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Kino-Tipp

"Feuerherz"

published: 29.01.2009

Awet (Letekidan Micae, li.) erhält von einer italienischen Schwester ein Feuerherz als Geschenk (Foto: Senator)Awet (Letekidan Micae, li.) erhält von einer italienischen Schwester ein Feuerherz als Geschenk (Foto: Senator)

Eritrea zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges: Die kleine Awet (Letekidan Micael) wurde als Baby von ihrer Mutter ausgesetzt und wächst seitdem in einem Kloster auf. Betreut von italienischen Nonnen, geht es dem aufgeweckten Kind trotz der Kriegswirren gut. Doch dann stellt sich heraus, dass ihr Vater, angeblich ein mutiger Freiheitskämpfer, noch lebt. Er holt seine Tochter zu sich und seiner neuen Frau. Die ist wenig begeistert von der Idee ihres Mannes, der sich schnell als Aufschneider und Nichtsnutz herausstellt. Denn seine Frau hat mit der Ernährung ihrer Familie schon genug zu tun und viele Mäuler zu stopfen. Also werden Awet und ihre Schwester kurzerhand wieder abgeschoben. Bei "Töchter Eritreas", eine Art Jugendorganisation der Befreiungsarmee, sollen die beiden zu echten Soldaten ausgebildet werden. Weil alle Kinder in dem Camp eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, ist die Zehnjährige zunächst begeistert davon, für ihr Land kämpfen zu dürfen. Doch schnell holt sie das Grauen des Krieges zurück in die Realität. Von nun an beschließt die Kleine, nicht gegen den Feind zu kämpfen, sondern gegen den Krieg selbst....

In einem Camp wird Awet (Letekidan Micae, li.) zur Soldatin ausgebildet (Foto: Public Address)In einem Camp wird Awet (Letekidan Micae, li.) zur Soldatin ausgebildet (Foto: Public Address)

"Feuerherz" von Regisseur und Drehbuchautor Luigi Falorni basiert auf dem gleichnamigen und umstrittenen Bestseller von Senait G. Mehari über ihr Leben als Kindersoldatin in Afrika. Falorni, der für "Die Geschichte vom weinenden Kamel" eine Oscar-Nominierung einheimste, greift die Handlung des Buches aber nur auf und macht daraus eine Parabel gegen den besonders grausamen Krieg der afrikanischen Kindersoldaten. Für seinen Film, der von der eritreischen Regierung übrigens keine Drehgenehmigung erhielt und deshalb in Kenia gedreht werden musste, castete Falorni Laiendarsteller, die das Filmteam in eritreischen Flüchtlingslagern fand.

Die Autorin und Sängerin Senait G. Mehari, die mit "Feuerherz" einen internationalen Bucherfolg landete, geriet nach der Veröffentlichung ihres Bestsellers stark in die Kritik. Nachdem verschiedene Wissenschaftler und Journalisten den Wahrheitsgehalt der Biographie bezweifelten, klagte eine ehemalige Mitschülerin aus dem Camp, die inzwischen auch in Deutschland lebt. Sie sah ihren Ruf durch das Buch geschädigt, das sie als brutale Kommandantin darstellte und bekam nach einem Verfahren vor einem Berliner Gericht Recht.

Deutschland/Österreich 2007 - Regie: Luigi Falorni - Darsteller: Letekidan Micael, Solomie Micae, Seble Tilahun, Daniel Seyoum, Mekdes Wegene, Samuel Semere - FSK: ab 12 Jahren, Verleih: Senator

[Jörg]

Links

www.feuerherz.senator.de

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