Black Lives Matter

Gegen Rassismus: Diese Serien regen zum Nachdenken an

published: 04.07.2020

Mit diesen Serien kannst du dich über das Thema Rassismus informieren (Foto: santypan/Shutterstock.com) Mit diesen Serien kannst du dich über das Thema Rassismus informieren (Foto: santypan/Shutterstock.com)

Die aktuelle Black-Lives-Matter-Bewegung macht die Öffentlichkeit auf den Rassismus aufmerksam, mit dem Schwarze Tag für Tag konfrontiert sind. Um auch dein eigenes Verhalten zu hinterfragen, informiere dich über rassistische Strukturen in der Gesellschaft. Diese fünf Serien regen zum Nachdenken an, indem sie die Diskriminierung von Schwarzen auf ganz unterschiedliche Weise thematisieren.

1. "When They See Us"

Im Jahr 1989 wird eine Frau im Central Park in New York vergewaltigt. Daraufhin werden fünf zwischen 14 und 16 Jahre alte afroamerikanische und hispanische Jugendliche angeklagt. Sie werden verhört und unter Druck dazu gezwungen, Geständnisse abzulegen. So kommt es zur unrechtmäßigen Verurteilung. Die Miniserie von Netflix basiert auf einer wahren Begebenheit und verfolgt die Gerichtsprozesse und das Leben der Familien nach der Verurteilung der Jugendlichen. Auch die Situation der Protagonisten bei ihrer Entlassung aus dem Gefängnis und die schwierige Wiedereingliederung werden in der Serie thematisiert. In der vierten und letzten Folge liegt der Fokus auf dem Ältesten der Gruppe, dem bei der Verurteilung 16-jährigen Korey Wise. Dieser wird als einziger der Jugendlichen nach Erwachsenenrecht verurteilt und sitzt seine Strafe nicht in einer Jugendstrafanstalt ab. Die Urteile der Männer werden erst aufgehoben, als sich der wahre Vergewaltiger zu erkennen gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben die "Central Park Five", wie die Jugendlichen genannt wurden, ihre unrechtmäßige Strafe bereits abgesessen. Die Serie zeigt deutlich die Schwächen des US-amerikanischen Justizsystems und die Gefahr einer Vorverurteilung von People of Color auf.
 

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— whentheyseeus February 5, 2020

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2. "Who Killed Malcolm X?"

Am 21. Februar 1965 wird der US-amerikanische Menschenrechtsaktivist Malcolm X ermordet. Das Mordkomplott, das den Bürgerrechtler sein Leben kostete, ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Die Miniserie von Netflix thematisiert die Suche nach der Wahrheit über die Ermordung von Malcolm X. Jahrzehnte nach dem Mord kämpft ein Aktivist für Gerechtigkeit und will die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen. Die Serie diskutiert die damaligen Ermittlungsergebnisse und informiert über die ermittelten Täter und deren Verbleib. Von den nach dem Mordanschlag festgenommenen drei Männern soll nur einer Teil der wahren Geschichte sein. Mithilfe dieser Serie kannst du dich ausführlich über die Ereignisse vor und nach dem Tod von Malcolm X informieren und vielleicht alle Afroamerikaner besser verstehen, die immer noch auf Gerechtigkeit hoffen.
 

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— lilhiko1602 June 14, 2020

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3. "Dear White People"

Schwarze machen im Alltag immer wieder rassistische Erfahrungen. Diese Diskriminierung erlebt auch eine Gruppe schwarzer Studierender an der Eliteuniversität Winchester. Das College ist längst nicht so fortschrittlich, wie es nach außen hin scheint, und so haben die Studierenden täglich mit rassistischen Kränkungen und Anfeindungen zu kämpfen. Als einige weiße Studierende eine Blackface-Party organisieren, wollen die Betroffenen die Situation nicht länger hinnehmen. Sie machen mithilfe der Campus-Medien auf die rassistischen Strukturen an der Universität aufmerksam und lassen sich die andauernde Diskriminierung nicht mehr gefallen. Die Netflix-Serie bringt dir die Situation Schwarzer näher, die Tag für Tag mit rassistischen Bemerkungen, Handlungen und Übergriffen zu kämpfen haben. Auf diese Weise kannst du auch dein eigenes Verhalten hinterfragen und besser auf die Rassismuserfahrungen von People of Color eingehen.
 

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— dearwhitepeople February 3, 2020

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4. "Self Made - Das Leben von Madam C.J. Walker"

Die mittellose afroamerikanische Wäscherin Sarah Breedlove, später Madam C.J. Walker genannt, steigt zu einer erfolgreichen Unternehmerin auf. Mit viel Mut beginnt sie ihre eigenen Haarpflegeprodukte zu verkaufen und baut nach und nach ein ganzes Haarpflege-Imperium auf. "Self Made" erzählt Walkers Aufstieg zu einer der ersten Selfmade-Millionärinnen in den USA. Auf ihrem Weg von der Wäscherin zur Unternehmerin hat Madam C.J. Walker mit vielen Vorurteilen, schwierigen Konkurrenten, einer männerdominierten Geschäftswelt und privaten Problemen zu kämpfen. Trotz der vielen Hindernisse schafft sie es, sich ihren Traum zu erfüllen. Die Netflix-Serie basiert auf der Biografie "On Her Own Ground - The Life and Times of Madam C.J. Walker" der adoptierten Enkelin Walkers und verdeutlicht die Hürden, die auch heute noch vielen Schwarzen beim Karriereaufstieg in den Weg gestellt werden.
 

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— runwaytowellness March 21, 2020

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5. "#blackAF"

Mit dieser Serie nähert sich Netflix dem Thema Rassismus aus einer ganz anderen Perspektive. In der neuen Mockumentary-Serie "#blackAF" geht es um das Leben von Kenya Barris, dem erfolgreichen TV-Drehbuchautor und TV-Produzenten. Der sechsfache Familienvater und Multimillionär spielt sich in der Netflix-Serie selbst. Seine Serien-Tochter Drea begleitet für ihre Bewerbung an einer Filmakademie den Familienalltag mit der Kamera und gewährt den Zuschauern dadurch einen Einblick in das Leben einer achtköpfigen afroamerikanischen Familie mit einigen Millionen auf dem Konto. Trotz ihres Erfolgs und dem großen Reichtum sieht sich die Familie auch im Jahr 2020 mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert. Auf sehr lustige Art und Weise macht die Serie auf diskriminierende Strukturen im Alltag aufmerksam, die weißen Menschen vielleicht gar nicht auffallen. "#blackAF" lockert durch die humoristische Darstellung das ernste Thema Alltagsrassismus zwar etwas auf, prangert aber gleichzeitig die diskriminierenden Strukturen an und schafft Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung von Afroamerikanern. Auch mit der Kritik an "#blackAF" von Seiten einiger afroamerikanischen Kollegen geht Barris offen um und spricht sie in der Serie direkt an.
 

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— blackafnetflix March 26, 2020

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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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