Kino-Tipp

"Gnomeo und Julia"

published: 24.03.2011

Bürger Lars Dietrich spricht in der deutschen Version den Gnomeo (Disney)Bürger Lars Dietrich spricht in der deutschen Version den Gnomeo (Disney)

Ende des 16. Jahrhunderts schrieb William Shakespeare seine Tragödie "Romeo und Julia". Sie handelt von zwei jungen Liebenden und deren verfeindeten Familien. Diese Geschichte wird mit dem Animationsfilm "Gnomeo und Julia" neu animiert, denn bei den Protagonisten handelt es sich um Gartenzwerge, die zum Leben erwachen, wenn gerade kein Mensch in der Nähe ist.

Hass oder Liebe?

Die Rotmützen und die Blaumützen sind seit jeher verfeindet und leben in verschiedenen Gärten. Der Sohn der Gräfin Blaublut, Gnomeo, weiß anfangs ganz genau, wo er hingehört, nimmt für seine Sippe an Wettbewerben teil und sabotiert den Feind, wo er nur kann. Als er dann aber plötzlich Julia sieht, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich in die Tochter seines Erzfeindes Graf Zinnoberrot. Ihre gegenseitige Liebe wächst, aber damit auch das Ausmaß des Krieges zwischen den beiden Gärten. Heimlich treffen sie sich immer wieder und Julia berichtet ihrer Freundin, der Froschfrau Nanette, aufgeregt von allem. Doch die Liebe der beiden Zwerge droht an dem Hass ihrer Vormünder zu scheitern.

"Gnomeo und Julia" - Die Figuren


Aus alt mach neu

Diese Verfilmung gibt dem Zuschauer noch einmal einen Einblick in die Handlungsstränge von Shakespeares "Romeo und Julia", bringt jedoch auch viele neue Elemente hinein. Bereits die ironische Ausgangssituation, dass es sich nicht um Menschen, sondern um lebendige Gartenzwerge handelt, rückt die Geschichte in ein anderes Licht. Ganz im Sinne dieser modernen Fassung des Klassikers, läuft die Animation auch im 3D-Format in den Kinos. Aus der Tragödie wird eine Disney-typische Komödie. Die Synchronstimmen von Anke Engelke (Nanette) und Bürger Lars Dietrich (Gnomeo) wecken komische Erinnerungen. Auch an Gesangseinlagen und Hintergrundmusik mangelt es nicht: Unter anderem steuerte der britische Sänger und Songschreiber Elton John Songs für den Animationsfilm bei.

Szenenbilder aus "Gnomeo und Julia" (37 Bilder)

Szenenbilder aus "Gnomeo und Julia"
Szenenbilder aus "Gnomeo und Julia"
Szenenbilder aus "Gnomeo und Julia"
Szenenbilder aus "Gnomeo und Julia"


USA, Großbritanien 2011 - Synchronsprecher: Anke Engelke, Bürger Lars Dietrich, Bernhard Fleischmann, Holger Ponik - Originalsprecher: James McAvoy, Emily Blunt, Michael Caine, Jason Statham, Maggie Smith, Patrick Stewart, Ashley Jensen, Stephen Merchant, Ozzy Osbourne - Regisseur: Kelly Asbury - Autoren: Kevin Cecil, Andy Riley, Rob Sprackling, John Smith, John R. Smith - Genre: Animationsfilm Walt Disney - Musik: James Newton Howard, Sir Elton John, Chris Bacon - Schnitt Catherine Apple - FSK: 6 - Laufzeit: 84 Minuten - Kinostart: 24.03.2011

Interview mit Gnomeo-Sprecher Bürger Lars Dietrich

Die Geschichte von "Romeo und Julia" von Shakespeare wurde ja schon unzählige Male verfilmt. Hast Du eigentlich jemals das Original gelesen?
Bürger Lars Dietrich: "Wir mussten das irgendwann mal lesen, wobei da nicht mehr viel hängen geblieben ist. Also klar, die Grundstory kennt man natürlich. Ich kann mich nur erinnern, dass es so ein Stoff war, der natürlich eigentlich spannend ist, von der Geschichte her, aber sehr trocken serviert wird. Das finde ich ja eben gut, dass man jetzt mit ‚Gnomeo und Julia’ spielerisch damit umgeht."

