Das Drama "Nomadland" ist mit drei Oscars der Hauptgewinner der diesjährigen Preisverleihung geworden (Screenshot: YouTube-Channel "SearchlightPictures") Das Drama "Nomadland" ist mit drei Oscars der Hauptgewinner der diesjährigen Preisverleihung geworden (Screenshot: YouTube-Channel "SearchlightPictures")
Filmpreis

"Nomadland" gewinnt drei Oscars

Wohl kaum eine Veranstaltung versprüht so viel Glanz und Glamour wie die Oscars. Unter Einhaltung der Pandemiebedingungen hat die Verleihung nun am 25. April 2021 zum 93. Mal stattgefunden. Mit drei Oscars war der Film "Nomadland" von Regisseurin Chloé Zhao der große Gewinner. Insgesamt wurden Trophäen in 23 Kategorien vergeben.
 

Zhao wurde als beste Regisseurin ausgezeichnet. Damit ist die 39-Jährige nach Kathryn Bigelow, die 2009 mit "The Hurt Locker" gewann, erst die zweite Frau, die in der Regie-Kategorie diese Anerkennung erfuhr. Zusätzlich nahm die in den USA lebende Chinesin die Auszeichnung für "Nomadland" als bester Film entgegen.
 


Das Drama erzählt von den modernen Arbeitsnomaden in den Vereinigten Staaten. Es handelt von Trauerbewältigung und Entwurzelung. Zhao hatte diesen Film mit kleinem Budget selbst produziert. Einen weiteren Oscar für "Nomadland" bekam die Schauspielerin Frances McDormand für ihre Hauptrolle als Nomadin Fern, die in einem Auto der Arbeit hinterherreisen muss, nachdem der größte Betrieb ihres Wohnorts schloss.
 


Als bester Hauptdarsteller wurde Anthony Hopkins für seine Rolle im Film "The Father" ausgezeichnet. Er verkörpert darin einen demenzkranken Vater. Der Film wurde außerdem als bestes adaptiertes Drehbuch prämiert. Beste Nebendarstellerin wurde Youn Yuh-jung für den Film "Minari - Wo wir Wurzeln schlagen". Sie ist die zweite asiatische Frau, die in dieser Kategorie geehrt wurde.
 


Bester Nebendarsteller wurde Daniel Kaluuya mit dem Film "Judas and the Black Messiah". Der Preis für den besten internationalen Film ging an die dänische Tragikomödie "Der Rausch" von Thomas Vinterberg. Er erzählt von einer Gruppe von Lehrern, die der Midlife-Crisis mit einem Alkoholexperiment Herr zu werden versuchen.
 


Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bemühte sich, die Veranstaltung in diesem Jahr zu reformieren und sie diverser gestalten. Damit wollte sie der Einschätzung begegnen, die Veranstaltung sei zu "alt, männlich und weiß". Die Verleihung wird in den sozialen Medien seit Jahren mit dem Hashtag #oscarssowhite kritisiert. In diesem Jahr waren insgesamt 70 Frauen nominiert.
 


Um möglichst viele Nominierte einladen zu können, hatten die Organisatoren anstatt des üblichen Dolby Theatre die Union Station in Los Angeles als Veranstaltungsort ausgewählt. Das Bahnhofsgebäude war im Stil der Goldenen Zwanziger gestaltet. Die Nominierten saßen in blaugepolsterten Nischen an runden Tischchen.
 

Regisseur Steven Soderbergh moderierte die Verleihung. Er produzierte die Show in diesem Jahr auch mit. Bei den einzelnen Kategorien gab es zusätzlich wechselnde Moderatoren wie den Hollywood-Star Brad Pitt, die jeweils eine kurze Vorstellung der Nominierten mit Anekdoten zur Person und ihrem Kunstschaffen gaben. Anstelle des besten Films wurden in diesem Jahr die besten Hauptdarsteller zuletzt gekrönt.
 

[PA]

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