Kino-Tipp

"Die Känguru-Chroniken"

published: 03.03.2020

Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) und Marie (Rosalie Thomass) geraten durch das Känguru immer wieder in Schwierigkeiten (Foto: X Filme, X Verleih) Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) und Marie (Rosalie Thomass) geraten durch das Känguru immer wieder in Schwierigkeiten (Foto: X Filme, X Verleih)

Eines Tages steht ein Känguru vor seiner Tür und fragt nach Eiern, Milch, einer halben Packung Mehl und einer Pfanne. Im Küchenschrank steht eine Tüte mit der Aufschrift "Halbe Packung Mehl" und ein Karton mit dem Etikett "Film-Milch". Das ist das Leben von Marc-Uwe (Dimitrij Schaad). Schneller als er gucken kann, zieht das Beuteltier mit in seine Berliner Wohnung und gründet mit ihm ein Anti-Terror-Netzwerk. Was dann passiert, kannst du dir ab dem 5. März im Kino ansehen. "Die Känguru-Chroniken" wurde von Dani Levy gedreht. Das Drehbuch stammt von Marc-Uwe Kling.

DIE KÄNGURU-CHRONIKEN - Offizieller Trailer


Die Handlung beginnt ganz genau so: Durch den Spion in der Wohnungstür sieht man eine feuchte, schnüffelnde Kängurunase. Zwei Minuten später wohnt das australische und bekanntermaßen kommunistische Tier bei Marc-Uwe und beschwert sich über einen Mangel an Schnapspralinen. Durch ein unglückliches Missverständnis, bei dem eventuell ein Hund durch die Luft geschossen wurde, verwickeln Marc-Uwe und das Kanguru sich in einen Streit mit Jörg Dwigs (Henry Hübchen). Der Immobilienhai beschließt daraufhin kurzerhand, das Haus, in dem die beiden und alle ihre Freunde wohnen, abzureißen. Das macht das Känguru sauer - und mit dem sauren Känguru ist nicht zu spaßen.
 

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— filmweltgruenstadt February 3, 2020

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Angefangen hat das Leben des Kängurus 2008. Der Liedermacher, Autor und Kabarettist Marc-Uwe Kling erweckte die Figur in dem Podcast "Neues vom Känguru" bei Radio Fritz zum Leben. Ein Jahr und einen Deutschen Radiopreis später erschienen die ironischen, absurden, herzerwärmenden Kurzgeschichten in dem Buch "Die Känguru-Chroniken". Es folgten drei weitere Bücher und viele Fans in ganz Deutschland. Jetzt gibt es die erste Verfilmung von Dani Levy. Der Känguru-Macher Kling übernimmt dabei zwar keine eigene Rolle, leiht aber dem Känguru weiterhin seine markante Stimme. Außerdem verfasste er das Drehbuch, wobei die Schwierigkeit darin bestand, aus den einzelnen Kapiteln, die keinen direkten Zusammenhang haben, eine chronologische Filmhandlung zu machen.
 

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Letzendlich entstand eine Geschichte über Zusammenhalt, den Kampf gegen das Falsche und die Schwierigkeiten, für die ein stures, antikapitalistisches Beuteltier dabei sorgen kann. Die Handlung ist gespickt mit dem Humor, den Liebhaber der Buchvorlage kennen. So eröffnet das Känguru einen streng geheimen Boxclub, zieht bei einem Picknick kalte Eierkuchen aus seinem Beutel und erklärt die skrupellose Partei AZD zu seinem Feind. Subtile Andeutungen sucht man in "Die Känguru-Chroniken" vergebens, der Film bezieht klar Stellung, nimmt sich dabei aber selbst nicht zu ernst.
 

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— filmpalastlueneburg February 2, 2020

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Dass es sich nicht um einem Kinofilm handelt, wie man ihn kennt, wird den Zuschauern schon in den ersten Minuten bewusst. In einem Audio-Kommentar streiten sich Marc-Uwe und das Känguru intellektuell gehaltvoll, zitatenreich und links-politisch darüber, wie man so einen Film denn am besten beginnt. Das Känguru im Film stammt übrigens aus den Händen der Münchner Effektschmiede Trixter. Nahtlose Computeranimation sorgt dafür, dass es in den Rest des Realfilmes passt. Besonders seine Mimik überzeugt in jeder Einstellung. Auch dadurch wird der Zuschauer sofort in die verdrehte Welt des Filmes hineingezogen. Cineasten kommen außerdem durch zahlreiche Anspielungen auf Perlen des amerikanischen Kinos auf ihre Kosten.
 

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— kinowerbung.de February 5, 2020

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Letzendlich ist "Die Känguru-Chroniken" nicht nur etwas für Fans der Buchreihe, sondern auch für alle, die sich nach etwas frischem Wind in der Masse des deutschen Kinos sehnen. Zwischen Gesellschaftskritik, Satire, Ironie, unerwarteten Wendungen und einem flauschigen, schlagfertigen Beuteltier dürften sie kaum etwas vermissen.

Szenenbilder aus "Die Känguru-Chroniken" (12 Bilder)

Szenenbilder aus "Die Känguru-Chroniken"
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Originaltitel: "Die Känguru-Chroniken"; Satire; D 2020; Regie: Dani Levy; Drehbuch: Marc-Uwe Kling; Darsteller: Volker Zack, Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Carmen-Maja Antoni, Henry Hübchen, Tim Seyfi, Adnan Maral, Marc-Uwe Kling; Laufzeit: 93 Minuten; FSK: ohne; Kinostart: 5. März 2020; Verleih: X Verleih

Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Lockenkopf, Katzenfan, Festivalgängerin. Hanna entschied sich nach dem Abitur für ein Gap Year, in dem sie die Luft der Arbeitswelt und die der englischen Küste schnupperte. Am Rande der Großstadt aufgewachsen, fühlt sie sich trotzdem wie eine waschechte Hamburgerin. Hanna verbringt ihre Zeit am liebsten in kleinen Cafés oder vor Open-Air-Bühnen. Außerdem liebt sie „Harry Potter“, Sommernächte, Sushi, Yoga und Palmen. Später macht sie bestimmt irgendwas mit Medien.

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