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Kino-Tipp

"Drachenläufer"

published: 18.01.2008

Unbeschwert genießen die Freunde Amir (Zekeria Ebrahimi) und Hassan (Ahmad Khan Mahmidzada) (v.l.) ihre Kindheit im Afghanistan der 70er Jahre (Foto: Paramount Vantage)Unbeschwert genießen die Freunde Amir (Zekeria Ebrahimi) und Hassan (Ahmad Khan Mahmidzada) (v.l.) ihre Kindheit im Afghanistan der 70er Jahre (Foto: Paramount Vantage)

Marc Fosters neuer Film "Drachenläufer" dreht sich um Freundschaft und große Träume: "Ich träume davon, dass mein Sohn als guter Mensch aufwächst, als freier Mensch", erklärt der Afghane Hassan im Film. "Ich träume davon, dass du eines Tages das Land unserer Kindheit besuchst. Davon, dass wieder Blumen in den Straßen blühen und Drachen am Himmel fliegen."

Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Freundschaft zwischen den beiden Jungen Amir und Hassan, die aus zwei verschiedenen Gesellschaftsschichten in Afghanistan stammen. Amir, aus reichem Elternhaus, hat sich vorgenommen, einen Wettbewerb im Drachensteigen zu gewinnen und Hassan, dessen Eltern Bedienstete sind, hilft ihm als sein "Drachenläufer". Eine enge Freundschaft entsteht, Hassan und Amir wachsen wie Brüder auf.

Doch die politischen Verhältnisse ändern sich und die Freunde werden getrennt. Amir wandert mit seinen Eltern in die USA aus und führt dort ein behütetes Leben, während sein Jugendfreund in einem zerrissenen Land mit wechselnden Herrschaftsstrukturen, Guerillakriegen und Talibanherrschaft groß wird.

Später, als Erwachsener, wird Amir von seiner Vergangenheit wieder eingeholt. Um zu helfen, Hassans von Talibankämpfern entführten Sohn zu finden, kehrt Amir nach Afghanistan zurück. Sein Heimatland ist ihm inzwischen fremd und die gefährliche Suche wird gleichzeitig eine Reise in die eigene Vergangenheit. Der Film "Drachenläufer" erzählt eine Geschichte von Schuldgefühlen und von dem Wunsch nach Vergebung.

Amir (Khalid Abdalla) kehrt erst als Erwachsener in seine Heimat zurück (Foto: Paramount Vantage)Amir (Khalid Abdalla) kehrt erst als Erwachsener in seine Heimat zurück (Foto: Paramount Vantage)

In beeindruckenden Bildern wird ein Land gezeigt, das die meisten von uns nur aus den Fernsehnachrichten kennen und dann vor allem mit Gewalt, Krieg und Terror in Verbindung bringen. Diese Realität lässt der Film keineswegs außen vor, bringt dabei aber auch die Geschichte des Landes in Form eines packenden Dramas näher. Während man das Land in Zentralasien sonst nur mit erschreckenden, aber unpersönlichen Bildern in Verbindung bringt, zeigt dieser Film eine mitreißende, menschliche Seite.

Ein anderes Drama spielt sich parallel in der realen Welt ab: In Afghanistan darf "Drachenläufer" wegen einer Vergewaltigungsszene nicht gezeigt werden. Laut "Spiegel Online"-Berichten mussten die Hauptdarsteller bereits vor Anlaufen des Filmes in Sicherheit gebracht werden.

"Drachenläufer" basiert auf einem Roman des in den USA lebenden afghanischen Autors Khaled Hosseinis. Der deutsch-schweizerische Regisseur Marc Foster machte sich bereits mit Filmen wie "Monster's Ball", "Wenn Träume fliegen lernen" und "Schräger als Fiktion" einen Namen.

USA 2007 – Regie: Marc Forster – Darsteller: Khalid Abdalla, Homayoun Ershadi, Zekiria Ebrahimi, Ahmad Khan Mahmoodzada, Shaun Toub, Ali Danesh Bakhtyari – FSK: ab 12 Jahre - Verleih: UPI

[Marlene]

Links

www.drachenlaeufer-film.de

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