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TV-Tipp

"Tatort - Todesstrafe"

published: 11.05.2008

Eva Saalfeld (Simone Thomalla) ermittelt im 700. "Tatort" (Foto: Public Address) Eva Saalfeld (Simone Thomalla) ermittelt im 700. "Tatort" (Foto: Public Address)

Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla) sieht der Ankunft ihres neuen Partners angespannt entgegen. Denn dieser ist nicht irgendjemand – mit Andreas Keppler (Martin Wuttke) war sie einmal verheiratet. Viel Zeit für unangenehme Momente bleibt den beiden jedoch nicht. Schon bei seiner Ankunft in Leipzig wird Keppler zum Tatort des ersten gemeinsamen Falls gerufen.

Hans Freytag liegt erstochen in einer Lagerhalle vor einem Boot, auf das das Wort "Todesstrafe" gesprayt wurde. Freytag wurde von den meisten Menschen in der Gegend gemieden, von einigen gar bedroht. Er galt als Kinderschänder, seit seine Frau ihn des sexuellen Missbrauchs an der gemeinsamen Tochter bezichtigt hatte. Doch nicht nur sie schien ein Motiv gehabt zu haben. Die Kommissare stoßen auf einen Verein, der sich dem Schutze der Kinder verschrieben hat und die Todesstrafe für Kinderschänder fordert.

Gleich mehrere Verdächtige und einige Wendungen, die schließlich zum eher unerwarteten Ende führen, machen den 700. "Tatort" zu einem spannenden TV-Krimi. Viel mehr als der eigentliche Fall hinterlassen aber vor allem die beiden neuen Kommissare einen bleibenden Eindruck – gerade im Zusammenspiel. Zwei ehemals miteinander verheiratete Kommissare, die nun zusammen ermitteln sollen – das klingt zunächst befremdlich und hätte leicht schief gehen können. Doch Simone Thomalla und Martin Wuttke schlagen diese Befürchtungen schnell in den Wind. Es macht Spaß, ihnen beim Lösen des Falls zuzusehen, oder wenn sie sich über Kleinigkeiten aufregen, die sie an dem jeweils Anderen schon immer gestört haben.

Simone Thomalla spielt eine selbstbewusste und emotionale Eva Saalfeld, die bei ihren Kollegen äußerst beliebt ist. Ganz anders Andreas Keppler. Martin Wuttke zeigt ihn als schroffen Einzelgänger, der von aufgesetzter Höflichkeit absolut nichts hält. Er ist pingelig genau und detailversessen, womit er den Kollegen gehörig auf die Nerven geht.

Das Duo Thomalla/Wuttke muss den Vergleich mit anderen Tatort-Kommissaren nicht scheuen. Eine derartige Zusammensetzung ist neu und auch sonst lässt sich die Reihe "Tatort" ihr Alter nicht anmerken. Vor allem die dezent eingesetzte Musik ist sehr passend und klingt nach 2008. Auf die nächsten Fälle der beiden darf man gespannt sein. Zwei weitere soll es noch in diesem Jahr geben.

Das Erste zeigt "Tatort - Todesstrafe" am 25. Mai um 20.15 Uhr.

[Lisa Balk]

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