Joe Esposito (Foto: Public Address)Knapp zehn Millionen Deutsche sind auf dem Weg in die Alkohol-Abhängigkeit - ohne sich darüber im Klaren zu sein. (Foto: WDR/dpa/Patrick Pleul)Werner Peters spielt in Wolfgang Staudtes Verfilmung von Heinrich Manns Roman "Der Untertan" den preußischen Spießbürger Diederich Heßling  (Foto: DEFA-Stiftung Berlin)Wolfgang Zenker (Edgar Selge) hegt eine große Leidenschaft für Damenoberbekleidung  (Foto: Oliver Wia/noirfilm)Mädchen aus Mauritius knüpfen einen Teppich aus Stroh (Foto: UN Photo/Jean Pierre)Mamo (Ismail Ghaffari) und sein Orchester machen eine Rast in der kargen kurdischen Landschaft Foto: Pandora)"Robyn" - "Robyn"  (Ministry of Sound Recordings)

30. Todestag

Wieder Massentrauer um Elvis Presley

published: 15.08.2007

Hinter diesem Fenster starb Elvis Presley am 16. August 1977 in seinem Badezimmer in seiner Villa Graceland in Memphis/Tennessee (Foto: Public Address)Hinter diesem Fenster starb Elvis Presley am 16. August 1977 in seinem Badezimmer in seiner Villa Graceland in Memphis/Tennessee (Foto: Public Address)

"Ich wusste, dass er tot war." Joe Esposito flüstert diese Worte noch heute. Hinter den dicken Brillengläsern des ehemaligen Trauzeugen und Bodyguards von Elvis Presley kann man immer noch den Schmerz fühlen, den der stämmige Mann spürt, wenn er von dem Moment spricht, als er seinen Boss, den die ganze Welt den "King" nannte, leblos auffand.

Im Baptist Memorial Hospital wurde am 16. August 1977 offiziell der Tod Elvis Presleys festgestellt (Foto: Public Address)Im Baptist Memorial Hospital wurde am 16. August 1977 offiziell der Tod Elvis Presleys festgestellt (Foto: Public Address)

(Unikosmos-Sonderseiten zu Elvis Presley: Hier sprechen Promis über den "King". Außerdem gibt es viele Gewinnspiele rund um Elvis.)

Am 16. August 1977 wurde er mittags vom Leibwächter Al Strada und Elvis' Freundin Ginger Alden per Haustelefon in das Badezimmer im ersten Stock der Elvis-Villa Graceland gerufen, wo er Elvis fand. Im Baptist Memorial Hospital wurde dann offiziell der Herz-Tod des 42-jährigen Entertainers festgestellt. Binnen Minuten wusste es die ganze Welt. Hunderttausende von Fans pilgerten nach Memphis/Tennessee.

Das gleiche Szenario erlebt die Mississippi-Metropole heute, 30 Jahre nach Elvis' Tod, noch einmal. Wieder gibt es keine Hotelzimmer und keine Flüge mehr, Hunderte von Elvis-Imitatoren bevölkern den Elvis Presley Boulevard und weltweit reißen sich die Medien um die Angehörigen, Tochter Lisa-Marie und Ex-Frau Priscilla, um ehemalige Leibwächter und Musiker. Sie wollen aus erster Hand hören, wie der "King of Rock'n'Roll", der erfolgreichste Entertainer aller Zeiten, wirklich war. Und ob er nicht vielleicht in Wirklichkeit noch lebt, denn kein Toter wurde in den letzten 30 Jahren häufiger "gesehen" als Elvis Presley.

Er muss sehr einsam gewesen sein, der schüchterne Junge aus Tupelo/Mississippi, denn sonst hätte er seinen Körper nicht so ruiniert, wie er es in den letzten Lebensjahren getan hat. Elvis gab viel Geld aus, stand deshalb unter Druck, auch viel einzunehmen, war stark übergewichtig und zudem medikamentenabhängig. Er absolvierte permanent Tourneen durch die USA: Zwischen 1969 und seinem letzten Konzert am 26. Juni 1977 in Indianapolis waren es über 1.000 Auftritte.

Im Jahr 2007 ist Elvis Presley längst "larger than life" (Foto: Public Address)Im Jahr 2007 ist Elvis Presley längst "larger than life" (Foto: Public Address)

Sein Manager Colonel Tom Parker, der Elvis lenkte, wie er wollte, und von jedem Elvis-Dollar 50 Cent mitkassierte, hatte kein Erbarmen mit seinem Schützling. The Show must go on! Und Elvis spielte bereitwillig mit, denn außer seinen Einnahmen aus den Live-Auftritten floss kein Geld mehr nach Graceland. Mitte der 70er Jahre hatte er einen Großteil der musikalischen Rechte an seine Plattenfirma RCA verkauft. Den Zenit seiner Karriere erlebte er 1973 mit seiner Show "Aloha from Hawaii". Sie wurde weltweit im Fernsehen übertragen und eine Milliarde Menschen sahen die erste Satellitenübertragung eines Konzertes überhaupt.

Nicht nur damit hat sich Elvis ein Denkmal gesetzt. Kein Musiker auf der Welt hat mehr Tonträger verkauft - rund 1,6 Milliarden sollen es, vorsichtig geschätzt, sein. Niemand hat mehr Menschen durch eine unvergleichliche Stimme beeindruckt, durch Humor auf der Bühne zum Lachen gebracht und durch sein Schicksal in den Bann gezogen als Elvis. Seine Hits von "Heartbreak Hotel" bis "Love Me Tender" und "In The Ghetto" haben inzwischen drei Generationen in ihren Bann gezogen. Es ist kein Wunder, wenn heute jeder zweite Popmusiker Elvis als sein großes Vorbild nennt. Elvis Presley war schon zu Lebzeiten ein Mythos und wird in den Geschichtsbüchern in einer Reihe mit Mozart, Beethoven und Micky Maus stehen. Elvis has left the building!

Unikosmos-Sonderseiten zu Elvis Presley: Hier sprechen Promis über den "King". Außerdem gibt es viele Gewinnspiele rund um Elvis.

[Stefan Hoyer]

Links

Zu den Elvis-Sonderseiten von Unikosmos

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung