch, warum ihre Tochter sie mit 18 verließ.

Szenenbilder aus "Julieta" (7 Bilder)

Szenenbilder aus "Julieta"
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Altmeister Pedro Almodóvar inszenierte mit "Julieta" seinen 20. Film. Wieder stehen starke Frauenfiguren im Vordergrund. Die Geschichte der Mutter Julieta und ihrer Tochter Antía ist inspiriert von Geschichten der Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro. Oscar-Preisträger Almodóvar setzte für die Rolle der Julieta zwei Schauspielerinnen ein. Die junge, unbekümmerte Julieta, verkörpert von Adriana Ugarte, muss schwere Schläge hinnehmen. Als ihr glückliches Leben mit Xoan vom Schicksal beendet wird, fängt sie an zu altern. Mit dem Umzug nach Madrid übernimmt Emma Suarez die Rolle. Die Handlung, die auf zwei Zeitebenen stattfindet, zeigt sich durch den Wechsel deutlich getrennt.


Starke Frauen und große Gefühle machen "Julieta" aus. Der Regisseur spielt mit Farben, nutzt Symbole und bietet mit dem Haus am Meer ein wunderschönes Setting. Dennoch merkt man der Handlung an, dass die Vorlage aus drei Kurzgeschichten ohne Zusammenhang bestand. Die Geschichten um Julietas verlorene Tochter und das erste Treffen mit Xoan in einem Zug lassen sich gut vereinen. Almodóvar bringt aber noch einen weiteren Handlungsstrang in den Film, der nur wenig zum Verlauf beträgt. Ähnlich bleiben in dem Drama auch die Nebenfiguren wie die intrigante Haushälterin auf der Strecke. Ein großer Verlust, denn gerade diese, auf den ersten Blick unwichtig erscheinenden Personen tragen viel zum Handlungsstrang bei. Antías Verschwinden wird auch am Ende nur teilweise aufgeklärt. Durch diese Lücken in Handlung und Logik wirkt das Drama nicht komplett. Und so mag sich mancher Zuschauer die 100 Filmminuten lang fragen, warum diese traurige Handlung ihn doch so wenig berührt.

Originaltitel: "Julieta"; Drama ; Spanien 2016; Regie: Pedro Almodóvar; Drehbuch: Pedro Almodóvar; Produzenten: Esteher García; Schnitt: José Salcedo; Szenenbild: Antxon Gómez; Kostüm: Sonia Grande; Kamera: Jean-Claude Larrieu; Musik: Alberto Iglesias; Darsteller: Emma Suárez, Adriana Ugarte, Daniel Grao, Imma Cuesta, Darío Grandinetti, Rossy de Palma, Michelle Jenner; Laufzeit: 100 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; Verleih: Tobis Film GmbH; Kinostart: 4. August 2016

[Sophie Pröttel]

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