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TV-Tipp

„Wissen ist Macht“

published: 23.01.2006

Eine Tradition der Universität Cambrige ist die jährliche Verleihung akademischer Ehrentitel, die im Rahmen eines Festaktes durch den Kanzler der Universität, Prinz Philip, vorgenommen wird (Foto: ZDF/Vidicom)Eine Tradition der Universität Cambrige ist die jährliche Verleihung akademischer Ehrentitel, die im Rahmen eines Festaktes durch den Kanzler der Universität, Prinz Philip, vorgenommen wird (Foto: Prinz Philip (1992) von DrKiernan lizensiert durch http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) Eine Tradition der Universität Cambrige ist die jährliche Verleihung akademischer Ehrentitel, die im Rahmen eines Festaktes durch den Kanzler der Universität, Prinz Philip, vorgenommen wird (Foto: ZDF/Vidicom)Eine Tradition der Universität Cambrige ist die jährliche Verleihung akademischer Ehrentitel, die im Rahmen eines Festaktes durch den Kanzler der Universität, Prinz Philip, vorgenommen wird (Foto: Prinz Philip (1992) von DrKiernan lizensiert durch http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

Wer hier studiert, der hat´s geschafft. Allein der Name der Universität öffnet beim Bewerbungsgespräch Türen, die anderen wohl immer verschlossen bleiben. Doch bevor den Absolventen von Eliteuniversitäten wie Cambridge oder Oxford eine erfolgreiche Karriere winkt, müssen sich die Bewerber um die begehrten Studienplätze einem harten Konkurrenzkampf stellen. Selbst wenn die angehenden Studenten Schulempfehlungen und entsprechende Zeugnisse mitbringen, wird ihnen die Tür zu einem Vorlesungssaal in Cambridge nicht sofort geöffnet. Erst muss der mündliche Bewerbungstest bestanden werden, ein knallhartes Einzelgespräch mit zwei Professoren, die gezielt nach Schwachstellen der Kandidaten suchen. Bei diesem Test scheitern regelmäßig über zwei Drittel der Bewerber.

Die Kadetten von West Point dürfen in ihrem ersten Jahr nicht einmal die Kaserne verlassen (Foto: ZDF/Vidicom)Die Kadetten von West Point dürfen in ihrem ersten Jahr nicht einmal die Kaserne verlassen (Foto: ZDF/Vidicom)

In einer dreiteiligen Serie schaut Arte hinter die Kulissen einiger der bekanntesten Elite-Universitäten weltweit. Neben der Kaderschmiede Cambridge zeigt die Serie auch das harte Leben der Studenten in West Point, der führenden US-Militärakademie. Chinas kommende Führungskräfte werden in Fudan und Tsinghua bestens ausgebildet. Egal ob Osten oder Westen, die Dokumentation kommt zu dem Schluss: Wissen ist Macht. Und da spielt es keine Rolle, ob die Hochschulen auf knallharte Praxisschule setzen wie in West Point oder das klassische Prinzip von Forschung und Lehre verfolgen wie in Cambrigde.

An der britischen Universität werden vor allem Traditionen gepflegt. Immerhin wurde die Cambridge University bereits 1209 gegründet und besteht heute aus rund 30 Colleges. In vielen Colleges essen die Studierenden und ihre Professoren immer noch allabendlich in traditioneller Robe. Sogar ein eigener Butler steht für die Lehrenden zur Verfügung. Der ist Mitglied der Weinkommission, die jedes Jahr die Keller aufs Neue mit edlen Bordeaux-Weinen bestückt, um sie dort 20 Jahre reifen zu lassen. Erst dann dürfen die Professoren sie bei ihren abendlichen Dinners genießen.

Bei den Naturwissenschaften führt Cambridge die Bestenliste der Unis in Europa an. Bis ins 19. Jahrhundert gab es in England nur zwei Top-Universitäten: Oxford und Cambridge. Noch heute verkörpern sie das Klassendenken der Insel. Auch hier ebnet Geld den Weg an die Spitze. Viele der Studierenden besuchten zuvor keine staatlichen Schulen sondern gingen auf teure Privatschulen. Wer die Auslese der Besten schafft und einen europäischen Pass hat, zahlt dann im Jahr knapp 5.000 Euro für Wohnen und Studieren - weniger als allgemein gedacht. Teuer ist Cambridge vor allem für Nicht-Europäer. Wer als Inder hier Medizin studieren will, der zahlt locker 20.000 Euro jährlich, für Betriebswirtschaftslehre muss man sogar 30.000 Euro Studiengebühr im Jahr berappen.

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