Soviel Sexappeal wie Los Del Rio haben Shanadoo allemal (Foto: Public Address)Der Blues erklingt am 16. September wieder auf dem Delta Blues & Heritage Festival (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/chrishunkeler/7760010500/in/photolist-xXLeF-8wvmz4-7QMFR3-nDLuE4-241rsE-9izyWs-7VksZh-cuCpMd-cPJ5Lu-7YJz9s-dZCWnc-dAG5A-983MU7-9m7tXc-bAirey-4UkfAv-4wsbAh-6BtBe5-e1c7b-a9cwb1" target="_blank">Bassist</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/chrishunkeler/" target="_blank">Chris Hunkeler</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>)Wird optisch oft mit Nena verglichen – Kira (Foto: Public Address)Klaus Meine von den Scorpions greift in diesem Jahr in Wacken zum Mikro (Foto: Public Address)Touren derzeit mit Robbie Williams durch Deutschland - Orson (Foto: Public Address)Gaben in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz: Gong Li, Michael Mann, Colin Farrell und Jamie Foxx (v.l.).  (Foto: Public Address)„Titan Quest“ ist exklusiv für PC erhältlich.  (Foto: THQ)

Kino-Tipp

"Volver"

published: 04.08.2006

Bei „Volver“ wiedervereint: Penélope Cruz und Pedro Almodóvar (Foto: Tobis)Bei „Volver“ wiedervereint: Penélope Cruz und Pedro Almodóvar (Foto: Tobis)

Einen passenderen Namen als "Volver" hätte sich Pedro Almodóvar für seinen neusten Film nicht ausdenken können. Das spanische Verb bedeutet so viel wie "zurückkehren" oder "zurückkommen". Und Almodóvar kehrt zu vielem zurück und viel kommt auch zu ihm zurück. Etwa die Stars seiner Filme: Bei Hauptdarstellerin Penélope Cruz hatte man fast vergessen, dass sie - inzwischen zum Hollywoodstar und gar zeitweiligen Freundin von Strahlemann Tom Cruise aufgestiegen – ihre Karriere unter der Regie von Spaniens Großmeister begonnen hatte. Auch Almodóvars Muse Carmen Maura drehte nach über 17 Jahren Pause wieder mit ihrem Lieblings-Regisseur. Einst hatte sie der junge Almodóvar in den 80er Jahren mit Filmen wie "Matador" und "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" zum Star einer neuen Generation von Schauspielern in Spaniens noch junger Demokratie gemacht.

Raimunda (Penélope Cruz) sollte man besser nicht reizen (Foto: Tobis)Raimunda (Penélope Cruz) sollte man besser nicht reizen (Foto: Tobis)

Almodóvar selbst wendet sich mit "Volver" ebenfalls seiner Vergangenheit zu und kehrt zu seinen Ursprüngen zurück, die in der Komödie liegen. Jedoch mag der Meister auf die ihm eigene Form der Tragik nicht verzichten, was die rein weiblichen Hauptdarstellerinnen zu Stars einer leicht surrealen Komödie macht. Und die haben, allen voran Penélope Cruz als allein erziehende Mutter mit Mann, einiges auszustehen.

Als Raimunda, gespielt von der hübschen Ibererin, eines Abends nach Hause in ihre Madrider Wohnung kommt, hat ihr nichtsnutziger Ehemann gerade seinen Job verloren und betrinkt sich mit Dosenbier, während im Fernsehen Fußball läuft. Raimunda trägt die schlechte Nachricht mit Fassung. Diese verliert sie allerdings, als sie am nächsten Tag ihren Ehemann tot in der Küche findet, mit einem Messer im Bauch. Raimundas pubertierende Tochter Paula (Yohana Cobo) hat den sexuell zudringlichen Mann in Notwehr umgebracht. Schnell fassen Mutter und Tochter einen Plan: Die Leiche muss beseitigt und der Vorfall unter den Teppich gekehrt werden. Eine ideale Gelegenheit bietet sich, als Raimundas Nachbar ihr den Schlüssel für sein Restaurant anvertraut, weil er Madrid für unbestimmte Zeit verlassen will. In einer Nacht- und Nebelaktion schaffen Mutter und Tochter den Toten in die Gefriertruhe des Lokals. Als dort eine Filmcrew ein Fest feiern will, gibt sich Raimunda kurzerhand als Chefin des Restaurants aus und organisiert die Party, die sie finanziell saniert.

Unterdessen stirbt in Raimundas Heimatdorf in der Provinz La Mancha ihre Tante Paula (Chus Lampreave). Weil Raimunda damit beschäftigt ist, die Leiche ihres Ehemannes zu beseitigen, schickt sie ihre Schwester Sole (Lola Dueñas) alleine zur Beerdigung in die alte Heimat. Als kurz nach der Beisetzung der äußerst lebendige "Geist" von Raimundas und Soles tot geglaubter Mutter Irene (Carmen Maura) auftaucht, gerät die Welt der Familie völlig aus den Fugen. In ihrer Not stellt Sole den vermeintlichen Geist der Mutter als Aushilfe in ihrem illegalen Friseursalon ein, den sie in Madrid betreibt.

Auffallend an Almodóvars Drehbuch ist die für ihn ungewöhnliche Erzählweise. Während sich seine Filme sonst in etliche Erzählstränge unterteilen lassen, die am Ende überraschend zusammenfinden, erzählt "Volver" seine Geschichte eher klassisch von Anfang bis zum Ende.

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