Kino-Tipp

"Thor"

published: 28.04.2011

Thor (Chris Hemsworth) muss sich den Respekt seines Vaters erst verdienen  (Foto: Paramount) Thor (Chris Hemsworth) muss sich den Respekt seines Vaters erst verdienen (Foto: Paramount)

Diese 3D-Adaption des Marvel-Comics "Thor" hat es in sich. Das liegt nicht zuletzt an der pompösen Inszenierung des Shakespeare-erprobten Regisseurs Kenneth Branagh, dessen Vorliebe für Familiendramen hier wieder einmal zum Tragen kommt. Denn auch in der Welt der Götter sind Könige und Prinzen nicht vor Eitelkeiten, Eifersüchteleien und Verrat gefeit.

Die Story

In Asgard, dem sagenumwobenen Königreich der Götter, hat sich der mächtige Thor (Chris Hemsworth) als tapferer Krieger einen Namen gemacht. Doch durch eine eitle und rücksichtslose Entscheidung entfesselt der ebenso arrogante Donnergott einen seit Generationen befriedeten Krieg im Götterreich. Zur Strafe wird der uneinsichtige Thor daraufhin von seinem Vater Odin (Anthony Hopkins) auf die Erde verbannt - nun ist Thors Bruder Loki (Tom Hiddleston) Anwärter auf den Thron von Asgard. Der verstoßene Hüne hingegen ist von einen Augenblick auf den nächsten gezwungen, sein Dasein unter den Menschen zu fristen. Die Rückkehr in seine Heimat ist ihm erst gestattet, wenn er gelernt hat, seine Überheblichkeit zu zügeln und seine Kräfte nach den göttlichen Regeln von Asgard zum Wohle aller einzusetzen.

Szenenbilder aus "Thor" (20 Bilder)

Szenenbilder aus "Thor"
Szenenbilder aus "Thor"
Szenenbilder aus "Thor"
Szenenbilder aus "Thor"

Es ist ein harter Aufschlag auf der Erde für Thor – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) und ihr Team nehmen den seltsamen Neuling auf, der direkt vor ihren Augen wie ein Stein vom Himmel fällt. Auch das Militär wird schnell auf den ungewöhnlich kampferprobten Fremden aufmerksam. Denn dieser hadert schwer mit seinem Schicksal und stößt bei der Suche nach seinem Machtsymbol, dem Hammer, immer wieder an die Grenzen der irdischen Welt. Doch dann bietet sich ihm die Gelegenheit zur Bewährung: Ein übermächtiger Gegner, der ausgerechnet von Loki unterstützt wird, beginnt, die Erde mit einem Inferno zu überziehen. Nur Thor ist in der Lage, die Menschheit zu beschützen…

Die Inszenierung

Schnell und spektakulär beginnt die Geschichte um Asgard. Monströse Bilder, unterstützt von einer sagenhaften Schnittfrequenz, machen sofort klar, dass diese Story epische Ausmaße hat. Und so ist es auch. Egal ob auf dem Schlachtfeld, im Thronsaal oder vor den Toren Asgards - die Götterwelt ist ein Ort, der entrückt und unerreichbar scheint. Nicht jedoch die Probleme, die dort herrschen. Und so sind die Dialoge und Konflikte von Göttervater Odin mit seinen Söhnen auch für Erdlinge allzu bekannt. Da scheinen dem deutschen Zuschauer die Methoden des Militärs, die Thors Sturz auf die Erde ergründen wollen, die texanischen Hillbillies, die versuchen, den göttlichen Hammer an sich zu bringen, oder die Wissenschaftler, die mit wundersamen Apparaturen erfolgreich das Weltall untersuchen, exotischer als die Odinsche Familienbande. Schade ist auch, dass das Tempo, welches Branagh zu Beginn seines Films vorzüglich nutzt, zum Ende hin abnimmt und dadurch die Geschichte ein wenig abflachen lässt...

Nichtsdestoweniger ist "Thor" gutes Popcorn-Kino, das nebenbei noch kurzweilig in die nordische Mythologie einführt.

"Thor"; Fantasy/Action USA 2011; Regie: Kenneth Branagh; Kamera: Haris Zambarloukos; Darsteller: Chris Hemsworth, Anthony Hopkins, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Stellan Skarsgård; Laufzeit: 115 Minuten; FSK: 12; Kinostart: 28. April 2011; Verleih: Paramount

[Sonja Kneißl]

Links

www.Thor-Film.de

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