Kino-Tipp

"Unsere Ozeane"

published: 25.02.2010

"Unsere Ozeane" beeindruckt mit faszinierenden Unterwasser-Aufnahmen  (Foto: Galatee) "Unsere Ozeane" beeindruckt mit faszinierenden Unterwasser-Aufnahmen (Foto: Galatee)

Mit seinem Blockbuster "Avatar" entführte uns James Cameron in eine faszinierende Welt fantastisch anmutender Kreaturen und begeisterte die Zuschauer mit den beeindruckenden Bildern eines fremden Planeten. Die neue Dokumentation "Unsere Ozeane" von den Regisseuren Jacques Perrin und Jacques Cluzaud zeigt jetzt auf eindrucksvolle Weise, dass wir keine Science-Fiction-Filme brauchen, um unbekannte Wesen und Lebensräume zu entdecken. Schon in den ersten Minuten des Doku-Films trifft der Zuschauer auf Kreaturen, die direkt aus dem Horror-Streifen "Alien" entsprungen sein könnten.

In die Weltmeere abtauchen

Perrin und Cluzaud, die mit "Mikrokosmos" und "Nomaden der Lüfte" bereits große Kino-Erfolge feierten, widmen sich in "Unsere Ozeane" den unbekannten Tiefen unserer Weltmeere. Durch modernste Technik darf sich der Kino-Besucher auf faszinierende, nie gesehene Bilder der noch weitestgehend unerforschten Unterwasserwelt freuen. Dadurch, dass fast komplett auf Kommentare verzichtet wird, kann der Zuschauer voll und ganz die beeindruckende Bilderwelt genießen. Ob Buckelwale, die schwerelos das Wasser durchqueren, Revierkämpfe zwischen winzigen Krebsen am Meeresboden oder eine Walroßmutter, die ihr Junges beschützend zwischen ihren Flossen hält – die faszinierenden Aufnahmen fesseln und faszinieren.

Vergängliche Schönheit der Meere

Ob in Cornwall, am Barrier Reef, in Port Banks oder auf den Azoren – für die Aufnahmen drehte die Filmcrew an 54 Orten rund um die Welt. Dementsprechend brauchte das Team von Tauchern, Technikern und Wissenschaftlern vier Jahre, bis es alle Bilder für "Unsere Ozeane" im Kasten hatten. Herausgekommen ist eine Dokumentation, die ohne viele Worte die Schönheit der Ozeane in den Vordergrund rückt und ein Verständnis für die Welt unter Wasser vermittelt.

Erst am Ende des Films kommt die mahnende Botschaft, wenn Jacques Perrin mit seinem Enkel durch eine Halle mit Überresten ausgestorbener Tierarten schreitet. "Unsere Ozeane" macht dem Zuschauer bewusst, wie empfindlich das Ökosystem auf menschliches Eingreifen reagiert und dass viele Tierarten bereits verschwunden sein könnten, bevor wir überhaupt von ihrer Existenz wissen.

"Unsere Ozeane"; Frankreich 2009; Regie: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud; Darsteller: Jacques Perrin, Lancelot Perrin, Matthias Brandt (als Sprecher); FSK: ohne Altersbeschränkung; Laufzeit: 97 min.; Kinostart: 25. Februar 2010; Verleih: Universum

[Svenja Mertens]

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Links

www.unsere-ozeane.de

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