Oscar-Verleihung

"Moonlight" ist "Bester Film" - nach Panne

published: 27.02.2017

Verwechslungspanne bei den Oscars 2017 - statt "La La Land" siegte "Moonlight" in der Kategorie "Bester Film".  "Moonlight"-Schauspieler Mahershala Ali freut sich -  auch über seinen Oscar als "Bester Nebendarsteller"   (Foto: Helga Esteb / Shutterstock.com) Verwechslungspanne bei den Oscars 2017 - statt "La La Land" siegte "Moonlight" in der Kategorie "Bester Film". "Moonlight"-Schauspieler Mahershala Ali freut sich - auch über seinen Oscar als "Bester Nebendarsteller" (Foto: Helga Esteb / Shutterstock.com)

Die 89. Oscarverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles ist Geschichte – und wird auch in eben diese eingehen. Denn die so perfekt in Szene gesetzte Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt sorgte kurz vor Ende für große Verwirrung. Als die Laudatoren Warren Beatty und Faye Dunaway den Gewinner in der wichtigsten Kategorie des Abends, "Bester Film", bekannt gaben, nannten sie fälschlicherweise "La La Land". Die Filmcrew rund um die Schauspieler Ryan Gosling und Emma Stone, die zuvor bereits den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" überreicht bekommen hatte, kam jubelnd auf die Bühne. Produzent Jordan Horowitz begann mit der Dankesrede. Doch dann herrschte plötzlich Unruhe und Moderator Jimmy Kimmel trat schließlich ans Mikrofon. Es hatte eine Verwechslung gegeben. Anstelle des richtigen Zettels mit dem Drama "Moonlight" als Gewinner der Kategorie "Bester Film", hatte sich eine Karte mit der Aufschrift "Emma Stone – La La Land" in den Umschlag verirrt. Filmstar Warren Beatty hatte deshalb zunächst gezögert und den Zettel an Co-Laudatorin Faye Dunaway weitergereicht, die den falschen Gewinner schließlich verkündete. Der wirkliche Preisträger, "Moonlight", musste sich also mit "Second-Hand-Oscars" zufrieden geben, da die "La La Land"-Crew die goldenen Trophäen bereits in den Händen gehalten hatte. Schauspieler Mahershala Ali hatte zuvor immerhin schon A-Ware bekommen. Er erhielt den Oscar als bester Nebendarsteller in "Moonlight".
 

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So turbulent wie das Ende der Verleihung auch war, so wenig herausragend präsentierte sich die restliche Oscar-Nacht. Der von Prominenten gefüllte Saal war zwar ohne Zweifel glamourös, und der Moderator, Late-Night-Talker Jimmy Kimmel, führte mit Wortwitz durch die knapp vierstündige Show. Aber unter den Preisträgern gab es wenig Überraschungen. Das Musical "La La Land" war mit 14 Nominierungen als großer Favorit in die Verleihung gestartet und räumte am Ende sechs Oscars ab, unter anderem in den Kategorien "Bester Filmsong", "Beste Regie" und "Beste Hauptdarstellerin" (Emma Stone). Als bester Hauptdarsteller wurde Casey Affleck, Bruder von Schauspieler Ben Affleck, für seine Leistung im Film "Manchester By The Sea" geehrt. Bester Animationsfilm wurde "Zoomania" und den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt nicht die deutsche Hoffnung "Toni Erdmann", sondern der iranische Film "The Salesman". Dessen Regisseur war es auch, der für den wohl politischsten Moment der Oscars 2017 sorgte. Nach der Wahl Donald Trumps hatten bereits viele Stars ihre Popularität genutzt, um sich gegen den neuen US-Präsidenten auszusprechen. Besonders Trumps Einreisestopp für Staatsangehörige einiger muslimischer Länder löste eine weltweite Empörungswelle aus. Asghar Farhadi, Regisseur von "The Salesman", war der Verleihung wie angekündigt ferngeblieben, um seine Solidarität mit den vom Einreisestopp betroffenen Menschen zu bekunden.
 

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