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Romy-Schneider-Filmreihe

published: 09.05.2007

"Die Spaziergängerin von Sans-Souci" war Romy Schneiders letzter Film (Foto: ARD Degeto) ARD Degeto "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" war Romy Schneiders letzter Film (Foto: ARD Degeto) ARD Degeto

Sehr jung, im Alter von 17 Jahren, begeisterte Romy Schneider mit der "Sissi"-Trilogie ein Millionenpublikum als Kaiserin von Österreich. Für den großen Erfolg zahlte Schneider einen hohen Preis, denn ihr war das Klischee der unschuldigen Prinzessin zuwider. Für den Rest ihrer Schauspielkarriere kämpfte sie gegen das "Sissi"-Brandzeichen an und tat viel, um das verhasste Kitsch-Image loszuwerden, da sie fand, es stehe ihrer Entwicklung und Karriere als Charakterdarstellerin im Wege.

Fallengelassen vom deutschen Publikum, orientierte sich Schneider nach Frankreich und wählte ihre Rollen bewusst provokativ aus. Die ARD zeigt in der Romy-Schneider-Filmreihe elf Karrierehöhepunkte aus insgesamt 58 Filmen. "Sissi" ist aus Respekt und in Gedenken an die große Charakterschauspielerin nicht mit dabei.

23. Mai 2007, 0.20 Uhr
"Das Mädchen und der Kommissar"
Frankreich/Italien 1970 Regie: Claude Sautet
Die ARD eröffnet die Romy-Schneider-Filmreihe mit dem Psycho-Krimi "Das Mädchen und der Kommissar", in dem Schneider die Prostituierte Lily verkörpert. Schneider äußerte zu dem Film, sie habe die Rolle angenommen, ohne sie zu lesen.

24. Mai 2007, 0.50 Uhr
"Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen"
Deutschland/Frankreich/Italien 1974 Regie: Claude Chabrol
In "Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen" spielt Romy Schneider eine Ehebrecherin, die des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt wird.

25. Mai 2007, 1.20 Uhr
"Spion zwischen zwei Fronten"
Frankreich/Großbritannien 1966 Regie: Terence Young
In "Spion zwischen zwei Fronten", dessen Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, stellt Romy Schneider eine in deutschen Diensten stehende Spionin dar.

28. Mai 2007, 11.00 Uhr
"Mädchen in Uniform"
Deutschland/Frankreich 1958 Regie: Géza von Radványi
"Mädchen in Uniform", war Romy Schneiders erster Film nach der Sissi-Trilogie. Schneider als lesbische Internatsschülerin wurde von der Sissi-Fangemeinde nicht sehr positiv angenommen.
28. Mai 2007, 0.30 Uhr
"Monpti"
Deutschland 1957 Regie: Helmut Käutner
Ihren ersten Film in Paris drehte Romy Schneider 1957. Ihre Rolle in dieser tragischen Liebesgeschichte beinhaltete, nackt für einen Maler zu posieren.

29. Mai 2007, 10.35 Uhr
"Die Halbzarte"
Deutschland/Österreich 1958 Regie: Rolf Thiele
1958 lernte sie kurz vor den Dreharbeiten zu "Die Halbzarte" Alain Delon kennen und lieben. Mit ihrer Rolle als Skandalbuchautorin verlor sie schließlich die Sissi-Fanbasis in Deutschland und Deutschland verlor eine der größten Schauspielerinnen, die es hervorgebracht hatte, an Frankreich. Nach diesem Film sollte es höchstens noch französisch-deutsch Koproduktionen geben.

29. Mai 2007, 0.20 Uhr
"Gruppenbild mit Dame"
Deutschland/Frankreich 1977 Regie: Aleksandar Petrovic
Für "Gruppenbild mit Dame" wird Romy für die Rolle der Leni mit einem Filmband in Gold des Deutschen Filmpreises als beste Darstellerin ausgezeichnet.

2. Juni 2007, 2.15 Uhr
"Trio Infernal"
Deutschland/Frankreich/Italien 1974 Regie: Francis Girod
In der schwarzen Komödie "Trio Infernal" besticht und schockiert Romy ihr Publikum als Teil eines mörderischen Trios, das vor nichts zurückschreckt.

3. Juni 2007, 1.20 Uhr
"Das wilde Schaf"
Frankreich/Italien 1973 Regie: Michel Deville
"Das wilde Schaf" präsentiert Romy abermals als freizügige Geliebte. Zu dieser Zeit lief ihre Karriere gut. "Das Wilde Schaf" ist einer von vier Filmen, die sie 1973 drehte.

5. Juni 2007, 0.20 Uhr
"Die Spaziergängerin von Sans-Souci"
Frankreich/Deutschland 1982 Regie: Jacques Rouffio
"Die Spaziergängerin von Sans-Souci" sollte der letzte Film sein, den Romy Schneider drehte. Während der Dreharbeiten im Jahr 1981 verunglückte ihr 14-jähriger Sohn David tödlich. Beim Überklettern des Gartenzaunes rutschte David ab und wurde aufgespießt. Romy Schneider widmete den Film David und seinem Vater Harry Meyen.

10. Juni 2007, 1.20 Uhr
"Le Train – Nur ein Hauch von Glück"
Frankreich/Italien 1973 Regie: Pierre Granier-Deferre
Die negativen Reaktionen auf "Le Train – Nur ein Hauch von Glück", in dem sie eine Jüdin spielt, die sich in einen Franzosen verliebt, veranlassten Romy Schneider zu dem Statement: "Für mich gilt im Leben wie hier im Film die Devise: Alles oder Nichts."

Wahrscheinlich war es diese Einstellung, die Romy Schneider völlig in ihren Filmrollen aufgehen ließ und sie zu einer der größten Schauspielerinnen aller Zeiten machte. Am 29. Mai 1982 stirbt Romy Schneider im Alter von 43 Jahren in Paris an Herzversagen, zehn Monate und 24 Tage nach ihrem Sohnes David. Posthum wird ihr auf dem Filmfestival in Montreal der Preis für die beste schauspielerische Leistung in ihrem letzten Film verliehen.

[Jan van Hamme]

Links

ard.de
www.romy.de

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