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Kino-Tipp

"Neandertal"

published: 24.04.2008

Guido (Jacob Matschenz) und seine Mutter (Johanna Gastdorf) (Foto: Farbfilm/Tom Trabow)Guido (Jacob Matschenz) und seine Mutter (Johanna Gastdorf) (Foto: Farbfilm/Tom Trabow)

Der Neandertaler hauste einst in einem Tal in der Nähe des heutigen Düsseldorf. In einem Kaff um die Ecke der Geburtsstätte des berühmten Steinzeitmenschen lebt einige tausend Jahre später auch Guido (Jacob Matschenz). Allerdings hat der 17-Jährige das Gefühl, das sich seit der Steinzeit nicht viel in seinem Dorf verändert hat. Aber er würde sich freuen, wären die ganz normalen Probleme eines pubertierenden Provinzlings seine einzigen. Denn schon seit frühster Kindheit leidet er an Neurodermitis. Auch wenn er gelernt hat, mit seiner Krankheit umzugehen, ist jeder Tag ein kleiner Kampf gegen die roten juckenden Stellen auf seiner Haut. Als er mal wieder für längere Zeit ins Krankenhaus muss, beginnt er nach den Ursachen für seine Krankheit zu forschen. Schon bald muss Guido feststellen, dass sein scheinbar heiles Elternhaus nur eine Fassade ist. Vor allem seine Mutter mit ihrem viel zu großen Alkoholkonsum ist das Problem. Also packt der schmächtige Junge seine Koffer und zieht in die coole WG seines älteren Bruders. Hier lernt er den egoistischen Lebenskünstler Rudi (Andreas Schmidt) kennen, der Guido unter seine Fittiche nimmt. Zusammen ziehen die beiden durch die Nächte und Guido lernt so ein neues Leben kennen. Die neu gewonnene Freiheit wirkt sich prompt auch auf seine Haut aus. Die Krankheit geht mehr und mehr zurück und verschwindet fast ganz. Doch dann erhält Guido eine Nachricht von seinen Eltern. Seine Mutter (Johanna Gastdorf) ist im Alkoholrausch schwer gestürzt und braucht seine Hilfe. Was soll er tun...?

Lebenskünstler Rudi (Andreas Schmidt, re) nimmt Guido (Jacob Matschenz) unter seine Fittiche (Foto: Farbfilm/Martin Menke)Lebenskünstler Rudi (Andreas Schmidt, re) nimmt Guido (Jacob Matschenz) unter seine Fittiche (Foto: Farbfilm/Martin Menke)

Mit "Neandertal" gelingt den beiden Regisseuren Ingo Haeb und Jan-Christoph Glaser gleich mit ihrem Kino-Debüt eine gelungene Coming-Of-Age-Geschichte. In dem Film verarbeiten die beiden auch Erfahrungen aus ihrer eigenen Jugend. Haeb, der das Drehbuch geschrieben hat, litt einst selbst an der unangenehmen Hautkrankheit. Trotzdem funktioniert "Neandertal" auch ohne Krankenakte gut als ein Film über die Tücken des Erwachsenwerdens. Das ist vor allem Hauptdarsteller Jacob Matschenz zu verdanken, der schon für seine Leistung in Till Endemanns "Das Lächeln der Tiefseefische" mit dem Max Ophüls Preis als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet wurde.

Deutschland 2006 - Regie: Ingo Haeb, Jan-Christoph Glaser - Darsteller: Jacob Matschenz, Andreas Schmidt, Johanna Gastdorf, Ralf Rockstroh, Tim Egloff, Luana Bellinghausen, Hanna Jürgens, Marc Zwinz, FSK: ab 12 Jahren, Verleih: Farbfilm

[Jörg]

Links

www.neandertal-derfilm.de

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