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Panda im Porträt

Achtung "Tretmine"!

published: 26.08.2007

Schauspielerin Anna Fischer ist Frontfrau bei Panda (Foto: Public Address) Schauspielerin Anna Fischer ist Frontfrau bei Panda (Foto: Public Address)

Rod González von den Ärzten beschreibt Pandas Musik als "laut, wild, tanzbar mit Nicht-Schlagertexten und der Musik aus den 60ern." Damit hat der Panda-Produzent den Nagel auf den Kopf getroffen. Jeder Song des Debüt-Albums "Tretmine (Jeder ist für sich selbst verantwortlich)" versprüht den Charme der Sixties auf den punkigen Rock'n'Roll-Beat-Sound der Berliner Band Panda. Frontfrau Anna Fischer berlinert, dass es eine wahre Freude ist und wenn sie ganz uneitel quietscht, schimpft und kreischt, erinnert das an die wilde Energie der jungen Nina Hagen.

Panda machen Rock'n'Roll und Beat-Musik aus Berlin (Foto: Public Address)Panda machen Rock'n'Roll und Beat-Musik aus Berlin (Foto: Public Address)

Vielen dürfte Annas Gesicht bekannt vorkommen, machte sie doch bereits als Schauspielerin von sich reden. Sie spielte beispielsweise bei der TV-Serie "Berlin, Berlin" mit und hatte die Hauptrolle im Film "Die Wolke" und im TV-Drama "Liebeskind". Prompt wurde sie für ihre schauspielerische Leistung mit dem Max Ophüls-Preis und der Goldenen Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. Demnächst wird sie in der Verfilmung von Heinz Strunks Bestseller "Fleisch ist mein Gemüse" zu sehen sein. Dabei galt Annas große Leidenschaft schon früh dem Ausdruck ihrer Gefühle durch Musik.

Bereits im Alter von elf Jahren sang sie in der Kinder-Girl-Group Zungenkuss. Als Jugendliche machte sie in Musicals mit. Musik hat Anna also eigentlich schon immer gemacht… Anna und ihre jetzigen Panda-Mitstreiter, die Gitarristen Chris Lippert und Sascha Niemann, Basser Christopher Brandt und Trommler Oskar Alpen, trafen allerdings eher zufällig zusammen. Nach einer Party rockten alle spontan eine Jam-Session und merkten, dass die Chemie zwischen ihnen stimmte.

Erstaunlich frisch, ganz natürlich und frei Schnauze spricht Anna Wahrheiten und Erkenntnisse aus, die schon längst jemand hätte singen müssen. Dabei hat sie keine Angst, jemandem auf die Füße zu treten. Panda haben etwas zu sagen und das bringen sie klar und charmant, manchmal auch schmerzhaft rüber. Die Single "Männer und Frauen" ist laut Anna "Die längst fällige Wahrheit zum Thema des ewigen Geschlechterkampfes: Männer sind bescheuert - Frauen aber auch."

Alle Panda-Texte stammen von Anna, die Musik entstand in Zusammenarbeit von Rod und Lucy van Org (Ex-Lucilectric). Das Album "Tretmine", das am 7. September erscheint, ist eine runde Sache und ein ehrliches Statement zu Dingen, die für jeden Menschen eine Bedeutung haben wie Freundschaft, Liebe, Sex, Geld und Heimat. Anna hat keine Lust mehr, nett zu sein ("Jeht kacken"), beschwert sich lautstark im allerschönsten Berlinerisch über "Stylomaten" ("Hierbleiben") und sinnentleerte Musik ("Dinge") und manchmal hält sie auch einfach die Klappe ("Fresse").

In jedem Song schwingt das Berliner Lebensgefühl mit, wenn auch nicht immer so offensichtlich wie in der zwiespältigen Liebeserklärung an die Hauptstadt ("Hierbleiben"). Da wird nicht groß gelabert, sondern auf den Punkt gebracht, wie beim Love-Song "Du kotzt mer an". "Tretmine" punkrockt, swingt, groovt und steckt voller textlicher Originalität und Witz. Live-Erfahrung konnten Panda schon als Support für Rosenstolz, The Fratellis, Maximo Park und Sugarplum Fairy sammeln.

Panda live:
01.09.2007 Open Air Schönborn, Schönborn, Brandenburg
15.09.2007 Rock am Pferdemarkt, Lingen
16.09.2007 Molotow, Hamburg
17.09.2007 Magnet, Berlin
20.09.2007 Underground, Köln

[Jan van Hamme]

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Links

Panda bei MySpace
Homepage der Band

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