Kino-Tipp

"Ad Astra - Zu den Sternen"

published: 17.09.2019

Astronaut Roy McBride (Brad Pitt) reist zum äußersten Rand des Sonnensystems, um seinen Vater zu finden (Foto: 2019 Twentieth Century Fox) Astronaut Roy McBride (Brad Pitt) reist zum äußersten Rand des Sonnensystems, um seinen Vater zu finden (Foto: 2019 Twentieth Century Fox)

Der Trailer zum neuen Science-Fiction-Film "Ad Astra - Zu den Sternen" schürt hohe Erwartungen: Astronaut Roy McBride (Brad Pitt) erhält den Auftrag, an den äußersten Rand des Sonnensystems zu reisen, um seinen seit 20 Jahren vermissten Vater, den berühmten Kommandanten Clifford McBride (Tommy Lee Jones), aufzusuchen. Dieser scheint nämlich keineswegs tot, sondern quicklebendig zu sein. Er gefährdet durch seine Experimente das gesamte Sonnensystem. Für Roy ist diese Mission aus einem ganz anderen Grund von besonderer Bedeutung. Der Film von Regisseur James Gray kommt am 19. September in die Kinos.

AD ASTRA - ZU DEN STERNEN | Offizieller Trailer | Deutsch HD German (2019)

Gestörte Vater-Sohn-Beziehung

Anders als der dramatische, actionreiche Trailer vermuten lässt, ist "Ad Astra" vordergründig eben kein Action Movie. Vielmehr handelt es sich im Grunde um einen sehr emotionalen Film, der nicht das Klischee des mannhaften Heldens bedient, der niemals weint. Wie immer wieder durch kurze Flashbacks und Voiceovers angedeutet wird, war Roys Verhältnis zu seinem berühmten Vater nicht immer einfach. Die Mission, auf die er sich begibt, ist somit vermutlich seine letzte Chance, ihre Beziehung wieder ins Lot zu bringen - falls er sie überlebt. Denn Roy muss eine wahre Odyssee auf sich nehmen, und hat dabei immer wieder auch mit sich selbst zu kämpfen.

Ad Astra | Official Trailer 2 [HD] | 20th Century FOX

Philosophische Fragen

Auch ästhetisch hat "Ad Astra" eine Menge zu bieten und wirft zudem grundlegende philosophische Fragen auf. Denn angesichts der unendlichen Weite des Weltraums fragt man sich schnell, ob unser Dasein überhaupt eine Bedeutung hat, worin der Sinn des Lebens besteht und ob wir uns anmaßen können, derart rücksichtslos mit unserem Heimatplaneten umzugehen, der doch letztlich unsere Zufluchtsstätte ist. Während letztere Frage eindeutig mit "Nein" zu beantworten ist, lassen die anderen Fragen reichlich Interpretationsspielraum. Sie schicken dich damit ebenfalls auf eine Reise, auf der du - wenn du dich darauf einlässt - möglicherweise
etwas Neues über dich erfährst. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, nicht zuletzt, um die atemberaubende Schönheit des Alls - oder Brad Pitts - auf der Leinwand zu bewundern.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz



Die Autorin: Lena Toschke

Die Autorin: Lena Toschke

Hobby-Autorin, Philosophie-Nerd, Sportfanatikerin, Zeichenfreak: Lena kann sich nur schwer für eine Sache entscheiden. In San Francisco geboren, in Köln, Bremen und Hamburg aufgewachsen, studiert sie nun in Münster Medizin. Sie liebt die Nordsee, ihre Familie, gute Gespräche, vegetarisches Essen und das Gefühl, durch Eigeninitiative etwas erreicht zu haben. Auf Pointer schreibt Lena über aktuelle Themen und Trends rund ums Studium.

Mehr

"Parasite"
"Mit Sicherheit Verliebt"
5 Tipps für eine bessere Uni-Work-Life-Balance

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung