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Kino-Tipp

"The Fighter"

published: 07.04.2011

Mark Wahlberg war für seine Verkörperung des Micky Ward für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert (Foto: Senator Film)Mark Wahlberg war für seine Verkörperung des Micky Ward für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert (Foto: Senator Film)

Die Story

Auf der Siegerstraße des Lebens befindet sich Micky Ward (Mark Wahlberg) sicher nicht. Aus der Kleinstadt Lowell in Massachusetts, in der das einzig Aufregende der vergangenen Jahre die Rezession war, hat es der Sohn einer großen Arbeiterfamilie nie herausgeschafft. Die Beziehung zur Mutter seiner Tochter ist gescheitert und für den Lebensunterhalt teert er Straßen. Selbst im Boxring, dem einzigen Ort, an dem Micky noch auf Erfolg hoffen kann, läuft es trotz Ehrgeiz und vollem Körpereinsatz nicht rund. Sein älterer Halbbruder Dicky (Christian Bale), früher selbst ein gefeierter Boxer, ist eigentlich für das Training zuständig, hat allerdings mit seiner Drogensucht zu kämpfen. Anstatt zum Training zu erscheinen, hängt er nicht selten mit cracksüchtigen Halbkriminellen rum. Alice (Melissa Leo), die Mutter der beiden, bemüht sich derweil als Managerin mehr schlecht als recht, für Micky hochkarätige Kämpfe an Land zu ziehen und gleichzeitig den Familienclan zusammenzuhalten.

The Fighter ?Offizieller deutscher Trailer Micky Ward (MARK WAHLBERG) scheint nicht gerade auf der Überholspur des Lebens zu sein: Er lebt in dem wenig glamourösen Städtchen Lowell als Sohn einer großen Arbeiterfamilie, die Beziehung zur M The Fighter ?Offizieller deutscher Trailer

Trailer zu "The Fighter"



Als Mickys neue Freundin Charlene (Amy Adams) ihn davon zu überzeugen versucht, dass seine Familie bei der sportlichen Karriere eher ein Klotz am Bein ist, will Micky davon zunächst nichts wissen. Doch als Dicky schließlich sogar im Gefängnis landet, ergreift Micky seine letzte Chance und setzt auf eigene Faust alles daran, die Box-Handschuhe nicht dauerhaft an den Nagel hängen zu müssen. Tatsächlich geht es sportlich aufwärts, aber seine ebenso wütende wie enttäuschte Familie stellt er damit vor eine Zerreißprobe. Erst als Dicky aus dem Gefängnis entlassen wird und Micky tatsächlich die Chance bekommt, um die Weltmeisterschaft zu boxen, erkennen alle, dass sie sowohl im Ring wie auch im Leben nur gemeinsam unschlagbar sind...

Komplexes Familiengeflecht

Der Film von David O. Russell ("Three Kings", "I Heart Huckabees") ist zwar die Story eines Aufsteigers, jedoch ist "The Fighter" weit mehr als eine dieser zahllosen Geschichten nach dem bekannten Hollywood-Prinzip: Ein aus aussichtslosen Verhältnissen stammender Kämpfer schafft dank harten Trainings entgegen aller Vorurteile den Weg in die Annalen des Boxports. Denn einerseits basiert "The Fighter" auf wahren Ereignissen, andererseits zeichnet er ein schonungsloses Bild eines Lebens in der amerikanischen Unterschicht und widmet sich neben dem Sport auch dem Thema Familie und familiäre Verantwortung.

Es gehört viel Mut und Einfühlungsvermögen dazu, einen Film zu drehen, in dem der Box-Champ vom cracksüchtigen Halbbruder trainiert wird und die Mutter und Managerin problemlos als Gallionsfigur des "White Trash" durchgehen würde. Hier ist also vorprogrammiert, dass neben fliegenden Fäusten auch Liebe, emotionaler Druck, unterschiedliche Träume, Erwartungen und Weltanschauungen auf Egos, Drogenprobleme und Geltungssucht prallen.

Der Hintergrund

Der von Mark Wahlberg verkörperte "Irish" Micky Ward wurde im Jahr 2000 tatsächlich Weltmeister im Weltergewicht. Und den durchgeknallten Halbbruder Dicky Eklund, der dank seines sensationellen Kampfes gegen Sugar Ray Leonard im Juli '78 zum Helden von Lowell wurde, gibt es ebenfalls. Auch der Rest der Geschichte, die "The Fighter" erzählt, soll sich so oder so ähnlich zugetragen haben.

"The Fighter" (10 Bilder)

"The Fighter"
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Die Darsteller

Christian Bale hat für seine eindringliche Darstellung des Dicky den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen. Wie schon für "The Machinist" hungerte sich Bale etliche Kilos runter - und wirkt als zappeliger, drogensüchtiger und durchgeknallter Looser schmerzhaft authentisch. Auch Melissa Leo, die die rauchende, fluchende und geschmacklose Mutter der beiden ungleichen Brüder verkörpert, wurde verdient mit einem Oscar bedacht. Mark Wahlberg und Amy Adams, die ebenfalls nominiert waren, gingen leer aus.

"The Fighter"; Drama - USA 2010; Regie: David O. Russell; Drehbuch: Scott Silver, Paul Tamasy, Eric Johnson, Keith Dorrington; Kamera: Roger Deakins; Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo; Laufzeit: 117 Minuten; FSK: 18; Kinostart: 7. April 2011; Verleih: Senator

[Sonja Kneißl]

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