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Senta Berger im Interview

"Ich wollte Clark Gable küssen"

published: 20.12.2006

Senta Berger, die Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek der ZDF-Reihe "Unter Verdacht", steht Unikosmos Rede und Antwort (Foto: Public Address) Senta Berger, die Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek der ZDF-Reihe "Unter Verdacht", steht Unikosmos Rede und Antwort (Foto: Public Address)

Am 30. Dezember ist Senta Berger in der Folge „Ein neues Leben“ der ZDF-Krimireihe „Unter Verdacht“ zu sehen. Diesmal gerät sie als Kriminalrätin Dr. Eva Maria Prohacek selbst in Verdacht, einen Mord begangen zu haben. Ihr Vorgesetzter, der opportunistische Dr. Claus Reiter (Gerd Anthoff), schlägt sich auf die Seite der Staatsanwaltschaft und nur Hauptkommissar André Langner (Rudolf Krause) glaubt ihre Version der Ereignisse. Das ZDF sendet „Unter Verdacht – Ein neues Leben“ am Samstag, 30. Dezember, um 20.15 Uhr.

Im Interview spricht Senta Berger bei einem Glas Wein und einer seltenen Zigarette über Angelina Jolie und Brad Pitt, ihre Kinder und darüber, wie es war, eine Filmszene mit ihrem Ehemann Michael Verhoeven zu drehen, mit dem sie seit 40 Jahren verheiratet ist. Sie spricht u.a. über moralische Bedenken bei der Reproduktionsmedizin, Adoptionen, den Wunsch, Clark Gable zu küssen und ihre Begegnung mit ihrem Jugendidol Sophia Loren.

Herzlichen Glückwunsch zu den neuen Filmen der Reihe „Unter Verdacht“.
„Dankeschön, ich freue mich. Es sind komplizierte Filme. Man muss auch mitgehen wollen und mithören wollen und mitlösen wollen. Das stellt einen gewissen Anspruch.“

Es war wahrscheinlich gerade bei „Ein neues Leben“ für Sie als Schauspielerin nicht ganz einfach, die Rolle darzustellen?
„Ich hab mir gedacht, da muss man sehr viel an verschiedenen Gefühlsebenen zusammenbringen. Es reicht nicht, dass die Eva nur verzweifelt oder nur erschöpft ist oder dass sie sich nur verteidigt. Man darf auch nicht vergessen, wie verstört die Eva sein muss, nachdem was sie erlebt hat. Diese verschiedenen Ebenen zusammenzubringen, das ist sehr interessant, aber nicht einfach. Warum soll es auch einfach sein? Es ist schön, wenn Ansprüche an mich gestellt werden. Und diese spezielle Folge hat diese Ansprüche wirklich gestellt. Die Eva kennt man ja als sehr kontrollierte Person, die auf jeden Fall versucht, eine Situation in den Griff zu kriegen. In dieser Szene läuft bei ihr alles total auseinander. Ich hab mir vorgestellt, dass sie auch optisch ganz auseinanderläuft: Ich wollte also bitte kein Make-Up, kein Haar-Styling. Man sollte mich in Ruhe lassen, das musste alles so sein.“

Eine Szene des Filmes „Unter Verdacht – Atemlos“ drehten Sie mit Ihrem Ehemann. Wie war denn das?

Mit Michael Verhoeven ist Senta Berger seit 1966 verheiratet (Foto: Public Address)Mit Michael Verhoeven ist Senta Berger seit 1966 verheiratet (Foto: Public Address)

„Das war ein Gag. Ich habe das Drehbuch nach Hause gebracht und gesagt: ‚Du, nächste Woche drehe ich da eine Szene und da sagt ein Arzt zu mir: ‚Machen Sie sich mal frei, ich will Ihre Lunge abhören.’ Und der Michael sagte: ‚Was sagt der? ‚Machen sie sich mal frei?’ Das sage ICH!’ Und dann haben wir das der Produktion vorgeschlagen und die fanden das wunderbar. Sie haben ihn ein bisschen professoral verkleidet, mit Hemd und kleinem komischen Schleifchen. Und dann hat er die zwei Zahlen 66 und 99 ins Spiel gebracht, was eben nur ein Arzt weiß. Das hat den Sinn, dass die Lunge sich in ihrer ganzen Resonanz ausbreitet. Bei der 66 werden die unteren Frequenzen abgehört und bei 99 die oberen Frequenzen. Wenn der Patient diese Zahlen ausspricht, hört man, was sich öffnet und was sich nicht öffnet. Und was sich in der Lunge nicht öffnet, da ist was. Das hat er sehr schön gemacht und uns hat es Spaß gemacht. Der Michael war ja einmal als junger Bursche Schauspieler, sogar ein sehr bekannter und sehr guter Schauspieler. Er kommt auch vom Theater. Da hat er schon als Kind gespielt: In ‚Pünktchen und Anton’ war er der Anton, in der ‚Schneekönigin’ war er der Prinz. Da gibt es entzückende Fotos von ihm… Also er ist ein Theaterkind, hat sich dann aber ganz der Regie zugewandt. Jetzt hat er zum ersten Mal nach langer, langer Zeit diese kleine Rolle gespielt - als Pointe.“

Dann passte die Rolle für ihn als echten Arzt ja sehr gut. Würden Sie auch gerne mal zusammen mit Ihren Söhnen drehen?
„Wenn es gut ist und passt und wenn es nicht nur aus den offensichtlichen Gründen ein Familientreffen sein soll, schon. Aber bis jetzt hatten wir keine Gelegenheit. Ich denke, dass Simon, der sicherlich jetzt ganz und gar in das Regiefach gehen wird, nichts dagegen hätte, es aber auch nur unter ganz bestimmten Konditionen akzeptiert. Und das ist auch richtig so.“

Ist Ihr Sohn Luca eigentlich auch in der Filmbranche tätig?
„Der weiß es noch nicht genau. Der Luca war jetzt acht Monate in Vietnam mit Plan International und hat da als Praktikant oder Volontär gearbeitet. Jetzt ist er ganz verunsichert über seine Zukunft. Auf der einen Seite hat er diese große Kommunikationsfähigkeit: Er kann besonders gut mit Kindern arbeiten, ihr Vertrauen erwerben. Er hat überhaupt eine mitfühlende Seele. Und während er eigentlich gut spielt, hat er sich noch nicht große Gedanken gemacht. Er hat sich allerdings schon Gedanken gemacht, ob ein Leben in der Öffentlichkeit überhaupt etwas für ihn ist. Und, ich glaube, er sagt nein. Das, glaube ich, möchte er nicht. Kann ich auch verstehen. Also der Luca probiert noch aus und probiert noch herum.“

Bei amerikanischen Stars ist es ja zurzeit praktisch in Mode, sich für Hilfsaktionen in Afrika zu engagieren. Auch die Adoptionen von Madonna und Angelina Jolie gingen durch die Presse und sind dort oft hämisch kommentiert worden. Wie finden sie diese Adoptionen eigentlich?

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