Kino-Tipp

"Avatar - Aufbruch nach Pandora"

published: 17.12.2009

"Avatar - Aufbruch nach Pandora"  (Foto: 20th Century Fox) "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (Foto: 20th Century Fox)

James Camerons neuer Film "Avatar – Aufbruch nach Pandora" wurde ohne Frage als der Hollywood-Blockbuster des Jahres geplant. Kaum ein Film sorgte schon im Vorfeld für so viel Diskussionsstoff wie der aufwändig produzierte Science-Fiction-Streifen des Star-Regisseurs ("Titanic", "Alien"). "Avatar" soll das Film-Erlebnis für immer verändern, sogar von einer Revolution des Kinos ist die Rede.

Bereits vor 15 Jahren hatte James Cameron die Idee zu dem Film, damals ließ sich das Projekt aus technischen Gründen jedoch noch nicht umsetzen. Dank neu entwickelten 3D-Kameras, verbessertem Performance-Capture-Verfahren und ausgeklügelten Effekten kann der Regisseur jetzt aus dem Vollen schöpfen – und erschafft ein Kinoerlebnis der besonderen Art.

Szenenbilder aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (24 Bilder)

Szenenbilder aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora"
Szenenbilder aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora"
Szenenbilder aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora"
Szenenbilder aus "Avatar - Aufbruch nach Pandora"


Auf Tuchfühlung mit den Eingeborenen

Im Jahre 2154 sind die Rohstoffe der Erde fast aufgebraucht. Auf dem Mond Pandora befindet sich jedoch ein Mineral, das die Energiekrise der Menschen lösen könnte. Um Informationen über die Ureinwohner Pandoras, die Na’vi, zu erhalten, haben Wissenschaftler das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Avatare sind gentechnisch entwickelte Hybride, die menschliche DNS und die DNS der Na’vi in sich tragen.

Nach dem Tod seines Bruders bekommt der querschnittsgelähmte Ex-Soldat Jake Sully (Sam Worthington) die Chance, dessen Avatar zu übernehmen. Bei der Aussicht, wieder laufen zu können, sagt Sully sofort zu. In der Hülle des Avatars verliebt er sich jedoch in die Na'vi-Frau Neytiri (Zoë Saldana). Anstatt die Eingeborenen für das Militär auszuspionieren, findet Sully auf Pandora eine neue Heimat – ein folgenreicher Konflikt nimmt seinen Lauf…

Schwache Story, schöne Bilder

Zugegeben, die Story mit Ökobotschaft zählt nicht unbedingt zu den Stärken des Films. Ureinwohner, die von fremden Besatzern ausgenommen werden, bis sie schließlich zum Gegenangriff übergehen und eine Liebesgeschichte, die an "Pocahontas" erinnert – eigentlich kein Stoff, mit dem man Oscars gewinnen kann.

Über Schwächen der Story sieht man allerdings gerne hinweg, sobald man die ersten Bilder der Fantasiewelt Pandora erblickt. Durch die 3D-Optik, die sparsam aber effektiv zum Einsatz kommt, und sehr real wirkende Animationen genießt man als Zuschauer jedes Detail des faszinierend bunten Urwalds.

Was im Trailer noch unspektakulär und farblich unpassend erscheint, wirkt im Kino durch entsprechenden Sound und prächtige Bilder imposant und beeindruckend. Ob "Avatar" auf dem heimischen Bildschirm überzeugen kann, ist fraglich. Auf der Leinwand erwartet den Zuschauer jedoch ein bildgewaltiges Kinoerlebnis, das sich lohnt und Spaß macht.

"Avatar - Aufbruch nach Pandora"; USA 2009; Regie: James Cameron; Musik: James Horner; Darsteller: Sam Worthington, Zoë Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi, Joel David Moore, CCH Pounder; FSK: ab 12 Jahren; Kinostart: 17. Dezember 2009; Verleih: 20th Century Fox

[Svenja Mertens]

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Links

www.avatarmovie.com

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