Wie bist dazu gekommen, die Figur des Gnomeos zu sprechen?
"Der Witz ist, dass ich damals gecastet wurde für ‚Rapunzel neu verföhnt’ und auch damals in die engere Wahl kam. Es gab eigentlich nur zwei Leute, die in der Endrunde waren. Und World Disney Amerika sich dann für Moritz Bleibtreu entschieden, weil der wahrscheinlich von der Stimme her näher am Original war. Dann ist denen aber aufgefallen, dass ich für den Gnomeo sehr gut geeignet wäre und dann kamen sie mit dem Angebot zu diesem Film auf mich zu. Ich habe mich dann eigentlich doppelt gefreut. Auch, weil der Gnomeo mir irgendwie ähnelt."

Schaust Du Dir denn ansonsten Filme im Original an oder bevorzugst du die synchronisierte Version?
"Ich bevorzuge natürlich erstmal die Synchronfassung. Aber es gibt, muss ich selber sagen, auch Filme, die wirklich schlecht und billig synchronisiert sind und dem Film an Substanz rauben - da gucke ich mir dann gerne auch ein Original an. Also, ich komme mit der englischen Sprache schon klar und kann mir auch Filme angucken, in denen nur Englisch gesprochen wird, aber ich liebe eigentlich auch diese Synchronstimmen. Es gibt zum Beispiel Schauspieler wie Bruce Willis und so, wenn der nicht seine Synchronstimme hätte... ich finde das klingt im Original nicht so cool."

Wie muss man sich so eine Synchronisation vorstellen. Sitzt Du dann mit Kollegen wie Anke Engelke in einer Sprecher-Kabine?
"Nein, leider nicht. Das ist beim Synchronisieren wie bei der Musik, wenn Duette gemacht werden. Selbst die nimmt man einzeln auf und meistens kommt der andere irgendwie einen Tag später und singt die dann erst ein, wenn der andere schon längst weg ist. Das ist immer ein bisschen schade, dass man sich nicht direkt sieht am Set vor Ort. So muss man sich das vorstellen. Man ist eigentlich sehr allein mit dem Charakter, also mit dem Blick auf die Person, die man da synchronisiert. Aber es macht trotzdem Spaß, weil der Film sehr lustig ist."

Wie lange hast Du denn dann daran gearbeitet?
"Das ging ziemlich schnell voran. Es ging drei Tage hintereinander."

Der Film spricht ja eigentlich hauptsächlich Kinder an. Warum meinst Du, dass das was für die ganze Familie ist?
"Das ist auf jeden Fall so ein Familiending und das finde ich auch schön. Die Charaktere, klar die sind für Kinder niedlich anzusehen und so und die Story ist Mütter-gerecht. Aber auch die Actionszenen sind für die Väter sehr lustig und der Humor dieser animierten Filme, der ist ja immer sehr generationsübergreifend, wenn man da so an ‚Shrek’ - und genau so sehe ich diesen Film auch. Also der ist genauso gefühlvoll, witzig, traurig und spannend gleichzeitig und das ist genau die richtige Dosis, die ein guter Familienfilm braucht."

Soweit ich weiß, war das Deine erste größere Synchro? Hast Du auf diesem Gebiet denn in nächster Zeit noch was geplant?
"Naja, ich bin gespannt. Ich hoffe, dass sich da noch einmal was ergibt. Es hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich glaube, es ist so ein bisschen mein Ding, wo ich mich auch wohl fühle."

[Merle/Bastian]

Links

Homepage von "Gnomeo und Julia"

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung