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Kino-Tipp

„Deutschland. Ein Sommermärchen“

published: 05.10.2006

Gutgelaunt bei der Kino-Premiere in Berlin - Bastian Schweinsteiger (Foto: Public Address) Gutgelaunt bei der Kino-Premiere in Berlin - Bastian Schweinsteiger (Foto: Public Address)

Sepp Herberger hat endlich ausgedient. Die Sprüche des Fußballlehrers („Der Ball ist rund“) werden in Zukunft durch die von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann ersetzt. Der Dank dafür gebührt dem Filmemacher Sönke Wortmann, der mit seiner Kamera so nah wie wohl noch niemand zuvor an die deutsche Fußball-Nationalmannschaft heranrückte. In den Katakomben der WM-Stadien konnte Klinsmann vor seinem Team dann auch sehr deutlich werden: „Die stehen mit dem Rücken an der Wand. Ihr schießt sie heute durch die Wand.“ Gemeint waren in diesem Fall die Fußballer der polnischen Nationalmannschaft, die kurz danach aus dem Turnier schieden. Der Satz, den Klinsmann wohl nie in eine Fernsehkamera gesagt hätte, ist nur einer von vielen intimen Einblicken, die Wortmann in seinem Film zeigt. Die größte Leistung von „Deutschland. Ein Sommermärchen“ ist aber die Konservierung der unglaublichen Euphorie, die über das Land schwappte.

Dabei fängt der Film an, als eigentlich schon alles vorbei scheint. Nach der Niederlage gegen die Italiener wenige Tage vor dem Endspiel am 8. Juli sitzen Klose, Podolski und Co. mit hängenden Köpfen in der Kabine. Ein kluger Einstieg - denn nun spult der Regisseur um Wochen zurück und beginnt mit einem Trainingslager der Nationalmannschaft weit vor Beginn seiner WM-Story. Die Idee dazu kam dem ehemaligen Regionalliga-Fußballer Wortmann als er 2002 „Les Yeux Dans Les Bleus“ von Stéphane Meunier gesehen hatte. Meunier begleitete 1998 die französische Nationalmannschaft mit seiner Kamera auf dem Weg zum Titelgewinn und bastelte aus dem gefilmten Material später eine Dokumentation. Nichts anderes macht auch Wortmann.

Dabei kommt er so nah, dass die Kinozuschauer den Schweiß auf der Haut der Spieler förmlich riechen können. Von der Mannschaftssitzung im Hotel, dem Training auf dem Platz oder dem Abendessen im Hotel hat der Filmemacher alles mitgeschnitten. Die spannendsten Einblicke in das Heiligtum Nationalmannschaft liefern aber sicher die Szenen in den Kabinen, in denen während der Spiele gefilmt werden durfte. Dort steht ein hochemotionaler Jürgen Klinsmann vor den Spielern und motiviert sie mit seinen Ansprachen bis in die Haarspitzen.

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