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Die Drehorte

Vor Ort in Kambodscha

published: 09.12.2009

Die Dreharbeiten mit David Kross und Apinya Sakuljaroensuk fanden mitten in Phnom Penh statt  (Foto: Delphi Filmverleih) Die Dreharbeiten mit David Kross und Apinya Sakuljaroensuk fanden mitten in Phnom Penh statt (Foto: Delphi Filmverleih)

Seinen neuen Film "Same Same But Different" hat Regisseur Detlev Buck in Kambodscha gedreht. Die Geschichte um eine komplizierte Liebe beruht auf den Erlebnissen des deutschen Autors Benjamin Prüfer, der sich auf einer Asien-Reise in eine HIV-infizierte Prostituierte verliebte. Hier schildert Prüfer, an welchen Orten gedreht wurde:

"Ein großer Teil des Filmes wurde in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, gedreht. Wer sie sieht, wird kaum glauben können, dass sie vor dem Indochinakrieg als schönste Stadt Asiens galt: Heute ist sie ein Sammelsurium aus verwitterten Wohnblöcken der 70er Jahre, armseligen Wellblechhütten und spiegelverglasten
Bauprojekten chinesischer Investmentfirmen, dazwischen vereinzelte, oft zerfallene Gebäude aus der französischen Kolonialzeit. Die Straßen sind überfüllt mit Motorrollern, deren Abgase und Lärm die Luft füllen.

Nach einem Monsunregenschauer steht das Wasser in manchen Straßen kniehoch. Noch heute spürt man die Folgen eines apokalyptischen Ereignisses: 1975 evakuierten die Roten Khmer die gesamte Bevölkerung der Stadt aufs Land, um sie dort Bewässerungsanlagen bauen zu lassen. Ihr größter Teil starb an Hunger und Krankheit.

Nach dem Ende des Regimes 1979 kehrten nur 30 Prozent zurück. Die leer stehenden Häuser wurden von Flüchtlingen vom Land in Besitz genommen. Daher wird man noch heute kaum einen Einwohner der Stadt finden, der Phnom Penh als seine Heimat nennt. Es ist ein Ort, an den man zum Arbeiten kommt. Reisbauern kommen nach der Ernte hierher, um Cyclos zu fahren, Mädchen, um in Textilfabriken zu arbeiten oder anschaffen zu gehen. Fragt man sie, wo sie zu Hause sind, nennen sie in der Regel eine kambodschanische Provinz. Das Resultat ist eine Stadt, die ungeliebt, vernachlässigt und seltsam ungeordnet ist - doch das ist auch, was heute ihren melancholischen Charme ausmacht.

Boeng Kak

Einige Szenen von "Same Same But Different" spielen in einem Guesthouse in Boeng Kak, dem Touristenviertel der Stadt. Jede Stadt in Asien hat ihre Backpackergegend. Aber jene von Phnom Penh ist einzigartig: Sie liegt auf einem Gelände am Ufer eines Sees, das einst ein Park war. Heute ist es von armseligen Wellblechhütten bedeckt. Da viele der Bewohner sich kein Land kaufen konnten, nahm man das in Anspruch, das niemandem gehörte – den See. Sie bauten ihre Häuser auf Stelzen im Wasser. Als die ersten Touristen nach Phnom Penh kamen, machten sie aus dieser Zwangslösung einen Vorteil. Sie eröffneten auf Stelzen im Wasser gebaute Gästehäuser, von deren Terrassen aus Reisende den Sonnenuntergang über dem See genießen können.

Nirgendwo kommen sich Armut und Tourismus näher als in Boeng Kak. Heute trifft man auf ein buntes Viertel, dessen enge Gassen von Restaurants, Internetcafés, Reisebüros und Gästehäusern gesäumt sind. Die Straßen sind gefüllt mit westlichen Touristen, die unter der Last ihrer Rucksäcke leiden, gelangweilten Prostituierten, Bettlern und spielenden Kindern. Wenn man als Tourist nach Boeng Kak kommt, wird man in der Regel von einem Tuk-Tuk-Fahrer mit der Frage 'Mister! You wan‘ smoke?' begrüßt. Doch das Viertel, wie es im Film gezeigt wird, ist schon heute Geschichte: Eine koreanische Investmentfirma hat den See in Besitz genommen und große Teile bereits zugeschüttet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bewohner vertrieben werden.

Kompong Chhnang

Einige Szenen wurden in einem Dorf in der Nähe der Provinzstadt Kompong Chhnang gedreht, die am See Tonle Sap liegt. Die Ebene um den größten See Südostasiens ist das Kernland Kambodschas: endlose Reisfelder. Zwischen denen stehen Zuckerpalmen, die es nur in Kambodscha und im Süden Vietnams gibt. Wer genau hinsieht, wird sehen, dass an vielen Palmen kleine, am Stamm befestigte Sprossen in die Krone führen. Der Saft der Palme dient vergoren als Wein, mit ihren Blättern decken die Bewohner der Region ihre Häuser.

Die Häuser stehen auf Stelzen, denn in der Regenzeit tritt der Tonle Sap über seine Ufer und überschwemmt weite Teile des Landes. Das Leben der Einwohner dreht sich um die Reisfelder, den See und die buddhistische Pagode. Ein Stromnetz gibt es hier nicht. Am Abend, wenn sie von den Reisfeldern zurückgekehrt sind, treffen sich die Familien unter ihren Häusern und essen im Schein von aus Autobatterien gespeisten Neonleuchten Fisch und Reis und trinken ihren selbstgemachten Palmwein."

Hier geht es zur Homepage des Films. Seinen neuen Film "Same Same But Different" hat Regisseur Detlev Buck in Kambodscha gedreht. Die Geschichte, die auf den Erlebnissen des deutschen Autors Benjamin Prüfer basiert, der sich auf einer Asien-Reise 2003 in eine HIV-infizierte Prostituierte verliebte, ist mitreißend und erschütternd zugleich. Hier schildert Prüfer, an welchen Orten gedreht wurde.

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Homepage des Films

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