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Fiction Plane im Porträt

Stings Sohn gegen The Police

published: 16.09.2007

Fiction Plane haben ihr aktuelles Album "Left Side Of the Brain" genannt (Foto: Public Address) Fiction Plane haben ihr aktuelles Album "Left Side Of the Brain" genannt (Foto: Public Address)

Sie gehen mit The Police auf Tour und wollen ihnen die Show stehlen: Fiction Plane. Die Band mit Stings ältestem Sohn Joe Sumner als Frontman ist der ehrgeizige Support-Act für die wiedervereinigte 80er-Jahre-Gruppe."Was die 30 Jahre Hits betrifft, die The Police mitbringen, haben wir noch etwas aufzuholen. Aber dafür haben wir 60 Tonnen mehr Energie als sie!", sagt der selbstbewusste Sohnemann, der seinem Vater ziemlich ähnlich sieht. Seine Aussage gilt offenbar nicht nur für die Bühnenshow. Denn nach dem Konzert gehen Fiction Plane gerne noch aus, feiern etwas oder sehen sich andere Bands an. Kommen The Police da mit? "Ab und zu machen wir etwas zusammen", meint Joe, "aber die sind halt alt. Wir packen sie lieber ins Bett und ziehen alleine um die Häuser."

Gordon Sumner alias Sting beim Eröffnungskonzert der Deutschland-Tour von The Police in Hamburg (Foto: Public Address)Gordon Sumner alias Sting beim Eröffnungskonzert der Deutschland-Tour von The Police in Hamburg (Foto: Public Address)

Dass Joe ebenso wie sein Vater, der bürgerlich Gordon Sumner heißt, zur seltenen Spezies der Bass spielenden Sänger gehört, soll keine Absicht gewesen sein. Das habe sich ergeben, weil dieses Instrument in der Band gerade gefehlt habe. Joe sattelte von seinem eigentlichen Liebling, der Gitarre, um und ist heute ganz glücklich mit der Entscheidung. "Ich kann mich so besser aufs Singen konzentrieren", gibt er an.

Fiction Plane sind nicht nur bei der Deutschland-Tour dabei, sondern haben zuvor schon in den USA 50 Shows mit Stings alter Band gespielt. "Als ich das erste Mal vor einem so riesengroßen Publikum stand, habe ich mich ganz schön einsam gefühlt", erzählt Joe. Inzwischen ist die Nervosität überwunden und die Konzerte laufen wie geschmiert. Die anderen Bandmitglieder, Gitarrist Seton Daunt und Schlagzeuger Pete Wilhoit, freuen sich wie am ersten Tag darüber, mit Joes Vater und seinem legendären Trio auf einer Bühne zu stehen, da sie von Stings Musik beeinflusst wurden. "Nur ich habe vorher nie The Police gehört", behauptet Stings Sohn. "Wirklich nicht! Ich stelle sofort das Radio aus, wenn einer seiner Lieder kommt, auch die Solo-Songs. Ich finde seine Sachen schrecklich!"

Es fällt schwer, das zu glauben, vor allem, da die aktuelle Single von Fiction Plane, der Ohrwurm "Two Sisters", wegen des latenten Reggae-Einflusses stark an die beste Zeit von The Police erinnert. Wer sich genauer davon überzeugen will, dass der Sohnemann die Stimmbänder seines alten Herrn geerbt hat, dem sei das Album "Left Side Of the Brain" empfohlen, auf dem auch Einflüsse von Nirvana, U2 und Rage Against the Machine verarbeitet sind.

Dass der Bandname "Fiction Plane" ein Anagram, also eine Buchstabenumstellung, von "Infant Police" (dt.: "Baby Police") ist, soll auch nur ein Zufall sein. 100 Prozent Zufall. Sagt Joe. "Ich kann nicht glauben, dass sich wirklich jemand hingesetzt hat und das ausprobiert hat", grinst Seton. "Das ist doch verrückt!"

Tourdaten Fiction Plane
Support für The Police

19.09.07 A-Wien/Stadthalle
22.09.07 München/Olympiahalle
10.10.07 Mannheim/SAP Arena
13.10.07 Düsseldorf/LTU Arena

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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www.fictionplane.com

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