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Anna Naklab im Interview

Durchbruch mit "Supergirl"

published: 28.08.2015

Die Sängerin Anna Naklab schaffte mit ihrer Cover-Version von "Supergirl" den Sprung an die Chartspitze (Foto: Veit Mette) Die Sängerin Anna Naklab schaffte mit ihrer Cover-Version von "Supergirl" den Sprung an die Chartspitze (Foto: Veit Mette)

Wer an diesen Tagen Radio hört, kommt an „Supergirl“ nicht vorbei. Und wer sich an Reamonns Hit vor 15 Jahren erinnert, reibt sich erstaunt die Ohren: Das ist doch nicht Rea Garvey, der da singt, das ist doch eine Frau! Die heißt Anna Naklab , ist 22 Jahre alt und kann den großen Erfolg ihrer Coverversion des Reamonn-Klassikers noch gar nicht ganz glauben.

Anna stammt aus Northeim bei Göttingen, hat einen normalen Job, spielt gerne Karten oder guckt "Sex And The City". Sie hat sich mit ihrer Gitarre hingesetzt und ins Handy gesungen, das war der erste Schritt zu diesem Erfolg. Die Younotus-Jungs haben ihr im Studio geholfen, Alle Farben sind ebenfalls beteiligt und schon kurz nach Veröffentlichung schießt der Titel an die Chartspitze. Pointer hat mit der Sängerin über ihren Erfolg, ihre Kindheit in Northeim und ihre Ziele gesprochen.

Warum hast Du ausgerechnet "Supergirl" gecovert?

"Das Angebot kam von meinem Management. Ich habe mir den Text durchgelesen und fand es cool, wenn eine Frau singt 'I'm a supergirl'."

Wie und wann hast Du davon erfahren, dass du damit so weit oben in den Charts bist?

"Ziemlich spät. Ich wusste, dass es veröffentlicht wird. Ich wohne in einer Kleinstadt und wenn das Internet aus ist, bekommt man hier nicht so viel mit. Ich hab das dann gegoogelt in den Charts und war sehr überrascht, was da los ist."


Freut sich über den neuen Erfolg seines Freut sich über den neuen Erfolg seines "Supergirls" - Rea Garvey (Foto: Public Address)

Was ist das für ein Gefühl, wenn Dir inzwischen sogar Rea Garvey zu deinem Erfolg gratuliert?

"Es ist komisch. Natürlich kriegt man den Wirbel mit, aber trotzdem scheint es noch in weiter Ferne zu sein. Ich bin ein bekennender Fan von 'The Voice Of Germany' und dadurch kenne ich ihn natürlich und man hat dann das Gefühl ihm dann auch näher zu sein. Wenn er dann meinen Namen ausspricht oder etwas über das Lied sagt, dann ist das schon ziemlich komisch, das zu hören und zu begreifen, was das bedeutet."


Wenn man Supergirl jetzt als ersten Schritt ins Musikbusiness sieht, dürfen sich die Fans jetzt auch auf eigene Sachen von Dir freuen?

"Also ich finde man kann sich auf jeden Fall freuen. Ich freue mich selbst auch sehr zu erzählen, dass ich eigene Songs schreibe und das auch sehr gerne tue. Ich bin mitten in der Arbeit und lerne Leute kennen, die mit mir zusammen arbeiten können. Das ist gerade ein spannender Prozess und ich hoffe, dass demnächst ein Song rauskommt und der hoffentlich gut ankommt. Ich mag ihn sehr! Man hat ja so eine Selbsteinschätzung bei Liedern und das ist so einer meiner Favoriten, die ich gemacht habe."

Gibt es einen Künstler mit dem Du gerne mal zusammen arbeiten möchtest?

"Keiner, der mir so spontan einfällt. Es gibt schon einige Ideen, aber entweder die Leute sind tot oder es ist im Moment noch ein bisschen unrealistisch."

Wen würdest Du denn gerne von den Künstlern nochmal auferstehen lassen?

"Kurt Cobain, mit dem würde ich gerne Songs schreiben. Oder Amy Winehouse, das wäre schon richtig toll!"

Was ist das für ein Gefühl, wenn Du dich selbst jetzt im Radio hörst oder deinen Namen irgendwo liest?

"Es ist so irreal. Man sieht oder hört es, dass der Name im Radio gesagt wird oder irgendwo steht im Internet, aber ich kann das nicht fassen. Ich kann es nicht greifen, was da tatsächlich passiert. Wenn ich jetzt unterwegs bin und auch mal live spiele, dann ist das eher eine Sache, die ich auch realisieren kann. Aber das man so gehyped wird - das ist schon eine komische Situation."

Was sagen denn Familie und Freunde dazu?

"Ich glaube, die finden das auf jeden Fall interessant. Die fragen immer nach, aber haben nicht so viel Ahnung, was ich jetzt wirklich mache. Die hören das dann im Radio und finden das schon ergreifend."


Was ist denn eines der schönsten Erlebnisse, die Du bisher hattest?

"Ich war einmal in England, da war ich noch ganz jung – vielleicht 15 oder so. Ich hatte hier in Deutschland einen Auftritt gespielt, alles noch im ganz kleinen Rahmen. Dort wurde ich dann gefragt, ob ich mitkommen könnte auf eine Tour, wo wir dann so durch Kneipen gezogen sind. Und da bin ich dann mit einer Band nach England gefahren und das war für mich das allergrößte, was es jemals gab. Das war total spannend und cool, das war wirklich toll."

Wie würden gute Freunde Dich denn in drei Worten beschreiben?

"Kreativ, direkt und ehrlich."

Du kommst ja eher aus einem kleineren Ort. Was hat Dich in Deiner Kindheit dort geprägt?

"Ich bin total viel in den Wald gegangen und habe dort getobt. Das hat mich sehr geprägt. Und die Familienanbindung. Wir haben eine recht große Familie, die auch alle hier leben. Da ist man dann immer mal bei Oma und Opa und bei der Tante. Das ist dann etwas, was einen das ganze Leben lang begleitet, wenn man so einen Bezug zur Familie hat."

Merkst Du jetzt schon, dass es schwierig werden könnte Freundschaften aufzubauen, weil Du viel in der Öffentlichkeit stehst?

"Also es wird auf jeden Fall anders. Normalerweise ist es ja so, dass man sich vorstellt und sagt, wie man heißt und so weiter. Und die Leute, die ich jetzt kennenlerne, die wissen das schon. Die wissen, wie ich heiße, was ich für einen Job habe und dann ist das Kennenlernen total anders. Ich glaube, ich habe aber ein gutes Gefühl dafür, wer mir gut tut und wer nicht..."

Die Autorin: Lina Lassnig

Die Autorin: Lina Lassnig

Mit dem Abitur in der Tasche hat es Lina in die Fördestadt Flensburg verschlagen. Um ihre Begeisterung für das Schreiben und die Literatur weiterzubringen, studiert sie dort Deutsch und Philosophie. Neben der Uni feiert die Pointer-Reporterin Mädelsabende bei "Sex and the City" oder besucht Punkrock-Konzerte in kleinen Clubs.

Mehr

"High-Rise"
"Bastille Day"
"Demolition - Liebe und Leben"

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Links

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Alle Farben im Web

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