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Kino-Tipp

„Mission: Impossible III“

published: 04.05.2006

Ethan (Tom Cruise) muss seine Frau Julia (Michel Monaghan) beschützen (Foto: UIP) Ethan (Tom Cruise) muss seine Frau Julia (Michel Monaghan) beschützen (Foto: UIP)

Sein wir mal ehrlich: Dass Superheld Ethan Hunt alias Tom Cruise am Ende die Nase vorn hat und die Welt vor dem Schurken rettet, ist jedem klar, der die ersten beiden Teile von „Mission: Impossible“ gesehen hat. Die Frage ist also, was der Superagent diesmal tun muss, um zum dritten Mal das Unmögliche möglich zu machen. Die Antwort lautet: Mehr als sonst, denn so sehr wie im dritten Teil des Action-Abenteuers kam Tom Cruise bisher nicht ins Schwitzen. War Ethan Hunt im ersten Teil seinen Gegnern stets ein Schritt voraus, sprintet er seiner Mission diesmal leicht hinterher, kriegt ordentlich auf die Mütze und stößt an seine Grenzen. Das erinnert stellenweise an Bruce Willis in seinem berühmten blutverschmierten Unterhemd aus „Stirb langsam“, in dem er sich durchboxen muss - immer am Rande der totalen Niederlage.

Ethan wird von Agent Declan (Jonathan Rhys Meyers) unterstützt (Foto: UIP)Ethan wird von Agent Declan (Jonathan Rhys Meyers) unterstützt (Foto: UIP)

Doch bevor es soweit ist, muss Hunt erst einmal zurück in den aktiven Dienst. Den hat er zu Beginn des dritten Teils quittiert. Statt im harten Fronteinsatz Kopf und Kragen zu riskieren, bildet er für den IMF (Impossible Mission Force) lieber den Nachwuchs aus. Zusammen mit seiner Freundin Julia (Michelle Monaghan), die ihn für einen fleißigen Mitarbeiter des Verkehrsministerium hält, führt er ein beschaulich-bürgerliches Leben.

Das ändert sich, als er von seinem Vorgesetzten John Musgrave (Billy Crudup) erfährt, das Agentin Lindsey (Keri Russell) bei einem verdeckten Einsatz gefangen genommen wurde. Zwar hatte sich Ethan geschworen, sein bürgerliches Leben nicht mehr aufzugeben, aber schließlich war die Agentin einst seine beste Schülerin. Und so steigt er doch in das Flugzeug nach Berlin, um Lindsey dort aus den Fängen des Waffenhändlers Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) und seiner Organisation zu befreien.

Bei der Aktion, die katastrophal endet, stoßen Ethan und sein Team auf Datenreste einer Festplatte des Bösewichts. Diese ergeben bei der Auswertung im Labor, dass Davian einen großen Coup plant. Er will die so genannte Hasenpfote in seinen Besitz bringen und meistbietend verkaufen. Um diese Aktion zu verhindern und herauszufinden, um was es sich bei dem begehrten Diebesgut handelt, beschließen Ethan und seine Leute, den Waffenhändler bei einem Besuch im Vatikan zu entführen. Damit schafft sich Ethan in Davian einen mächtigen Feind, der schnell herausgefunden hat, an welche Stelle der Superagent am verwundbarsten ist: seiner Freundin Julia.

Und so beginnt die große Schlacht zwischen Gut und Böse erneut. Diese fällt diesmal dermaßen ausführlich aus, dass die menschlichen Ansätze von Tom Cruise' Filmfigur bescheidener ausfallen als von Regisseur J. J. Abrams und seiner Crew geplant. In über zwei Stunden Film wollte Abrams vor allem die verletzliche Seite seines Superagenten zeigen. Immerhin zeigt Cruise in seiner Rolle sein triumphierendes Zahnpasta-Werbelächeln deutlich weniger als sonst, zu einer Charakterstudie reicht es aber bei weitem nicht. Auf die wurde zu Gunsten der viel zu umfangreichen Actionszenen verzichtet.

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www.missionimpossible.com

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