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Kino-Film

"Das Bildnis des Dorian Gray"

published: 15.04.2010

"Das Bildnis des Dorian Gray" läuft seit dem 15. April in den Kinos  (Foto: Concorde) "Das Bildnis des Dorian Gray" läuft seit dem 15. April in den Kinos (Foto: Concorde)

1891 erschien mit "Das Bildnis des Dorian Gray" der einzige Roman des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Bereits 1915 wurde das Buch zum ersten Mal auf die Leinwand gebracht – als Stummfilm. Es folgten zahlreiche mehr oder weniger gelungene Adaptionen für Fernsehen und Kino. Der vorerst letzte Regisseur, der sich des legendären Werks annahm, ist nun der Brite Oliver Parker. Da er 2002 bereits Wildes Theater-Meisterwerke "Ernst sein ist alles" und "Ein perfekter Ehemann" auf unterhaltsame Art cineastisch umsetzte, sind die Erwartungen hoch.

Dorian Gray (Ben Barnes) ist ein betörend gut aussehender Jüngling, der Einlass in die gesellschaftliche Oberschicht Londons begehrt. Unter dem Einfluss des unmoralischen Lord Henry Wotton (Colin Firth) verkommt er zum narzistischen, verantwortungslosen Hedonisten. Als der Schönling dem Maler Bazil Hallward (Ben Chaplin) Modell für ein Porträt steht, spricht Dorian den Wunsch aus, das Bild möge für ihn altern. Sein Wunsch wird gewährt: Ihm bleiben Jugend und Schönheit trotz aller moralischen, seelischen und körperlichen Verfehlungen erhalten.

"Dorian Gray" (12 Bilder)

"Dorian Gray"
"Dorian Gray"
"Dorian Gray"
"Dorian Gray"


Ein Stoff – so könnte man meinen - von höchster Aktualität, angesichts von Spaßgesellschaft, Jugendwahn und dem Boom bei Schönheitsoperationen. Doch Parker vergibt die Chance, Bezüge zum Zeitgeist zu ziehen. Ebenso wenig schafft er es, der Komplexität der Literaturvorlage gerecht zu werden. Stattdessen wirft er die Nebelmaschine an, lässt die Damen der Aristokratie schrill kichern und schafft einen flachen Horrorfilm mit klischeehaften Grusel- und Erotikelementen. Trotzdem hat der im viktorianischen England spielende Film seinen ästhetischen Reiz - allerdings einen weitaus trashigeren als gedacht.

Großbritannien 2009; Regie: Oliver Parker; Drehbuch: Toby Finlay; Buchvorlage: Oscar Wilde; Darsteller: Ben Barnes, Colin Firth, Ben Chaplin, Rebecca Hall, Fiona Shaw, Emilia Fox; Laufzeit: 118 Minuten; FSK: ab 16 Jahren; Kinostart: 15. April 2010; Verleih: Concorde

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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Links

www.doriangray-derfilm.de

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