Kino-Tipp

"Prinzessinnenbad"

published: 01.06.2007

"Kein Heroin und nicht schwanger werde“: Tanutscha, Klara und Mina (von li.) aus Kreuzberg planen ihre Zukunft (Foto: Reverse Angle) "Kein Heroin und nicht schwanger werde“: Tanutscha, Klara und Mina (von li.) aus Kreuzberg planen ihre Zukunft (Foto: Reverse Angle)

"Zwei Sachen: kein Heroin und nicht schwanger werden." Das fällt den drei Freundinnen Klara, Mina und Tanutscha spontan ein, wenn sie über ihre Zukunfts-Wünsche nachdenken. Die drei Mädels kommen aus Berlin-Kreuzberg, sind 15 Jahre alt und kennen sich seit ihrer Kindheit. Aufgewachsen bei ihren allein erziehenden Müttern, machen sie das Berliner Viertel gemeinsam seit Jahren unsicher. Sie teilen dieselben Interessen, gehen zusammen auf Parties, stehen auf ähnliche Jungs oder verbringen die Tage mit Freunden im Prinzenbad, dem örtlichen Freibad. Das Leben auf den Straßen des Viertels hat die Mädels geprägt. Sie sind jung, selbstbewusst und lassen sich nicht so schnell etwas vormachen. Doch an der Schwelle zum Erwachsenwerden muss sich jede von ihnen für einen eigenen Weg entscheiden. Klara wechselt die Schule, Mina möchte mit ihrem Freund zusammen sein, und Tanutscha kämpft mit ihrer Mutter um mehr Freiheit....


Mit ihrem Dokumentarfilm über drei Berliner Mädchen gelingt Regisseurin Bettina Blümner gleich in ihrem ersten langen Film ein eindrucksvolles Jugendportrait. Für „Prinzessinnenbad“ hat Blümer jahrelang immer wieder den Kontakt zu den drei gesucht. So baut sie mit der Kamera eine einzigartige Nähe zu ihren Protagonistinnen auf. Außerdem ist der Film eine Milieustudie über Berlin-Kreuzberg, die jede voreingenommenen Position vermeidet. Beim Internationalen Filmfest in Berlin gewann die Dokumentation den Preis „Dialogue En Perspective“.


Deutschland 2007 - Regie: Bettina Blümner - Darsteller: (Mitwirkende) Klara, Mina, Tanutscha, FSK: ohne Altersbeschränkung, Verleih: Reverse Angle

[Jörg]

Links

www.prinzessinnenbad.de

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