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Kino-Tipp

"Auf der anderen Seite"

published: 20.09.2007

Fatih Akins Drama "Auf der anderen Seite" geht im nächsten Jahr für Deutschland ins Rennen um den Oscar  (Foto: Pandora) Fatih Akins Drama "Auf der anderen Seite" geht im nächsten Jahr für Deutschland ins Rennen um den Oscar (Foto: Pandora)

Der Plot verbindet die Welten der Türkei und Deutschlands miteinander. Der türkischstämmige Germanistikprofessor Nejat (Baki Davrak)kümmert sich um seinen verwitweten Vater Ali (Tuncel Kurtiz). Dieser möchte noch einmal mit einer Frau zusammen leben und bittet die Prostituierte Yeter (Nursel Köse), bei ihm einzuziehen. Eines Nachts kommt es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Ali und Yeter, bei der Yeter stirbt. Ali wird festgenommen, verurteilt und später in die Türkei abgeschoben.

Daraufhin macht sich Nejat in Istanbul auf die Suche nach Yeters Tochter Ayten (Nurgül Yesilcay). Da diese einer politischen Widerstandsgruppe angehört, flüchtet sie nach Deutschland, um der türkischen Polizei zu entgehen. Dort verliebt sie sich in die ebenfalls politisch aktive Studentin Lotte (Patrycia Ziolkowska), die bei ihrer Mutter Susanne (Hanna Schygulla) wohnt. Als Ayten in die Türkei abgeschoben wird, folgt Lotte ihrer Freundin, um sie zu unterstützen. Immer enger verstricken sich die Biographien der Protagonisten.

Hannah Schygulla feiert in "Auf der anderen Seite" ein Comeback (Foto: Public Address)Hannah Schygulla feiert in "Auf der anderen Seite" ein Comeback (Foto: Public Address)

Mit diesem ruhigen und nachdenklichen Film zeichnet Fatih Akin einen krassen Gegensatz zum emotionsgeladenen "Gegen die Wand", dem ersten Teil der Trilogie "Liebe, Tod und Teufel". Dieser zweite Teil beschreibt, wie der Tod eine verbindende Kraft zwischen den Menschen sein kann.

Fatih Akin, der für das Drehbuch von "Auf der anderen Seite" mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, verwebt die verschiedenen Geschichten mit aufmerksamem Blick auf die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen. Rainer Klausmanns Kamera fängt die kontrastreichen Szenerien Hamburgs und Istanbuls sehr plastisch ein. Die schauspielerische Qualität des Films wird vor allem mit Nursel Köse und Hanna Schygulla als Mütter deutlich, die sich selbst allzu sehr in ihren Töchtern wieder erkennen. Dadurch, dass Nejat letztendlich auch lernt, sich mit seinem Vater zu identifizieren, erhalten die letzten Szenen des Films eine Färbung von Akzeptanz und Vergebung.

Deutschland/Türkei/2007 – Regie: Fatih Akin – Länge: 120 Min. - Verleih: Pandora - Darsteller: Ül Yesilcay, Baki Davrak, Patrycia Ziolkowska, Nursel Köse, Tuncel Kurtitz, Hanna Schygulla

[PA]

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