Kino-Tipp

"Brüno"

published: 09.07.2009

Historiker in Hotpants: Sacha Baron Cohen als Brüno  (Foto: Universal) Historiker in Hotpants: Sacha Baron Cohen als Brüno (Foto: Universal)

Als Ali G gab er den HipHop-Macho, als Borat den weltfremden und antisemitischen Hinterwäldler, nun kommt Brüno, das neuste Alter Ego des britischen Komikers Sacha Baron Cohen. Als schwuler Modedesinger und Fashion-Reporter demaskiert er erneut jede Menge Normalos, Sternchen und Stars. Von Österreich zieht er aus, um die USA aufzumischen oder die Mode-Woche in Mailand mit einem Klettanzug, an dem einfach alles hängenbleibt, zu sabotieren.

Auch wenn diese Aktion nicht unbedingt eine politische Dimension hat, lustig ist sie allemal. Wenn Brüno allerdings am Gepäckband eines Flughafens ein Paket öffnet, in dem sich sein schwarzes Adoptivbaby befindet, stockt dem Zuschauer vor Empörung der Atem. Als modisches Accessoir sind schwarze Kinder in dieser Saison einfach ein Must-Have, verkündet er kurz darauf in einer Talkshow. Deshalb hat er den Kleinen in Afrika gegen einen iPod eingetauscht....

Nach dem Erfolg von "Borat" holt der britische Starkomiker Sacha Baron Cohen den erste Charakter, den er sich ausdachte, aus der Mottenkiste. Schon in seiner "Ali G Show" schlüpfte Cohen in das Kostüm des österreichischen Homosexuellen Brüno. Nun ist der Unruhestifter wieder da und bringt mit seinen Aktionen und Interviews so manchen vermeidlich Liberalen in Verlegenheit. Und bei aller Komik beweist der Brite nebenbei, dass er ein verdammt guter Schauspieler ist.

Übrigens studierte der praktizierende Jude vor seiner Karriere als Komiker an der englischen Elite-Uni in Cambridge Geschichte. Er schloss sein Studium mit einer Abschlussarbeit über die Bürgerrechtsbewegungen der Afroamerikaner und der Juden in den USA ab.

"Brüno"; USA 2008; Regie und Drehbuch: Larry Charles, Sacha Baron Cohen, Anthony Hines; Kamera: Michael Alba; Darsteller: Sacha Baron Cohen, Richard Bey, Ron Paul, Alice Evans, Trishelle Cannatella, Sandra Seeling, Alexander von Roon, Paula Abdul, David Hill; Länge: 94 Min.; FSK: ab 12, Verleih: Universal; Kinostart: 09. Juli 2009

[Jörg Römer]

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