Doku gegen Genitalverstümmelung

Hochschul-Abschlussfilm "In Search..." kommt ins Kino

published: 06.02.2020

Die Dokumentation "In Search..." bricht mit dem Schweigen rund um weibliche Genitalverstümmelung (Foto: Jule Katinka Cramer) Die Dokumentation "In Search..." bricht mit dem Schweigen rund um weibliche Genitalverstümmelung (Foto: Jule Katinka Cramer)

Am 6. Februar ist der internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Ein Thema, dass zu oft ein Tabu ist und über das zu wenig aufgeklärt wird. Um dem entgegenzuwirken, drehte Beryl Magoko gemeinsam mit Jule Katinka Cramer 2018 den Film "In Search...". Es geht um Magoko's eigene Geschichte. Darum, wie sie in jungen Jahren "beschnitten" wurde und wie sie damit umgeht. Ab dem 6. Februar können Zuschauer sie bei dieser sehr persönlichen Reise begleiten - dann kommt die Dokumentation in die Kinos.

"In Search..." - Trailer


Der Dokumentarfilm ist das Abschlussprojekt von Magoko und Cramer an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Beide studierten als Postgraduierte und entschieden sich dafür, ihre Mittel dazu zu nutzen, das wichtige Thema an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Filmverleih Arsenal erwarb die Kinorechte an dem Material und ermöglicht es jetzt vielen Zuschauern, die berührende und hochpolitische Geschichte von Magoko zu erleben. "In Search..." war bereits weltweit auf Filmfestivals zu Gast und erhielt 20 Auszeichnungen, darunter den Publikumspreis Leipziger Ring 2018 und den Nestor Almendros Award for courage in filmmaking auf dem Human Rights Watch Film Festival in New York 2019.




"In Search" verfolgt Magoko auf einem Weg zur Selbstfindung. Mit dem Trauma, das sie durch die Verstümmelung erlitt, will sie endlich abschließen. Zum ersten Mal traut sie sich, mit ihrer Mutter darüber zu sprechen, was vor vielen Jahren geschah. Außerdem erfährt sie von einer neuen Behandlungsmöglichkeit, bei der der entfernte Teil des weiblichen Geschlechtsorgans größtenteils wieder hergestellt werden kann. Wird sie sich dazu entscheiden?
 

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??????????Heute ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung! ???? Regisseurin Beryl Magoko und Jule Katinka Cramer bringen mit „In Search …“ einen sehr persönlichen Film über das Thema ins Kino- 2019 FIRST STEPS nominiert. Eine mutige und entschlossene junge Frau spricht über ihre Erfahrungen bei der weiblichen Genitalverstümmelung und den Wunsch einer rekonstruktiven Operation ihrer Genitalien. Eine Reise zum Frausein - nicht im Kino verpassen! Alle Spielorte und weitere Infos zum Film findet ihr auf der Webseite https://insearch.magoko.net #insearch #BerylMagoko #JuleKatinkaCramer @arsenal.filmverleih #InternationalDayofZeroToleranceforFemaleGenitalMutilation #fgm #terredesfemmes #InternationalerTagNullToleranzgegenüberweiblicherGenitalverstümmelung

— firststepsaward February 6, 2020

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Weibliche Genitalverstümmelung (kurz FGM), beschreibt einen Eingriff, bei dem jungen Mädchen, meist vor dem Alter von 15 Jahren, ein Teil der oder die gesamten äußerlichen Geschlechtsorgane einschließlich des sichtbaren Teils der Klitoris entfernt werden. Besonders verbreitet ist diese Praktik in westlichen und nordöstlichen Teilen Afrikas sowie im Jemen, Irak, in Indonesien und Malaysia. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Frauen betroffen. In den meisten Fällen liegen traditionelle Überzeugungen zu Grunde - etwa die, dass ein Mädchen durch die Verstümmelung zu einer erwachsenen, reinen Frau werde. Die Verstümmelung wird oft unter unhygienischen Bedingungen und fast immer ohne Betäubung durchgeführt. Reguläre Operationsgeräte sind dabei Glasscherben oder Rasierklingen. Den jungen Mädchen weren dadurch unbegreifliche körperliche und psychische Schmerzen zugefügt. Pointer berichtete bereits über eine andere Studentin, die sich gegen FGM einsetzt. Ihre Geschichte findest du hier.

[PA]

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