CD-Tipp

The Bravery - "The Sun And The Moon"

published: 29.09.2007

The Bravery - "The Sun And The Moon"  (Universal Music) The Bravery - "The Sun And The Moon" (Universal Music)

Nachdem die Single "An Honest Mistake" im letzten Jahr Musikkritiker und Leute mit Geschmack hellhörig werden ließ, melden sich The Bravery nun mit einem zweiten Album zurück. Die New Yorker Arthouse-Band mit den ungewöhnlich abgemischten Indie-Electro-Rocksongs hat sich auf "The Sun And The Moon" noch einmal gesteigert.

Schon der schleppende Opener "Believe" ruft wieder Erinnerungen an 80er-Jahre-Gruppen The Cure oder New Order wach, um alle Vorbilder dann an Ohrwurmqualität direkt zu übertreffen. Den weinerliche Gesang eines Robert Smith kriegt auch The-Bravery-Sänger Sam Endicott locker hin.

Und sie sehen auch noch gut aus... (Universal Music)Und sie sehen auch noch gut aus... (Universal Music)

Fans von The-Killers werden The Bravery eher wegen der schmutzigen Produktion lieben - in Verbindung mit New-Wave-Melodien, eingebettet in intensive Harmonien. "This Is Not The End" zitiert die echten Punk-Helden The Clash und "Fistful Of Sand" lässt die frühen Duran Duran auferstehen. Wer das gnadenlos schiefe Pfeifen bei "Bad Sun" übersteht, darf die aktuelle Single "Time Won’t Let Me Go" genießen. Der Sound von "The Sun And The Moon" ist insgesamt etwas leichter zugängig als das selbst betitelte Debüt.

Selbsthass, Verzweiflung und das melancholische Grübeln wären vielleicht unerträglich, wenn sie nicht in so clevere Zeilen gefasst wären. Da freut man sich sogar über Verse wie "Split me wide open and look right inside / there are so many things that I try to hide", zumal sie im besten Song de Albums auftauchen. Trotzdem nutzt man gerne die Chance, bei "Angelina" zur Erholung die Tanzfläche zu stürmen.

Bestens gewappnet überstehen wir danach weitere Weltschmerz-Lyrik, etwa "Sometimes I feel like I wanna leave this place for good / under the ground I’d live down there without a sound…/ living makes me feel ashamed" aus "Above And Below". Und freuen uns, dass wir dieses Mal gleich den Longplayer gekauft haben und nicht nur die Single. Am besten gleich noch mal auf Anfang…

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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